... wie ein Schweizer Uhrwerk
Die SMM- und MSM-Redaktion hat nachgefragt: Wie steht es um den Werkplatz Schweiz? Besser als befürchtet. Das zeigen beispielsweise 18 Statements von Unternehmern, CEOs und Produktionsleitern. Darüber hinaus stellen wir Ihnen Produktionstechnologien vor, mit denen der Werkplatz Schweiz garantiert auf der Überholspur bleibt.
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Zugegeben, als unsere SMM-MSM-Redaktion das Thema «Produktivität steigern ? Werkplatz Schweiz stärken» lancierte, waren wir unsicher, ob es angesichts der aktuellen Wirtschaftslage Unternehmen gibt, die ihre Produktivität steigern wollen. Tatsächlich antworteten einige: «Nein, diese Thematik steht derzeit nicht in unserem Fokus.»
Gleichzeitig gab es aber ein bemerkenswertes Feedback von Unternehmen, die genau diesen Aspekt kontinuierlich in den Vordergrund stellen (ab S. 38). An vorderster Front stehen hier Medizintechnik-Unternehmen. Aber auch Grossunternehmen und KMU setzten auf höchste Produktivität. Hohe Produktivität ist aber nur ein Faktor, um am Weltmarkt zu bestehen. Welche Aspekte ausserdem von Bedeutung sind, hebt Thomas Wahl, Geschäftsführer von Stryker Osteosynthesis, in unserem Exklusiv-Interview ab Seite 34 hervor. Unsere Redaktorin Anne Richter führte das Interview.
Nur: Produktivität kommt nicht von allein. Know-how und der Hang nach Perfektion sind Grundvoraussetzungen, um sie zu realisieren. Das sind nach wie vor Schweizer Tugenden, was exemplarisch im Uhren-Dossier des MSM (ab S. 83) deutlich wird. Auch hier ist eine hohe Produktivität unabdingbar, aber gegen die Faszination mechanischer Uhrwerke verliert die Produktivitätssteigerung leider ihren Glanz.
Gleichwohl hängt alles miteinander zusammen und ist in der Schweiz oft so perfekt aufeinander abgestimmt, dass der Werkplatz Schweiz auch in Zukunft hoffentlich wie ein Schweizer Uhrwerk läuft. In diesem Sinn wünschen wir Ihnen einen guten Start ins neue Jahr.
Jean René Gonthier Matthias Böhm
