Schneidsystem in der Anwendung

100 Prozent Produktivität auf einen Streich

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Behälterbodenbearbeitung

Ein Highlight und Alleinstellungsmerkmal ist die Ausstattung der Anlage mit einem Spezialtisch, der die Bearbeitung von Behälterböden bis 2500 Millimeter Durchmesser ermöglicht. Verhältnismässig hohe Abweichungen von einem Behälterboden zum anderen, selbst innerhalb einer Charge, sind nicht ungewöhnlich und erfordern ein intelligentes Schneidsystem, das diesen Faktor einkalkuliert und kompensieren kann.

Um alle Abweichungen in Wölbung und Form ermitteln zu können, führt das Microstep-Schneidsystem bei Programmstart automatisch eine Reihe von Messungen am Behälterboden durch. Die Steuerung verrechnet die individuellen Messdaten mit der allgemeinen geometrischen Formel des Behälterbodens und integriert diese in den aktuellen Schneidplan.

Das System reagiert somit intelligent und autodidaktisch auf Abweichungen und sorgt sowohl bei einzelnen Sonderanfertigungen als auch bei Grossserien für höchste Präzision am fertigen Produkt. Selbst bei der alternativen Bearbeitung mit Robotern können Abweichungen nicht in diesem Masse kompensiert werden, da Roboter den angelernten Arbeitsablauf jedes Mal lediglich exakt wiederholen. Völlig abgesehen von manuellen Bearbeitungsverfahren, bei denen jeder Durchbruch zuerst errechnet, konstruiert, geschnitten und schliesslich mühsam nachbearbeitet werden muss.

Bohren, Gewinden, Senken

Bohren, Gewinden und auch Senken sind für die Metallbau Steg AG unverzichtbar. Das war auch die Meinung des Produktionsteams, das in die Entscheidung für das neue Schneidsystem miteinbezogen wurde. Die Bohrapplikation kann auch in stärkste Materialien bis 40 Millimeter Durchmesser bohren, Gewinde schneiden (bis M33) und senken. Selbstverständlich auch alles in einem Schneidprogramm vereint, so dass der Bediener das perfekt gebohrte und geschnittene Bauteil direkt vom Brennschneidtisch entnehmen kann. Die Vorteile: Kein zeitintensives Bauteilehandling zur nächsten Anlage, kein weiteres Spannen und auch keine erneute Programmierung des Bauteils am Bearbeitungszentrum. Die gesamte Bearbeitung findet also auf einer Anlage statt, einschliesslich dem Gewindeschneiden und Senken.

Für schnelle Prozess- und Werkzeugwechsel steht ein achtfaches Werkzeugmagazin zur Verfügung, in dem die Werkzeuge sicher vor Schneidstäuben und Beschädigung geschützt sind. Nach dem Bohren kann so z.B. automatisch auf ein Gewindeschneidwerkzeug oder Senkwerkzeug gewechselt werden. Nach abgeschlossener spanender Bearbeitung wechselt die Anlage auf den Plasmabrenner und schneidet alle ausstehenden Konturen (2D sowie 3D). Alle Schnittfugen werden für optimale Masshaltigkeit des fertigen Bauteils selbstverständlich automatisch ausgeglichen.