Igus: Hochleistungskunststoffe für eine wartungsfreiere Industrie 15 Jahre Igus Schweiz: Stetiges Wachstum

Redakteur: Matthias Böhm

Laserschneiden, Schokoladenherstellung oder medizintechnische Apparaturen – in vielen Schweizer Premium-Produkten stecken schmiermittel- und wartungsfreie Hochleistungskunststoffe von Igus. Vor 15 Jahren öffnete die Igus Schweiz GmbH ihre Pforten in Neuendorf im Kanton Solothurn. Die Investition in eine eigene Niederlassung mit heute 24 Mitarbeitenden hat sich ausgezahlt, wie Lutz Alof, Geschäftsführer Igus Schweiz, gegenüber dem SMM sagte.

Schmier- und wartungsfreie Tribo-Kunststoffe von Igus ermöglichen eine online berechenbare, sichere und kostensparende Bewegung in der Industrie.
Schmier- und wartungsfreie Tribo-Kunststoffe von Igus ermöglichen eine online berechenbare, sichere und kostensparende Bewegung in der Industrie.
(Bild: Igus)

Die Kombination aus innovativen «motion plastics» – den Kunststoffen für die Bewegung – und Kundennähe bewährt sich weltweit, so auch in der Schweiz. Dies zeigt sich nicht nur in den steigenden Umsatzzahlen, sondern vor allem in den vielen erfolgreichen Projekten.

Eröffnung in 2003 mit drei Mitarbeitenden

Als im Oktober 2003 die Schweizer Tochtergesellschaft den Vertrieb der Polymer-Gleitlager und e-kettensysteme von Igus aufnahm, war das Unternehmen schon längst kein Unbekannter mehr, denn bereits seit 1982 werden Igus-Produkte in der Schweiz vertrieben. Nachdem der bisherige Vertragshändler seine Geschäftstätigkeit eingestellt hatte, übernahm 2003 ein Geschäftsführer mit nur zwei weiteren Angestellten den direkten Verkauf. Schon am Ende des Jahres war der Personalbestand um das Doppelte gewachsen. Heute arbeiten 24 motivierte Mitarbeiter im Innen- und Aussendienst in der Schweizer Niederlassung.

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Tribologisch optimierte Hochleistungskunststoffe

Die Nachfrage nach tribologisch optimierten Hochleistungskunststoffen hat kontinuierlich zugenommen und den Umsatz der Schweizer Niederlassung im Jahr 2017 auf 10,3 Millionen Schweizer Franken anwachsen lassen. Einige Tausend Kunden werden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein betreut. «Die ständige Erweiterung des Kundenstammes hat auch zur Ausweitung unserer Geschäftskapazitäten geführt», erklärt Lutz Alof, Geschäftsführer der Igus Schweiz GmbH. So wurden 2012 neue Büros in zentraler Lage in Egerkingen (Kanton Solothurn) bezogen.

Technische Innovation und Kunden­nähe als Erfolgsfaktoren

Die Gründung der Igus Schweiz GmbH war bereits die zwölfte Niederlassung der deutschen Muttergesellschaft in Europa. Im Jahr 2003 verkauften Igus-Tochtergesellschaften schon auf vier Kontinenten die Produkte aus den Bereichen Energiezuführungen und Polymer-Gleitlager. Seit der Gründung im Jahr 1964 durch Günter Blase hat sich das Unternehmen den Hochleistungskunststoffen verschrieben und arbeitet nun bereits seit 54 Jahren erfolgreich als Zulieferer und System­anbieter für den Maschinenbau bis hin zur Robotik.

Dabei hat die Welt zunehmend die Vorteile der getesteten Kunststoff-Produkte für sich entdeckt, die unter dem Leitmotiv «plastics for longer life» die Lebensdauer erhöhen und Kosten senken. Nur zwei Jahre nach dem Aufbau eines eigenen Vertriebes durch den heutigen Geschäftsführer, Frank Blase, wurde 1985 der Sprung über den Atlantik in die USA und nach Asien mit Ziel Japan gewagt.

Der Schweizer Maschinenbau als Marktchance

Die Schweiz ist einer der wichtigsten Standorte für den Maschinenbau in Europa und exportiert ihre High-Performance-Produkte weltweit. Die Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie erwirtschaftete 2017 insgesamt 7,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts und nimmt daher eine besondere Schlüsselposition ein.

Mit einem Wert von über 66,7 Milliarden Schweizer Franken leistet die Branche fast ein Drittel der gesamten Güterexporte der Schweiz. Es war daher für Igus eine logische Konsequenz, den Markteintritt in der Schweiz zu wagen und eine direkte Präsenz in der Nähe der Kunden aus der Schweiz und Liechtenstein aufzubauen. «Wir haben frühzeitig erkannt, welches Potential der Schweizer Maschinenbau als Markt bietet. Denn hier wird umfassend geforscht und innovative Produkte für den Weltmarkt entwickelt», so Lutz Alof.

Das Ziel von Igus war es von Anfang an, seine Kunden in diesem Prozess zu unterstützen. Ganz im Sinne des eigenen Anspruchs, durch den Einsatz von Komponenten und Systemen Kosten zu senken und die Lebensdauer zu erhöhen, orientierte sich das Unternehmen dabei direkt an den hohen Qualitätsanforderungen des Schweizer Maschinenbaus.

Neuordnung des regionalen Vertriebs zur weiteren Stärkung der Kundennähe

Zum Kundenkreis des Unternehmens gehören in der Schweiz und Liechtenstein zahlreiche Branchen, welche die gesamte Produktpalette an Hochleistungskunststoffen nachfragen. Im Zentrum steht der Maschinenbau, und zwar der allgemeine Maschinenbau, der Werkzeugmaschinenbau und Textilmaschinen.

Aber auch die Elektroindustrie, die Medizintechnik und die Verpackungsindustrie zählen in der Schweiz zu den wichtigen Branchen. Um die Kundenbetreuung den gestiegenen Bedürfnissen der Kunden anzupassen, hat die Igus Schweiz den technischen Vertrieb im Aussendienst verdoppelt und neu strukturiert.

Sowohl thematisch wie regional ist das Unternehmen jetzt noch näher am Kunden. Das Vertriebsgebiet Schweiz/Liechtenstein wurde in die drei Regionen West, Zentral und Ost untergliedert. Gleichzeitig wurde jede Zone produktspezifisch gemäss den beiden Geschäftsbereichen e-kettensysteme und Polymer-Gleitlagertechnik aufgeteilt.

Nähe zum Kunden entscheidend

Dies ermöglicht es den Kunden, jederzeit auf einen klar definierten Produktspezialisten von Igus zurückgreifen zu können, welcher den Anwender spezifisch vor Ort beraten und unterstützen kann. Denn direkt nah an den Unternehmen und ihren individuellen Wünschen zu sein, das ist das Ziel – in den vergangen wie auch in den kommenden 15 Jahren. SMM

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