Computer Aided Design & Manufacturing

50 Prozent schneller mit CAD/CAM

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Eine der Herausforderungen für den Produktionsleiter Daniel Rieser und sein Team bestand darin, einerseits in Solidworks zu modellieren, um erste Erfahrungen zu sammeln, dazu den Umgang mit SolidCAM zu lernen und zugleich effizient weiterzuarbeiten: «Nach zwei Grundübungstagen bei Solid Solutions in der Geschäftsstelle Arbon ging es drei Tage zu C-Works nach Schöftland, wo wir in SolidCAM das 2,5D-Fräsen behandelten und dies umgehend im Betrieb umsetzen konnten. Oberste Priorität war, dass die Produktion weiterlaufen konnte.»

Zentrales, aber offenes PDM-System

Aktuell sind bei Gietz sieben Solidworks- und drei SolidCAM-Lizenzen auf HP-Workstations mit Windows 7 und SQL-Servern im Einsatz. In das System sind fünf Werkzeugmaschinen über DNC integriert: eine Mori Seiki (mit Fanuk-Steuerung), drei Kondia (mit Heidenhain-Steuerung) und eine Ibarmia. Beim Typ 1060 sind 90 Prozent auf 3D, beim 8070 ca. 80 Prozent und bei Rofo sind rund 100 Prozent der 3D-Daten integriert. Sehr wichtig für das Unternehmen war also eine Lösung, mit der 2D und 3D in einem PDM-System optimal zusammengeführt sind. Der 2D-Bereich wird weiterhin als Ergänzung zur 3D-Konstruktion geführt.

Mit dem ursprünglich eingesetzten 2D-CAM-System «Radu CAM» mussten die NC-Daten an den Maschinen neu aufgezeichnet werden. «So lag es nahe, dass wir SolidCAM wählten, um eine nahtlose Integration in Solidworks zu erhalten», erzählt Gietz. In der Praxis erweise sich Solidworks als «gutes Tool», mit dem auch die Mitarbeiter sehr zufrieden sind. Bühler ergänzt: «Das Wichtigste ist die ganze Assoziativität und Datendurchgängigkeit bei Konstruktionsänderungen bzw. dass diese auch korrekt und automatisch im CAM angepasst werden.»

Die enge Zusammenarbeit zwischen Solid Solutions als Systemlieferanten für Solidworks und C-Works für SolidCAM bedeutete ausserdem eine wertvolle Unterstützung.

Weitere Schritte: Ein Modell und eine Datenbank

Für Gietz stand fest, ein Modell zu besitzen, aus dem Baugruppen generiert werden können und das auch als zentrale Datenquelle genutzt werden kann: «Das PDM-System ist das führende System, in dem alle Änderungen gemacht werden; im CAM-Bereich werden die Daten lediglich herausgezogen und es werden allenfalls NC-Programmanpassungen gemacht. Dazu erhalten wir nun für jede ausgelieferte Maschine eine kundenspezifische Stückliste, die in Keytech geführt und angepasst wird. Über eine Schnittstelle gehen die Daten an das BAAN, von wo aus z.B. der MRP-Lauf generiert werden kann.» Aktuell werden über den zentralen PDM-Datenpool Solidworks, SolidCAM, BAAN und auch «Eplan» angedockt.

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