Seit die GIS AG 1963 ihren ersten Elektrokettenzug vorstellte, hat sich das Unternehmen nicht nur bezüglich der Mitarbeiterzahl und der Produktionsfläche stark entwickelt. Inzwischen ist die vierte Produkt-Generation auf dem Markt und die Hebezüge aus Schötz sind nicht nur in vielen Schweizer Betrieben anzutreffen sondern auch mit Weltstars auf Tournee. Am 16. Juli konnte mit den Mitarbeitenden die Produktion des 500 000sten GIS-Kettenzugs gebührend gefeiert werden. Produziert werden die Swissmade Kettenzüge in Schötz im Kanton Luzern. Um Auszubildenden auf ihren zukünftigen Arbeitsplatz in der Produktion perfekt vorzubereiten investierte die GIS AG in ein hoch modernes Makino Berarbeitungszentrum des Typs DA300 für die Lehrlingsausbildung.
Die Produktion des 500 000sten GIS-Elektrokettenzugs wird gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gebührend gefeiert.
(Bild: GIS AG)
Der 16. Juli 2024 war für die Mitarbeitenden der GIS AG kein gewöhnlicher Arbeitstag. In der Kettenmontage hing ein grosses Transparent von der Decke, es gab ein Sandwich zum Znüni, für ein Gruppenfoto galt es sich herauszuputzen, zwischendurch flog sogar ein bisschen Konfetti durch die Luft und am Nachmittag kam das Glacevelo zu Besuch. Diese besonderen Vorkommnisse hatten einen wichtigen Grund: An jenem schwülwarmen Dienstag kurz vor den Sommerferien wurde in der Produktionshalle in Schötz der 500 000ste GIS-Elektrokettenzug gefertigt – ein bedeutender Meilenstein in der Firmengeschichte.
Erster GIS-Kettenzug im Jahr 1963
Die GIS AG ist heute weltweit führender Hersteller von Elektrokettenzügen und kompletten Kransystemen und unterhält Tochtergesellschaften in Deutschland, England und den Vereinigten Staaten. Die Geschichte des Unternehmens begann 1957 mit der offiziellen Gründung.1963 kam der erste GIS-Hebezug auf den Markt. Seitdem hat sich das Unternehmen stark entwickelt. Die Mitarbeiterzahl stieg von ursprünglich 6 auf mittlerweile 140 und die Produktionsfläche am Standort in Schötz wuchs von rund 600 m² auf über 12 000 m². Seit dem Bezug der neuen Werkhalle im Jahr 2020 und der damit verbundenen Umgestaltung und Erweiterung der Montagelinien konnte die Fertigungskapazität kontinuierlich gesteigert werden. Von der Holz- und Metallverarbeitung über die Lebensmittelproduktion bis hin zu Aussenanwendungen: GIS-Produkte, ob Kettenzüge, Krananlagen oder Vakuum-Handhabungssysteme, sind in nahezu allen Branchen zu finden und sorgen für einen sicheren und zuverlässigen Transport von Gütern. In den letzten Jahren ist der Marktanteil vor allem im Entertainment-Bereich stark gewachsen. Heute begleiten GIS-Elektrokettenzüge Topstars wie Ed Sheeran oder Adele auf ihren Tourneen und auch an den kürzlich zu Ende gegangenen Olympischen Spielen wurden insgesamt fast 2000 Geräte vom Schweizer Hersteller eingesetzt.
«500 000 ist eine beeindruckende Zahl», sagt Ivan Muri, Geschäftsführer der GIS AG, und fügt augenzwinkernd hinzu: «Man muss bedenken, dass Hebezüge im Gegensatz zu Fernsehern oder Mobiltelefonen eine sehr lange Lebensdauer haben und oft über Jahrzehnte im Einsatz sind. Welches elektronische Gerät kann das heutzutage noch von sich behaupten?»
Der Jubiläums-Kettenzug wird in der Kranmontage als Hubwerk in einen Laufkran eingebaut und so auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Berner Seeland in den nächsten Jahren wertvolle Helferdienste leisten. Es handelt es sich um einen GP1000, einem Modell der mittlerweile 4. Produkt-Generation. Diese überzeugt durch ihre Zuverlässigkeit und Langlebigkeit im harten Praxisalltag und deckt Traglasten bis 6300 kg ab.
In der Schweiz sind laut SECO (Staatssekretariat für Wirtschaft) rund 600 000 Unternehmen aktiv. Statistisch gesehen könnte fast jede dieser Firmen einen GIS Elektrokettenzug im Einsatz haben. Eine tolle Vorstellung und Motivation für die die GIS-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter täglich ihr Bestes zu geben. Wenn es nach ihnen geht, soll es bestimmt nicht wieder 61 Jahre dauern, bis die Million voll ist.
Makino-Bearbeitungszentrum für die GIS-Auszubildenden
«Strategische Investition in unsere Zukunft»
Eine Makino DA300 steht seit Frühjahr 2024 für die Lehrlingsausbildung der GIS AG zur Verfügung, um die Lernenden ab dem 3. und 4. Ausbildungsjahr produktionsnah auszubilden. «Es ist eine bedeutende und strategische Investition in unsere Zukunft und in unsere technologisch hochstehende Ausbildung», sagt Michael Fischer, Betriebsleiter der GIS AG, über die jüngste High-End-Werkzeugmaschine des japanischen Herstellers Makino.
Vier junge Polymechaniker-Lehrlinge jährlich
Bis zu 18 000 Elektrokettenzüge verlassen die Produktionshallen der GIS AG in Schötz (LU) pro Jahr, um weltweit exportiert zu werden. Um diesen hohen Output zu bewältigen sind 35 Werkzeugmaschinen (WZM) im Einsatz. Auf den WZM werden unterschiedlichste Komponenten der Kettenzüge – Gehäuse, Antriebswellen, kubische Teile, Zahnräder usw. – gefertigt.
Von gesamthaft 145 Mitarbeitenden sind 85 Mitarbeitende der GIS AG für die Produktion der Swissmade-Hebesysteme verantwortlich. Andreas Stöckli, Ausbildungsleiter GIS AG: «Für unseren qualifizierten Nachwuchs werden jährlich bis zu vier Polymechaniker-Lehrlinge eingestellt. Aktuell bilden wir 15 Produktions-/Polymechaniker-Lehrlinge produktionsnah aus.»
Makino-Maschinen im obersten Segment positioniert
Benno Lagler (Inhaber und CEO der Neutec AG, Schweizer Makino-Vertretung): «Makino-Werkzeugmaschinen sind aus technologischer Sicht im obersten Segment positioniert. Dass solche High-End-Werkzeugmaschinen für die Lehrlingsausbildung genutzt werden, passiert tatsächlich immer öfter. Es zeigt aus meiner Sicht, dass die fertigungstechnischen Anforderungen an die Auszubildenden immer höher werden. Die Verantwortlichen von GIS setzen mit dieser Investition sicher einen technologischen Meilenstein im Bereich der Polymechaniker-Ausbildung.»
M. Fischer: «Ich kann mich Herrn Lagler nur anschliessen. Genau diese Makino-Investition zeichnet unsere High-End-Ausbildungsstrategie aus. Dass wir solche Hochleistungsmaschinen in der Ausbildung nutzen, zeigt letztlich, welches Vertrauen unsere Ausbildungsverantwortlichen in unsere Lernenden haben.»
Sonderwerkzeuge in Eigenregie
Wofür die Makino genutzt wird, beantwortet Michael Fischer wie folgt: «Für die Produktion unserer Hebezüge benötigen wir unterschiedlichste Komponenten. Hierzu zählen beispielsweise auch sehr komplexe Bohr- und Ausdrehwerkzeuge, welche wir in Eigenregie produzieren. Mit diesen oft mehrstufigen Ausdrehwerkzeugen werden Präzisionsbohrungen in einem Bearbeitungsgang in die Gehäuse unserer Kettenzüge gebohrt. Um am Standort Schweiz wirtschaftlich zu produzieren, ist dies ein wichtiger Aspekt unserer Produktion. Hier kommen zwei wesentliche Elemente zum Tragen: Neben einer sehr hohen Komplexität müssen diese Werkzeuge in engsten Toleranzfeldern, also mit höchster Genauigkeit, gefertigt werden. Und genau dafür wurde in die neue Makino investiert.»
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Stand vom 30.10.2020
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