8 Wahrheiten über die Automobilindustrie

Autor / Redakteur: jr/cs / Jens Rehberg

Wenn „Car Guys“ wie Bob Lutz über die Branche diskutieren, wird Klartext geredet. So auch in einer Runde zu den Fusionsplänen von Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne.

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Bekanntlich ist Fiat-Chrysler-Chef Sergio Marchionne davon überzeugt, dass auf Dauer nur sehr grosse Autohersteller überleben können. Deshalb ist er seit geraumer Zeit auf der Suche nach einem Fusionspartner – bislang ohne Erfolg. Im Rahmen eines Roundtable-Gespräches der US-Fachzeitschrift „Automotive News“ diskutierten kürzlich unter anderem Branchengrössen wie der ehemalige GM-Vizepräsident Bob Lutz, True-Car-Präsident John Krafcik und Aston-Martin-Chef Andy Palmer die Pläne des Fiat-Chrysler-Chefs. Dabei fielen eine ganze Reihe lesenswerter Statements zur aktuellen Situation der Autohersteller ab...

Bob Lutz (zur Aussage von Sergio Marchionne: „Die historischen Renditen [der Autoindustrie] lagen im Grossen und Ganzen schon immer unterhalb des Kapitalaufwands):
„In den letzten 30, 40 Jahren haben Investoren und Analysten dauernd gesagt, dass das Automobilgeschäft viel Kapital verbraucht und den Aktionären keinen wirtschaftlichen Gegenwert gibt. Was ist also neu an dieser These? Neu ist, dass zum ersten Mal jemand aus der Industrie – statt den Kopf einzuziehen und zu sagen: 'Wartet auf das nächste Jahr' oder 'Aktuell ist es ein hartes Pflaster' und so weiter – der Prämisse zustimmt, dass die Automobilindustrie Kapital verbrennt. Denn das tut sie wirklich.“

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