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UrmaCircoTec RX: der «911er Turbo» unter den Reibahlen
Möglich macht das der «911er Turbo» unter den Reibwerkzeugen. Bei Urma heissen die Reibsysteme «UrmaCircoTec RX». Das Urma-Reib-Werkzeug für die ABB-Turbolader-Bohrung ist ~600 mm lang und mit einem HSK 100 für die Spindel-Schnittstelle versehen. Die als Reib-Scheibe aus Vollhartmetall konzipierte Schneide misst lediglich 5,3 mm Höhe und ist ohne Führungsleisten konzipiert. Über Insgesamt 12 Schneiden verfügt die Reibscheibe für diese Bohrung. Aktuell fahren die ABB-Spezialisten mit einem Zahnvorschub von fz = 0,35 mm, woraus sich ein vf = 1200 mm/min ergibt. Für Roger Meister immer noch nicht genug: «Ich denke, mit einer besseren Schneidenkühlung könnten wir einen noch grösseren Vorschub erreichen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wir haben das CAM-Programm natürlich auf das Reiben umstellen müssen. Zwischen den Lagerstellen gehen wir auf bis zu 30 m/min hoch.»
Vorbearbeitung mitentscheidend
Entscheidend für prozesssicheres Reiben ist die Vorbearbeitung. Eine Spantiefe beim Reibprozess von 0,15 mm ist ideal. Bei den ABB-Turbos wird dieses Untermass entsprechend eingehalten. Wichtig ist, dass die Lage der Bohrung immer gleich produziert werden kann. Auch wurden alle Bearbeitungen für das Reiben optimiert, einseitig Aussparungen wurde als nachgelagerter Prozess festgelegt, damit keine asymmetrischen Querkräfte auf das Reibwerkzeug wirken und die Bohrung nicht verlaufen könnte. R. Näf: «Das Interessante ist, dass unsere Werkzeuge die Bohrungen ohne Führungsleisten präzis mit den entsprechenden Lagetoleranzen fertigen können. Mit ein Grund liegt sicher auch in den hervorragenden Vorbohrungen.»
Sensationelle Standzeit
Die Urma-Reibahlen sind nicht nur schnell und extrem genau, sie verfügen noch dazu über eine ausgezeichnete Standzeit, wie Roger Meister bestätigt: «Wir planen mit 80 m reiner Bearbeitungsstrecke. Aus unserer Sicht ist das ein hervorragender Wert.»
René Näf hat zur langen Standzeit allerdings eine geteilte Meinung: «Das dauert sehr lang, bis wir wieder die nächste Reibschneide verkaufen können. Viel Geld verdienen wir damit nicht. Technologisch ist das natürlich sensationell. Ich denke, die Werte unserer UrmaCircoTec-RX-Reibahlen sind derart überzeugend, dass auch andere Hersteller in Zukunft auf unsere Reibsysteme setzen werden.»
«Stete Verbesserungen sichern Schweizer Arbeitsplätze»
T. Kroker ist ebenfalls vom Reibprozess überzeugt und ergänzt: «Ich kann das bestätigen. Wir bei ABB können zwar nicht so schnell wie kleinere Firmen agieren, aber wenn wir einen Fertigungsprozess in unser Fertigungsportfolio übernommen haben, dann prüfen wir auch ähnliche Bearbeitungen auf die Anwendbarkeit des neuen Fertigungsprozesses hin. Der Fokus liegt ganz klar auf Prozesssicherheit. Ich bin überzeugt, dass das RX-System in Zukunft auch noch bei einigen anderen Präzisions-Bohrungen eingesetzt wird.» <<
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