Forschung & Entwicklung ABB löst 100 Jahre altes Rätsel der Elektrotechnik

Redakteur: Thomas Koch

ABB hat heute eine bahnbrechende Entwicklung in der Schaltung von Gleichströmen bekannt gegeben. Damit löst das Unternehmen ein 100 Jahre altes Rätsel der Elektrotechnik und ebnet den Weg für ein effizienteres Übertragungsnetz.

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Hochspannungs-Testumgebung
Hochspannungs-Testumgebung
(Bild: ABB)

In mehrjähriger Forschung hat ABB den weltweit ersten Leistungsschalter für die Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ) entwickelt. Der Schalter kombiniert schnellste Mechanik mit Leistungselektronik. Er wird in nur 5 Millisekunden – dreissigmal schneller als ein Wimpernschlag – Gleichstrom „unterbrechen“ können, der der Leistung eines Grosskraftwerks entspricht. Dieser Durchbruch beseitigt eine seit 100 Jahren bestehende Hürde für die Entwicklung von Gleichstromübertragungsnetzen, die eine effiziente Integration von erneuerbaren Energien über grosse Entfernungen ermöglichen. Darüber hinaus werden Gleichstromnetze (DC) die Stabilität der bestehenden Wechselstromnetze (AC) verbessern. ABB führt derzeit Gespräche mit Übertragungsnetzbetreibern, um Pilotprojekte für das neue Produkt zu vereinbaren.

„ABB hat ein neues Kapitel in der Geschichte der Elektrotechnik aufgeschlagen“, sagt Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB. „Dieser historische Durchbruch macht es möglich, das Netz der Zukunft zu errichten. Gleichstrom-Overlaynetze werden effizient und stabil Länder und Kontinente miteinander verbinden und die bestehenden Wechselstrom-Übertragungsnetze stärken.“

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