RapidTech 3D Erfurt: Hochkarätiges Fachforum Additive Fertigung dynamisch vorantreiben

Von Konrad Mücke

Neben der Präsentation von Verfahren und Bauteilen werden in Erfurt vor allem zahlreiche Fachvorträge über sämtliche Facetten des industriellen 3D-Drucks zahlreiche Besucher in das Messegelände locken.

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Innovationen: Unter anderem durch Verdüsen entstehen Metallpulver, die sich als Werkstoffe für den metallischen 3D-Druck eignen.
Innovationen: Unter anderem durch Verdüsen entstehen Metallpulver, die sich als Werkstoffe für den metallischen 3D-Druck eignen.
(Bild: Rosswag)

Additive Manufacturing (AM) als Verfahren zum flexiblen und kurzfristigen Herstellen hochwertiger Komponenten für beispielsweise den Maschinenbau, die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrt hat sich in den letzten Jahren in zahlreichen Fertigungsunternehmen bereits etabliert. Als sogenannte Schlüsseltechnologie ist es unumgänglich, um künftig wettbewerbsfähig produzieren zu können. Sehr dynamisch werden weitere Verfahrensvarianten, Technologieparameter und vor allem Werkstoffe entwickelt.

Keynotes geben Überblick

Führende Fachkräfte unter anderem von Airbus Helicopter, Autodesk, German-Emirati-Institute, nFrontier, Porsche, Procter & Gamble, Sauber und Toolcraft werden die rasch voranschreitende Entwicklung generativer Fertigungsverfahren in den jeweiligen Anwendungen aufzeigen. Beispielsweise erläutert Daniel Büning anhand der Kernidee des Unternehmens nFrontier, wie aus dem Verbinden der acht aufstrebenden Technologien AM, Virtual Reality, Robotik, Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Generatives Design, Internet der Dinge sowie 5G schnell und wirtschaftlich Produkte entwickelt werden können.

Fachforum vermittelt Expertenwissen

Zum Forum «Neues aus AM» werden Experten aus der Industrie den Stand der Technik vorstellen. Im Detail beschreiben sie unter anderem Erfahrungen rund um die Verfügbarkeit und die Zertifizierung qualifizierter Werkstoffe für den metallischen 3D-Druck. Auch jüngst erstmals verwirklichte Verfahren wie der sinterbasierte 3D-Druck aus Titan stehen im Fokus der Referenten. Zudem stellen die Experten ein grosses Spektrum an Verfahrensvarianten vor. Konstrukteure erhalten damit weitreichende Freiheiten, unter Berücksichtigung der jeweiligen Verfahrensmerkmale, Bauteile beliebig zu gestalten. Einige Referate konzentrieren sich beispielsweise auf das Mobilitätsinterieur der Zukunft. Dabei präsentieren die Spezialisten Konzepte zum ansprechenden Gestalten von Innenräumen in Fahrzeugen, Schiffen und Flugzeugen mit generativ gefertigten Bauteilen. Zudem richten sich die Vorträge auf spezielle Verfahren, wie das Direct Energy Deposition. Dabei wird Pulver oder Draht mit einem Laser oder einem Elektronenstrahl aufgeschmolzen und aufgetragen. Dieses Verfahren ist prädestiniert, grosse Bauteile herzustellen und einzelne, verschlissene Geometrien nachzuarbeiten.

SMM

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