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Von MES zu Industrie 4.0 Als Produktionsmaschinen das Twittern lernten ...

Redakteur: Luca Meister

In den Industriebetrieben der Zukunft bleibt nichts mehr wie es war. Künftig soll das intelligente Werkstück ohne fremde Hilfe den optimalen Weg durch die Fertigung finden. Damit diese autonomen Technosphären entstehen können, müssen Mensch, Produkt, Maschine und Werkzeug in einem engen Kommunikationsverbund entlang des Produktionsablaufs agieren. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei die Softwaresysteme – allen voran Manufacturing- Execution-Systeme.

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Der «Factory Monitor» von «Guardus MES» bietet Anwendern die Möglichkeit, Produktionsverläufe mobil zu visualisieren und zu überwachen.
Der «Factory Monitor» von «Guardus MES» bietet Anwendern die Möglichkeit, Produktionsverläufe mobil zu visualisieren und zu überwachen.
(Bild: Guardus Solutions)

mei. Manufacturing-Execution-Systeme, wie etwa «Guardus MES» der deutschen Guardus Solutions AG, sind Klebstoffe zwischen Automatisierungs- und ERP-Ebene und sind für die softwarebasierte Interaktion aller Akteure verantwortlich. Um diese Aufgabe jedoch erfüllen zu können, bedarf es einer Maschinenkommunikation ohne jegliche Sprachbarrieren – und genau hier liegt die Industrie-4.0-Vision im Argen.

Silberstreifen am Horizont

Bislang existieren keine etablierten Standards, die einen medienbruchfreien Datenfluss von und zwischen Produktionsanlagen unterschiedlichster Hersteller sicherstellen. Nun zeichnet sich eventuell ein Silberstreifen am Horizont ab. Der jüngst vorgestellte offene Kommunikationsstandard «MTConnect» der US-amerikanischen Gesellschaft für Produktionstechnologie (AMT – Association for Manufacturing Technology) könnte ein Baustein für die lang ersehnte und vor allem marktgerechte Lösung darstellen. «Es ist aktuell zu beobachten, dass sich internationale Produktionsanlagenhersteller der neuen Schnittstellentechnologie annehmen, um die Kommunikationsfähigkeit ihrer Anlagen auszubauen. Je nach dem, welche Dynamik diese Entwicklung annimmt, könnte sich endlich ein Standard durchsetzen, der, entgegen vieler anderer Ansätze, effizient und einfach zu implementieren ist. Und dies wäre auch im Zuge der internationalen MES-Standardisierung und -Marktdurchdringung ein echter Schritt in die Industrie-4.0-Zukunft», erklärt Andreas Kirsch, Leiter des DIN-Arbeitskreises MES und Convenor der ISO-Arbeitsgruppe WG9 für Manufacturing Operations Management (MOM) sowie Vorstand der Guardus Solutions AG.

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