Altran AG: Herausforderungen in der Zukunft

Redakteur: Anne Richter

>> Innovationen sind planbar und sie sind meistens kein Zufallsprodukt. Auf der Medical-Cluster-Insight-Veranstaltung bei Altran, dem europaweit führenden Innovationsberatungsunternehmen, wurden Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft sowie Lösungen und Herangehensweisen im Life-Science-Bereich diskutiert.

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Pausen und freie Zeit beim Insight-Anlass bei Altran wurden für Gespräche und Networking genutzt. (Bild: Anne Richter, SMM)
Pausen und freie Zeit beim Insight-Anlass bei Altran wurden für Gespräche und Networking genutzt. (Bild: Anne Richter, SMM)

Die Medizintechnik- und die gesamte Life-Science-Branche sind sehr innovativ. Patienten, Ärzte und Krankenkassen erwarten Neuentwicklungen und Neuheiten von den Herstellern und Zulieferern – um einerseits bessere Diagnose-, Heilungs- und Therapieerfolge zu erzielen, aber andererseits auch, um die Kosten in Grenzen zu halten.

Insight-Anlass zur Innovationsberatung

Altran ist ein europaweit führendes Technologie- und Engineering-Beratungsunternehmen und Partner für Innovationen und deshalb mit vielen Projekten im Life-Science-Bereich aktiv. Am 29. April organisierte Altran einen Insight-Anlass im Rahmen von Medical Cluster. Mehr als 70 Teilnehmer interessierten sich für das Thema der komplett in englischer Sprache abgehaltenen Veranstaltung «How to master future challenges in the Life Science Industry.»

Der Vorteil von Altran ist es, in allen innovationsgetriebenen Branchen aktiv zu sein. Neben dem Life-Science-Bereich liegen die Aktivitäten auf den Gebieten Luft- und Raumfahrt, Automotive, Energie inklusive erneuerbare Energien, Transport und Defence. Auf Grund der breiten fachlichen Aufstellung können Erkenntnisse und Lösungen leichter von einer Branche in eine andere transferiert werden.

Insgesamt bietet Altran ein sehr breites Spektrum an Beratungsleistungen an. So wurden auf dem Insight-Anlass die verschiedenen Geschäftsfelder von Altran vorgestellt: Informations- und Kommunikationstechnologien mit Information System Consulting (CIS), Technologie- und Innovationsberatung sowie Strategie- und Managementberatung mit den Tochterfirmen Arthur D. Little und De Valck Consultants.

Aktion statt Reaktion

Regulatorische Anforderungen und deren Einhaltung sind in der Medizintechnik und in der Pharmaindustrie ein Schlüsselfaktor für den internationalen Markteintritt, welcher schon in der Entwicklungsphase eines Produktes berücksichtigt werden muss. So beschäftigte sich ein Referat mit der Balance zwischen Regulatorien an die Produkte und Effizienz bei deren Herstellung. Vorgestellt wurde die Quality-Intelligence(QI-)Methode, die den gesamten Prozess unter Berücksichtigung von fünf Zielen zur Ausführung berücksichtigt: Risikomanagement, schlanke und flexible Prozesse, Gesamtkosten der Qualität, Bewusstsein über Qualität und Anforderungen, Wissensentwicklung. Das Ziel dabei ist es, dass Unternehmen agieren können, anstatt reagieren zu müssen.

Vom Ergebnis her denken: das ideale Endresultat

Ein weiteres Referatthema handelte von Wettbewerbsvorteilen durch systematische Innovationen und schöpferische Problemlösung. Auch hier gibt es viele verschiedene Herangehensweisen und Kreativitätstechniken. So müssen beispielsweise Marktbedürfnisse und Kundenbefragungen nicht zwangsläufig identisch sein, denn manchmal besteht der Markt einfach noch nicht. So hätten Kutschfahrer sich vor der Entwicklung des Autos wahrscheinlich einfach schnellere Pferde gewünscht und nicht in neuen Kategorien gedacht.

Auch ist es wichtig, vom Ergebnis her zu denken. Das ideale Endresultat wird definiert und von da aus rückwärts gegangen, wie es bei der Entwicklung des Insulin-Pens geschehen ist. Das ist oftmals effektiver, als ein Produkt Schritt für Schritt mühsam weiterzuentwickeln.

Neue Laser für Netzhautimplantate

Praktisch war das Referat zur Oberflächenanalyse bei künstlichen Netzhautimplantaten. Die Erkennung von Kratzern ist hier äusserst wichtig, da schon kleinste Kratzspuren im µ-Bereich zur Lockerung des Implantates führen können. Zusätzlich ist die optische Analyse von Glasoberflächen nicht einfach, da in der Wiedergabe Flecken entstehen. Als Kunde von Altran entwickelte das Unternehmen OGP (Optical Gaging Products) zwei neue modifizierte Laser zur Oberflächenkontrolle dieser Implantate, wobei wesentlich weniger Flecken auftreten. <<

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