Anca: Tool of the Year Anca hat auf der EMO Werkzeug des Jahres gekürt

Redakteur: Anne Richter

Der türkische Werkzeughersteller Turcar überzeugt mit komplexem Multifunktionswerkzeug und virtuellem Modell und gewinnt in beiden Preiskategorien den Anca-Wettbewerb «Tool of the Year 2021». Weitere Finalisten stammen aus Polen, USA und Japan.

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Pat Boland, Mitgründer von Anca: «Ziel des Wettbewerbs ist es, die unglaubliche Kreativität in unserer Branche zu würdigen, die ein Grundpfeiler der gesamten Fertigungsindustrie ist.»
Pat Boland, Mitgründer von Anca: «Ziel des Wettbewerbs ist es, die unglaubliche Kreativität in unserer Branche zu würdigen, die ein Grundpfeiler der gesamten Fertigungsindustrie ist.»
(Bild: Anca)

Mit 37 Einreichungen aus der ganzen Welt, 8500 abgegebenen Stimmen und über zwei Millionen Abrufen in den sozialen Medien stand der Anca-Wettbewerb «Tool of the Year 2021» auf der EMO Milano 2021 im Mittelpunkt des Interesses der Präzisionswerkzeugindustrie. Der Wettbewerb wurde zum vierten Mal ausgetragen und entwickelt sich zur globalen Leistungsschau der Branche, deren globales Volumen auf über 34 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Der diesjährige Wettbewerb war besonders hart umkämpft, da die Teilnehmer mit beeindruckenden Kenntnissen und Fertigkeiten die Grenzen des Möglichen ausreizten und so äusserst komplexe und innovative Werkzeuge präsentierten.

Turcar, Sieger in der Kategorie «Virtuelles Werkzeug» im letzten Jahr, gewann in diesem Jahr beide Kategorien, sowohl «#MadeonAnca» für die Entwicklung und Produktion eines Multifunktionswerkzeugs mit fünf unabhängigen Operationen als auch für die kreative und anspruchsvolle Anwendung der Anca-Software zur Entwicklung eines Jet-Modells. Rauf Ötzürk, Geschäftsführer bei Turcar, erläutert die Bedeutung des Wettbewerbs für sein Unternehmen: «Dieser Wettbewerb war für uns alle bei Turcar wirklich eine prägende Erfahrung. Nach dem Erfolg und der Lernerfahrung des letzten Jahres wollten wir dieses Mal noch einen Schritt vorwärts machen. Wir haben Ideen aus dem gesamten Unternehmen zusammengetragen und viele Anregungen für beide Kategorien erhalten.» Knapp dahinter folgte in der Kategorie #MadeonAnca der polnische Hersteller Fanar, der dritte Platz ging an Arch Cutting Tools aus den USA. Das gesamte Teilnehmerfeld bestach laut der Jury durch eine beeindruckende Anwendung von Software und Maschinen, was sich darin ausdrückte, dass vielfältige funktionale Werkzeuge mit hoher Qualität im Rahmen der Ausschreibung entstanden. Dies belegten die Messungen der Oberflächengüte und der Geometrien sowie die Schleifergebnisse.

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Pat Boland, Mitgründer von Anca, kommentierte: «Ziel des Wettbewerbs ist es, die unglaubliche Kreativität in unserer Branche zu würdigen, die ein Grundpfeiler der gesamten Fertigungsindustrie ist. In der Kategorie 'Virtuelles Werkzeug' waren Kreativität, Innovation und der erweiterte Einsatz von Anca CIM3D, den Turcar demonstrierte, herausragend. Und beim physischen Werkzeug führt die Komplexität, aber auch die Produktivität durch den Wegfall von Werkzeugwechseln durch die Kombination von Arbeitsschritten zu einer erheblichen Reduzierung der Zykluszeit für die Anwender. Mit diesem Werkzeug haben die Turcar-Experten wieder einmal unsere Software bis an die Grenzen ausgereizt.» Dank Kreativität und Einfallsreichtum belegte Turcar in der Kategorie «Innovativstes Werkzeug» erneut den ersten Platz mit einem Düsenflieger; der japanische Werkzeughersteller Kojima gewann den zweiten Preis mit einem farbenfrohen Tokyo Skytree und das türkische Unternehmen Rtech belegte den dritten Platz für sein nachgebildetes Konterfei von Mustafa Kemal Atatürk. Alle drei schafften es, ihr Werkzeug ohne Zeichnungen zu entwickeln und liessen stattdessen ihrer Fantasie bei der Gestaltung der Kunstwerke freien Lauf. -ari-

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