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Firmennachrichten Andritz wird neuer Grossaktionär bei Schuler

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

Die Gründerfamilie Schuler-Voith reglet die Nachfolge und verkauft ihren Anteil an der Schuler AG an die Österreichische Andritz AG. Damit zieht sich die Familie vollständig aus der Schuler AG zurück.

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Die Gründerfamilie Schuler-Voith verkauft ihr Aktienpaket an die österreichische Andritz AG.
Die Gründerfamilie Schuler-Voith verkauft ihr Aktienpaket an die österreichische Andritz AG.
(Bild: Schuler)

Die österreichische Andritz AG mit Sitz in Graz steigt als neuer Grossaktionär beim Göppinger Pressenhersteller Schuler ein. Der bisherige Hauptgesellschafter, die Schuler-Beteiligungen GmbH, gibt das von ihr gehaltene 38,5-Prozent-Anteilspaket komplett an den Technologie- und Maschinenbaukonzern Andritz ab. Der Kaufpreis soll 20,00 Euro je Aktie in bar betragen. Andritz hat angekündigt, den verbleibenden Aktionären der Schuler AG (61,5 Prozent des Grundkapitals) ein Übernahmeangebot ebenfalls in Höhe von 20,00 Euro je Aktie in bar unterbreiten zu wollen.

Gründerfamilie zieht sich zurück

Hinter der Schuler-Beteiligungen GmbH steht die Gründerfamilie Schuler-Voith, die sich damit vollständig aus der Schuler AG zurückzieht und auf diese Weise die Nachfolgefrage regelt.

„Die Schuler-Beteiligungen GmbH, über die die Familie Schuler-Voith ihre Beteiligung an der Schuler AG bislang gehalten hat, hat uns darüber informiert, dass sie ihren Anteil an der Schuler AG vollständig an Andritz veräussert hat. Wir bedauern das Ausscheiden der Familie Schuler-Voith nach 173 Jahren Firmengeschichte, haben aber Verständnis für diesen Schritt“, kommentierte Stefan Klebert, Vorstandsvorsitzender der Schuler AG den Aktionärswechsel.

Andritz AG - ein Milliardenkonzern

Andritz erzielte 2011 einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro und beschäftigt weltweit rund 17000 Mitarbeiter. Der 1852 in der steiermärkischen Landeshauptstadt gegründete Konzern ist ein weltweit führender Lieferant von Anlagen, Ausrüstungen und Serviceleistungen für Wasserkraftwerke, die Zellstoff- und Papierindustrie, die kommunale und industrielle Fest-Flüssig-Trennung, die Stahlindustrie sowie die Tierfutter- und Biomasse-Pelletsproduktion.

Über den Schuler Konzern

Der global agierende Schuler Konzern liefert Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen für die gesamte metallverarbeitende Industrie. Zu den Kunden gehören Automobilhersteller und -zulieferer sowie Unternehmen aus der Schmiede-, Hausgeräte-, Verpackungs-, Energie- und Elektroindustrie. Ausserdem ist Schuler führend auf dem Gebiet der Münztechnik und realisiert Systemlösungen in der Luft-, Raumfahrt- und Eisenbahnindustrie. Weltweit ist das Unternehmen mit rund 5200 Mitarbeitern mit eigenen Standorten und Vertretungen in 40 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2010/11 (30.09.) erzielte Schuler einen Umsatz von 958,5 Millionen Euro. Der Schuler Konzern geht auf eine 1839 von Louis Schuler gegründete Schlosserei im schwäbischen Göppingen zurück. Seit 1852 werden Blechbearbeitungsmaschinen hergestellt. <<

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