Blechbearbeitung

Aquatec GmbH: Vom Wasserstrahlzuschnitt zur fertigen Baugruppe

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Wasserstrahlschnitt ist materialschonend u. multimaterialfähig

«Im Unterschied zu Brenner, Laser oder Plasma tritt beim Wasserstrahlschneiden keine thermische Schädigung des Materials auf», sagt Meenen. Als Werkzeug dient ein Höchstdruck-Wasserstrahl mit bis zu 4000 bar. Damit lassen sich selbst Platten mit Wanddicken von mehr als 150 mm trennen. Der von Wasser durchströmte Schnittspalt bleibt dabei in allen Phasen der Bearbeitung völlig kalt. Vor allem bei vielen hoch legierten Stählen sowie Sonderwerkstoffen, die zum Teil äusserst empfindlich auf thermische Beanspruchungen reagieren, ist dies ein entscheidender Vorteil. Zudem vermeidet man auch den beim Einsatz thermischer Trennverfahren häufig auftretenden Verzug sowie Aufhärtungen oder gar Vorschädigungen bis hin zur Bildung von Kantenrissen. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Sichtbauteile aus Edelstahl, die keine Anlauffarben aufweisen dürfen. Der Wasserstrahl trennt im Übrigen nicht nur Metalle, sondern auch Verbundwerkstoffe, Kunststoffe, Glas oder Granit.

Auch im Vergleich zum Sägen hat der Wasserstrahl Vorteile. So ist der Schnittspalt äusserst dünn, so dass man fallweise aus einer Walzbramme gegebener Breite mehr Zuschnitte herausholen kann. Positiv ins Gewicht fällt auch die Option, den Schnitt schräg zu führen, was mit konventionellen Sägen nicht oder nur mit grösserem Aufwand möglich ist. Weiterer Pluspunkt des Wasserstrahlschneidens ist die Möglichkeit, Vorsprünge und Ausklinkungen gleich mitzuberücksichtigen.

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