Prodex 2016 Arbeits- und Prozesssicherheit an erster Stelle

Redakteur: Anne Richter

Mit den Folgeproblemen einer instabilen Emulsion hatte die Borner Mechanik AG zu kämpfen. Deswegen wurden Kühlschmierstoff-Experten von Blaser Swisslube ins Boot geholt. Das Resultat: Vervierfachung der Standzeit, 60 % Senkung der Entsorgungskosten, erhöhte Arbeitssicherheit.

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Heute setzt Borner Mechanik den KSS B-Cool 755 ein von Blaser, nach intensiver Prüfung und Reinigung: Der KSS zeichnet sich dadurch aus, dass er mit dem bei Borner verwendeten Materialmix von Aluminium und verschiedenen Stählen sehr gut umgehen kann.
Heute setzt Borner Mechanik den KSS B-Cool 755 ein von Blaser, nach intensiver Prüfung und Reinigung: Der KSS zeichnet sich dadurch aus, dass er mit dem bei Borner verwendeten Materialmix von Aluminium und verschiedenen Stählen sehr gut umgehen kann.
(Bild: Blaser Swisslube)

Im Jahr 1983 wurde die Borner Mechanik AG in Etziken gegründet. Im Laufe der Jahre hat sich das Familienunternehmen – seit 2008 in zweiter Generation von Roman Borner geführt – als Spezialist für die Bearbeitung von Grossteilen mit komplexen Geometrien in Klein- und Mittelserien etabliert. Für den Grossmotoren- und Komponentenbereich werden kundenspezifische Teile hergestellt, die aufgrund ihrer Komplexität nur mit dem nötigen Know-how gefertigt werden können.

Die Borner Mechanik AG sah sich in ihrer Werkhalle mit einer Problematik konfrontiert, die sich über einen längeren Zeitraum zusammengebraut hatte. «Wir haben niedrige Standzeiten des Kühlschmierstoffes und Verpilzungen im Produktionsprozess zu lange einfach hingenommen. Als es dann aber zu Hautausschlägen bei Mitarbeitern gekommen ist und die Verpilzungen so stark wurden, dass effizientes Arbeiten nicht mehr möglich war, mussten wir Grundlegendes ändern», berichtet Roman Borner, Inhaber und Geschäftsführer der Borner Mechanik AG.

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Nach einer Kontaktaufnahme mit Blaser Swisslube inspizierte Anwendungstechniker Hugo Gysin gemeinsam mit den Borner-Technikern die Produktionshallen. «Wenn eine Emulsion instabil ist, wird sie zur Brutstätte für Bakterien. Es gab starke Verpilzungen in Pumpen, Leitungen, Werkzeugträgern und Maschinenteilen», erinnert sich Gysin. Die instabile Emulsion musste alle zwei bis drei Monate gewechselt werden. Der Pilzbefall führte darüber hinaus zu Hautausschlägen bei einigen Mitarbeitern. Eine Situation, die so nicht mehr tolerierbar war.

Mit Kreativität gegen den Pilzbefall

Nach der gründlichen Inspektion und Analyse vor Ort empfahlen die Blaser-Experten einen nicht ganz alltäglichen Schritt, um optimale Startbedingungen für den neuen Kühlschmierstoff B-Cool 755 zu schaffen: Nach intensiver Reinigung und Desinfektion aller Leitungen, Pumpen und Maschinenteile wurde die Anlage zwischenzeitlich mit einem Blaser-Kühlschmierstoff befüllt, der Pilze rigoros abtötet. «Damit haben wir erreicht, dass die Pilze effektiv beseitigt wurden. Diese Reinigung war immens wichtig, um sicherzustellen, dass uns der Pilzbefall nicht weiterhin begleitet», erklärt Gysin. Erst nach diesem Zwischenschritt wurde der Kühlschmierstoff B-Cool 755 eingefüllt. «B-Cool 755 zeichnet sich dadurch aus, dass er mit dem bei Borner verwendeten Materialmix von Aluminium und verschiedenen Stählen sehr gut umgehen kann. Deswegen haben wir uns nach Absprache mit dem Blaser-Kundenservice und der Borner Mechanik AG für diesen Kühlschmierstoff entschieden», berichtet der Fachmann.

Vervierfachung der Standzeit

Mittlerweile ist der neue Kühlschmierstoff seit 14 Monaten im Einsatz – das entspricht einer Vervierfachung der Standzeit. Als direkte Folge des viel stabileren Kühlschmierstoffes konnten die Entsorgungskosten um 60 Prozent gesenkt werden. «Die Optimierung des Kühlschmierstoffes und die kompetente Beratung vor Ort führte dazu, dass die Maschinenverfügbarkeit gesichert und der Emulsionswechsel nun planbar ist. Das bedeutet für uns einen Produktivitätsschub», ist Roman Borner zufrieden. Noch wichtiger als die optimierte Produktivität ist die Gesundheit der Mitarbeiter. «Der Wechsel hatte unmittelbar positive Auswirkungen. Seit wir mit dem neuen Kühlschmierstoff arbeiten, gab es keine gesundheitlichen Probleme mehr», berichtet Borner.

Die enge Kooperation mit Blaser Swisslube will Borner Mechanik AG fortführen. So soll auch künftig an der weiteren Optimierung der Effizienz gearbeitet werden. «Neben dem Know-how in Sachen Emulsion, das Blaser Swisslube im Zuge der Beratungen eingebracht hat, ist uns vor allem der ganzheit­liche Ansatz wichtig. Nur so können wir unsere Produktivität in Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner weiter steigern», bekräftigt der Geschäftsführer. Genau diesen gesamtheitlichen Ansatz stellt auch Hugo Gysin in den Mittelpunkt: «Wenn wir über Kühlschmierstoffe sprechen, geht es nicht nur um Werkzeugstandzeiten. Es geht auch um Arbeits- und Prozesssicherheit, Nachhaltigkeit und ökonomische Optimierungen. Deswegen sprechen wir vom ‹flüssigen Werkzeug›. Nur ein optimal abgestimmter Kühlschmierstoff erzielt einen messbaren Mehrwert für den Kunden», erläutert Gysin.

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Blaser Swisslube

Blaser Swisslube ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Schmierstoffbranche. Das Unternehmen entwickelt, produziert und verkauft qualitativ hochwertige Kühlschmierstoffe. Mit den Blaser-Kühlschmierstoffen fertigen die Kunden weltweit erfolgreich kleinste Teile in der Uhrenindustrie oder Medizintechnik bis hin zu riesigen Strukturelementen im Flugzeugbau sowie kritische seriengefertigte Automobilteile. -ari- SMM

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