Den perfekten Antrieb finden Auf der Suche nach dem passenden Antrieb

Redakteur: Silvano Böni

Antriebssysteme zählen im Maschinenbau zu den zentralen Schlüsselkomponenten und sind mitentscheidend für die Performance der Maschine. Doch wie findet man den für seine Aufgabe den richtigen Antrieb? Ein strukturiertes Auswahlverfahren ist Pflicht für jeden – dabei helfen kann die Pantec Engineering AG.

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(Bild: Pantec)

Kurze Lieferzeiten, hohe Zuverlässigkeit und globale Einsetzbarkeit sowie langfristige Verfügbarkeit oder schneller Service in den Hauptmärkten sind nicht jene Themen, die bei der Antriebsauswahl von Beginn an im Fokus stehen. Zu sehr wird die Betrachtung oft von technischen Parametern getrieben. Doch der wirtschaftliche Erfolg einer Maschine über den gesamten Produktlebenszyklus wird neben der technischen Funktionalität massgeblich durch diese Faktoren entschieden. Denn sie sind es, die langfristig die Reputation der Produkte am Markt bestimmen und den Aufwand für Serviceleistungen und laufende Pflege auf Seiten des Maschinenherstellers definieren.

Klar vorgegebener Kundenwunsch

2014 wandte sich ein Schweizer Maschinenhersteller, welcher die Entwicklung einer neuen Maschinengeneration vorbereitete, zur Auswahl des Antriebssystems an die Pantec Engineering AG, einem Systemhaus für Steuerungslösungen im Maschinen- und Anlagenbau, um deren Erfahrung im Bereich der Evaluierung von Schlüsselkomponenten zu nutzen. «Das jahrelang eingesetzte Servoantriebssystem entsprach nicht mehr dem Stand der Technik», fasst Stefan Safran, Projektverantwortlicher bei Pantec, die Ausgangssituation zusammen. Die Aufgabenstellung des Maschinenherstellers war klar: Für die Neuentwicklung sollte unter Berücksichtigung aller relevanter Aspekte das langfristig bestgeeignete Antriebssystem gefunden werden.

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In vier Stufen von der Masse zur Klasse

«Die Anforderungen seitens des Kunden waren anfangs sehr rudimentär», so Stefan Safran. «Für den Kunden gab es zu Beginn einige Basiskriterien wie die Verfügbarkeit einer Ethercat-Schnittstelle, ein internationales Vertriebsnetz des Herstellers sowie ein fix vorgegebener Leistungsbereich.» In der gemeinsamen Diskussion zeigte sich der Kunde dann aber schnell begeistert von dem Vier-Stufen-Modell, welches Pantec für den Ablauf empfahl: «Der vierstufige Evaluierungstrichter selektiert schrittweise nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien, welche mit zunehmendem Fortschritt immer detaillierter untersucht werden», erklärt Stefan Safran. «Vor dem Projektstart erstellten wir gemeinsam mit dem Kunden auf Basis unserer umfassenden Checklisten für jede Stufe einen Bewertungskatalog, der eine möglichst objektive und vor allem fundierte Beurteilung ermöglicht.»

Breitgefasster Start, effektive Selektion

Für die erste Stufe stellte Pantec eine Liste mit 100 Antriebssystemherstellern bereit. Daraus wurden aufgrund erweiterter Basiskriterien rund 30 mögliche Anbieter herausgefiltert, welche im Folgenden einer genaueren Betrachtung unterzogen wurden. «In der folgenden Stufe standen neben den Möglichkeiten hinsichtlich Motoren- und Gebertypen, Sicherheit und Kühlung auch Fragen zum Reifegrad des Antriebssystems, Vertriebs- und Servicenetzwerk sowie die zu erwartenden Lieferzeiten im Vordergrund. So konnten wir bereits in einer frühen Phase die Spreu vom Weizen trennen», beschreibt Stefan Safran die Zielsetzung der zweiten Stufe. Die zehn daraus erstgereihten Unternehmen erhielten in der Folge von Pantec eine Einladung zu einem Hearing. Dieses wurde entsprechend einer umfangreichen Agenden-Liste durchgeführt. «Am Ende lag eine Auswertung vor uns, die es uns ermöglichte, für die konkrete Aufgabenstellung die drei besten Antriebshersteller herauszufiltern», führt Stefan Safran weiter aus.

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