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Die Zunahme der privaten Binnennachfrage wird auch in den kommenden Monaten bescheidener ausfallen, als es noch zum Jahresbeginn 2012 zu beobachten war. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen leidet unter den schwach ausgelasteten Kapazitäten in vielen Bereichen des industriellen Sektors. Hinzu kommt die nach wie vor hohe allgemeine Unsicherheit bezüglich des Fortgangs der konjunkturellen Entwicklung.
Einer beschleunigten Zunahme der privaten Konsumausgaben stehen insbesondere die trotz der bis zuletzt sehr robusten Beschäftigungsentwicklung wieder leicht steigenden Arbeitslosenzahlen und allgemein verhalteneren Beschäftigungsaussichten entgegen. Gleichwohl bleibt der private Konsum eine wichtige Stütze der Schweizer Wirtschaft. Das gleiche gilt für das Schweizer Baugewerbe.
Exporte nehmen 2013 Fahrt auf
Während die Binnennachfrage etwas an positiver Dynamik verliert, gibt sich das Exportumfeld für den Jahresdurschnitt 2013 insgesamt freundlicher als es im Jahr 2012 der Fall war. In den USA mehren sich die Anzeichen für eine nachhaltige konjunkturelle Erholung, die chinesische Volkswirtschaft scheint die scharfe Wachstumsdelle der letzten Monate bereits überwunden zu haben.
Weniger optimistisch stimmen die aktuellen Indikatoren für die Eurozone. Nach einer nochmals verstärkten Talfahrt im Schlussquartal 2012 zeichnet sich jedoch für die kommenden Monate eine allmähliche Stabilisierung ab.
In der Summe der genannten Faktoren geht BAK Basel für den Jahresdurchschnitt 2013 wieder von einem leicht positiven Wachstumsbeitrag des Schweizer Aussenhandels aus. Für das reale Bruttoinlandsprodukt erwartet BAK Basel nach wie vor eine Zunahme von 1,2 Prozent (2012: +0,9%). Die Schweizer Arbeitslosigkeit dürfte in den kommenden Monaten bis auf 3,2 Prozent ansteigen (saisonbereinigt, Stand Oktober 2012: 3,0%) und dieses Niveau bis zum Jahresende 2013 beibehalten. <<
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