Aus dicken Blechen produziert Zeisler im bayerischen Vilshofen einbaufertige Komponenten. An dicken, brenngeschnittenen Blechen sind Grate zu entfernen und die Kanten zu verrunden. Bewährt hat sich eine Entgrat- und Schleifmaschine von der Hans Weber Maschinenfabrik GmbH.
Gratfrei und sauber verrundete Dickbleche: Die Zeisler-Metallbearbeitung profitiert vom automatisierten Entgraten und Schleifen auf Maschinen von Weber.
(Bild: Dietmar Kuhn)
Bei einem Rundgang durch das Auslieferungslager der Zeisler Metallbearbeitung GmbH & Co. KG im bayerischen Vilshofen lassen Besucher gern ihre Finger über die geschnittenen Bleche gleiten. Die sauberen, glatten und verrundeten Kanten laden dazu ein. Bei brenngeschnittenen Blechen ist das allerdings eher ungewöhnlich, rechnet man doch mit scharfen Graten und rauen Kanten. Entgratete und verrundete Kanten erfüllen allerdings nicht nur optische, sondern auch technologische Forderungen. «Insbesondere zum Fügen und Schweissen benötigen wir exakt bearbeitete Kanten», erläutert Kurt Zeisler. «Zudem halten Lackierungen wesentlich besser und die Genauigkeit der montierten Komponenten ist deutlich höher», ergänzt er. Vor knapp 30 Jahren hat er das Unternehmen als Lohnschweissbetrieb gegründet. Heute führt er gemeinsam mit seinen zwei Söhnen Joachim und Jürgen den inzwischen auf 127 Mitarbeiter angewachsenen Betrieb. Jährlich werden aus bis zu 10 000 t Stahlblech Baugruppen vornehmlich für Gabelstaplerhersteller produziert. Auftraggeber schätzen vor allem die hohe Qualität und die Zuverlässigkeit von Zeisler. Um diese stets erfüllen zu können, verfügen die niederbayerischen Metallbauer über ein breites Spektrum an Abkant- und Biegemaschinen, eine Brennschneidanlage, mehrere Laserschneidanlagen sowie über eine Vielzahl an Schweissarbeitsplätzen, einige davon mit Schweissrobotern ausgestattet. Erforderliche Werkzeuge und Vorrichtungen entwickeln und fertigen die Blechteilezulieferer überwiegend selbst. Für die spanende Bearbeitung stehen vier CNC-Grossbohrwerke und mehrere kleine CNC-Bearbeitungszentren zur Verfügung.
Verzug tolerieren und ausgleichen
Um die Qualität der gefertigten Komponenten zu gewährleisten, sind vor allem dickere, brenngeschnittene Bleche sorgfältig zu entgraten. In Vilshofen erledigten das ehemals fünf oder sechs Mitarbeiter, je nach abzuarbeitenden Aufträgen auch mehr. «Dabei hatten die Fachkräfte Knochenarbeit zu leisten», berichtet Joachim Zeisler und fügt an: «Zudem fehlten die mit Entgraten und Schleifen beschäftigten Mitarbeiter an anderen, weitaus wichtigeren, weil produktiven Arbeitsplätzen.»
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Deshalb entschieden sich die Zeislers, das Entgraten und Verrunden von Kanten an geschnittenen Blechen mit einer Entgrat- und Schleifmaschine der Reihe MK von der Hans Weber Maschinenfabrik GmbH, Kronach, zu automatisieren. «Damit haben wir den Lärm und den Staub eliminiert, und die Mitarbeiter können andere, wertschöpfendere Arbeiten erledigen», erläutert Kurt Zeisler.
Vor allem grössere und 4 bis 120 mm dicke Bleche entgratet Zeisler jetzt automatisiert auf der Maschine MK1P. Besondere Vorteile hat dabei der von Weber entwickelte Bolzenschleifbalken. Dieser, bei Weber als STC bezeichnet, verbindet die Vorteile hoher Abtragsraten beim Walzenschleifen mit der ebenen Schleifzone und dem grossen Toleranzausgleich beim Kissenschleifen. Bis zu 4 mm Toleranz gleicht der Bolzenschleifbalken problemlos aus. Er bewältigt somit allen an den dicken Blechen üblich auftretenden Verzug und mögliche Toleranzen in der Bauteildicke. Insbesondere grossformatige und dickere Bleche verziehen sich nach dem Zuschnitt häufig um mehrere Millimeter. Da der Bolzenschleifbalken ohne punktuelle Überlastung arbeitet – wie sie beim Walzenschleifen auftritt –, vervielfacht sich auch die Lebensdauer der Schleifbänder. Das reduziert die Betriebskosten erheblich. Besonders beeindruckend sind das gleichmässige Schleifergebnis und damit die Bauteilqualität sowie die hohe Produktivität beim Entgraten und Schleifen in Serien. Korrekturen an der Maschineneinstellung erübrigen sich bei gleichbleibenden Bauteilen.
Planetenschleifkopf verrundet Kanten
Für die perfekte Kantenverrundung hat Weber den Planetenkopf DR entwickelt. Er bewegt sich vergleichbar einem Planetengetriebe und verwirklicht so eine optimale Verrundung sowohl an Aussen- als auch an Innenkonturen. Die Werkzeuge sind in einer kompakten Bearbeitungsstation gruppenweise auf Planetenköpfen zusammengefasst. Zeisler wählte für seine Maschine den Planetenkopf P6, der sechs Werkzeuge trägt. Insgesamt sind vier Planetenköpfe in zwei Reihen überlappend angeordnet. Das sorgt einerseits für ein besseres Verrundungsergebnis, andererseits verschleissen die Schleifmittel weniger. Maschinen der Baureihe MK von Weber gibt es in unterschiedlichen Baugrössen und Konfigurationen mit 600 bis 2000 mm Arbeitsbreite. Auf maximal vier Schleifstationen (bei Zeisler sind es zwei) können Werkstücke von 4 bis 120 mm Dicke entgratet und verrundet werden. Gearbeitet wird einseitig im Trockenschliff. Ist eine zweiseitige Bearbeitung erforderlich, kann eine von unten schleifende Maschineneinheit angebaut werden. Ergonomisch günstig für die Bediener liegen die Bleche auf dem 900 mm hoch angeordneten Arbeitstisch. Wie Zeisler hervorhebt, profitiert sein Betrieb von insgesamt fünf Vorteilen der kompakten und robusten Entgrat- und Verrundungsschleifmaschinen von Weber: hohe Produktivität, geräuscharmes und staubfreies Arbeiten, Flexibilität für wechselnde Werkstücke, einfache Bedienung und nahezu wartungsfreier Betrieb. SMM
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Stand vom 30.10.2020
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