MT Robot an der Siams Autonome Transportsysteme

Redakteur: Silvano Böni

Auf dem Markt gibt es viele Systeme und Werkzeuge welche das Ziel verfolgen, die Produktivität von logistischen Prozessen zu optimieren. Hierzu gehören mobile Roboter und mobile Transportroboter. Die Komplexität dieser Systeme macht eine Messbarkeit aber schwierig. Die Investitionsentscheidungen sind demzufolge strategischer Natur und meist von langfristiger Dauer.

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Optimierte Prozesse in Zeiten der Industrie 4.0. Mobile Roboter und autonome Transportsysteme können dabei helfen.
Optimierte Prozesse in Zeiten der Industrie 4.0. Mobile Roboter und autonome Transportsysteme können dabei helfen.
(Bild: MT Robot)

Welche Rolle können mobile Roboter zur Erreichung der Ziele von Industrie 4.0 einnehmen und wie können diese die Produktivität von logistischen Prozessen optimieren? Ein wichtiger Aspekt stellt hierbei die Flexibilität hinsichtlich der Produktionsmengen dar. Hierbei stehen Kleinserien und Prototypenfertigung im Fokus der Unternehmen. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die Optimierung der Maschinenauslastung und die Verkürzung von Stillstandzeiten.

Optimierung der Prozesse

In vielen mittelständischen Unternehmen wird nach wie vor einschichtig gearbeitet. Dies bedeutet, dass die Maschinen nur ein Drittel der Zeit laufen beziehungsweise ausgelastet sind. Vergleicht man diese Zeit mit der Stillstandzeit, welche durch einen Werkzeugwechsel verursacht wird, so ist dies im Vergleich eine relativ lange Zeitspanne. Die Aufgabe der mobilen Roboter beziehungsweise Transportroboter besteht darin, bei der Optimierung dieser Prozesse behilflich zu sein. Die Kombination beider Roboter innerhalb des Prozesses erzielt hierbei einen Synergieeffekt. In zentralen Materialspeichern wird während einer Schicht Material gerichtet. Statt der Automatisierung einer jeden einzelnen Maschine wird der mobile Roboter genutzt, um Werkstücke zu wechseln. Die Ver- und Entsorgung der Teile erfolgt durch den Transportroboter. Während des normalen Produktionsbetriebes übernehmen die Transportroboter die Materialversorgung, die Anlieferung von Werkzeugen und die Verkettung der Produktionsstufen. Das Personal wird weiterhin benötigt. Es kann sich allerdings auf zentrale, qualitativ hochwertige und anspruchsvolle Tätigkeiten konzentrieren (beispielsweise Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung). Dies wiederum erfordert von der Infrastruktur eine hohe Fähigkeit der Wandelbarkeit und Flexibilität. Eine nachhaltige Verbesserung der Produktivität und Kostensenkung ist die Folge. Zudem kann die Maschinennutzungsdauer verdoppelt oder gar verdreifacht werden.

Dieser Ansatz eignet sich besonders für die Fertigung von Kleinserien oder für die Produktion von Halbzeugnissen, welche für eine nachfolgende Serienproduktion benötigt werden. Eine Auswertung der im Betrieb gesammelten Daten stellt die Basis für zukünftige Optimierungen dar. Ein weiterer und wichtiger Schritt zur vernetzten Produktion und zu Industrie 4.0. <<

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