Siemens: Sicher autonom unterwegs KI leitet und überwacht AGV und AMR

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Siemens wird den «Operations Copilot» künftig auch in fahrerlose Transportsysteme und mobile Roboter integrieren. Dieser industrielle Copilot zur Bedienung und Wartung von Maschinen fungiert dabei als Benutzeroberfläche für den Menschen.

Siemens hat seine Software  «Operations Copilot» um KI-Agenten für mobile Transportroboter erweitert, um deren Programmierung und Bedienung zu vereinfachen sowie zuverlässig sichere Fahrbewegungen zu gewährleisten.(Bild:  Siemens)
Siemens hat seine Software «Operations Copilot» um KI-Agenten für mobile Transportroboter erweitert, um deren Programmierung und Bedienung zu vereinfachen sowie zuverlässig sichere Fahrbewegungen zu gewährleisten.
(Bild: Siemens)

Mobile Transportroboter werden zunehmend als autonome physische Agenten durch künstliche Intelligenz (KI) ausgesteuert. Über die Schnittstelle «Operations Copilot» kann der Anwender autonome mobile Roboter (AMRs) und fahrerlose Transportsysteme (englisch: Automated Guided Vehicles – AGVs) konfigurieren und anweisen, Materialien und Güter über den Shopfloor zu transportieren. Das ist ein weiterer Baustein zum Automatisieren der Automatisierung in einer Fabrik mithilfe generativer KI.

Agenten für AMR und AGV integrieren

In einem weiteren Schritt plant Siemens, die Funktionalitäten des «Operations Copilot» mit KI-Agenten zu erweitern, die speziell für den Einsatz von AMR und AGV entwickelt wurden. Diese unterstützen sowohl bei der Inbetriebnahme als auch beim Betrieb einzelner AGV oder ganzer Flotten. Insbesondere die Inbetriebnahme ist ein komplexer und aufwändiger Prozess. AGV müssen in bestehende IT- und OT-Netzwerke einer Fabrik integriert und an individuelle Gegebenheiten wie Fahrwege oder Übergabestationen angepasst werden. Hierfür setzen Ingenieure den «Operations Copilot» ein, der sich durch die Sensorik und Kameras der AGV ein präzises Bild der Umgebung verschafft. Über die Agenten kann das Steuerungssystem auf sämtliche technische Dokumentationen der AGV-Komponenten sowie auf Echtzeitdaten zugreifen. Dadurch können Inbetriebnehmer und Bedienpersonal effizienter arbeiten, Fehler schneller identifizieren und eine reibungslose Inbetriebnahme sicherstellen. Rainer Brehm, CEO Factory Automation bei Siemens, erläutert dazu: «Mit der Erweiterung des Operations Copilot um physische und virtuelle KI-Agenten schaffen wir eine neue Ebene der Interaktion zwischen Mensch, Robotik und KI. So ermöglichen wir unseren Kunden, autonome Transportsysteme schneller in Betrieb zu nehmen, effizienter zu betreiben und sicherer zu gestalten – ein weiterer Schritt auf dem Weg zur autonomen Fabrik.»

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Software für sichere Bewegungen

AGV sind mit unterschiedlichen Navigations- und Sensorikfunktionen ausgestattet. Sie bewegen sich – ohne direktes menschliches Eingreifen – sicher und kontrolliert in einer Produktions- oder Intralogistikumgebung. Befinden sich Menschen oder Gegenstände im Fahrweg, halten die AGV an oder drosseln ihre Geschwindigkeit und umfahren das Hindernis. Die von Siemens jüngst verwirklichte Software «Safe Velocity ermöglicht Anwendern, die Geschwindigkeit selbstfahrender Transportsysteme fehlersicher zu überwachen, damit die Schutzfelder von Sicherheitslaserscannern dynamisch umgeschaltet werden können. Die vom TÜV zertifizierte Software ist mit der Hard- und Software unterschiedlicher AGV-Hersteller kompatibel und ergänzt die bestehenden Sicherheitssysteme, um hohen Sicherheitsstandards in der Produktion gerecht zu werden. Der reduzierte Bedarf an zusätzlicher Safety-Hardware vermindert wertvollen Bauraum im Fahrzeug, vereinfacht die Systemarchitektur sowie das Engineering und minimiert den Verkabelungsaufwand, ohne Kompromisse bei der funktionalen Sicherheit einzugehen.

Künftig gemeinsam agieren

Künftig soll der «Operations Copilot» mit KI-Agenten wie «Safe Velocity» interagieren, um gezielt Informationen der Sicherheitslaserscanner oder der Geschwindigkeit der AGV auszuwerten. Der virtuelle Safe-Velocity-Agent verfügt über spezifisches Know-how zur Überwachung von AGV und kann auf andere Agenten für AGV- und AMR-Applikationen zugreifen. Somit schafft Siemens ein Multi-Agenten-System, in dem der «Operations Copilot» sowohl physische als auch virtuelle KI-Agenten steuert, damit diese eng zusammenarbeiten und die digitale mit der realen Welt besser verknüpfen.

(kmu)

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