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Privater Konsum Pfeiler der Konjunktur
Trotz der verhaltenen Stimmung expandierte der private Konsum im Jahr 2012 um aussergewöhnlich kräftige 2.5 Prozent. Dies wurde gestützt von der Entwicklung der realen Einkommen, die ihrerseits durch die rege Zuwanderung und die anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung getragen wurden. Einen zusätzlichen Stimulus bildeten die rückläufigen Konsumentenpreise (-0.7%). Die Impulse dieser Wachstumstreiber dürften im laufenden Jahr nachlassen. Das gilt insbesondere für den gesamtwirtschaftlichen Beschäftigungsaufbau, welcher sich gegenüber 2012 spürbar verlangsamt.
Konjunkturellen Risiken
Von binnenwirtschaftlicher Seite scheinen die negativen Risiken im betrachteten Prognosezeitraum bis 2014 eher vernachlässigbar.
Aus aussenwirtschaftlicher Sicht gibt sich die Relation von positiven und negativen Risiken ausgeglichener. So ist die Eintrittswahrscheinlichkeit für das Extremrisiko eines Auseinanderbrechens der Eurozone in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen. Das starke Wahlergebnis der Eurokritischen Parteien in Italien zeigt jedoch, dass weiterhin ein Risikopotenzial besteht und schnell wieder akut werden könnte. Ein erneutes Aufflammen der Eurokrise ist trotz insgesamt reduzierter Wahrscheinlichkeit keineswegs ausgeschlossen.
Alternativszenario „Euro Break Up“
Zwar ist die Wahrscheinlichkeit deutlich gesunken, die Folgen eines Auseinanderbrechens der Eurozone wären jedoch auch für die Schweiz dramatisch. BAk Basel geht bei diesem Szenario davon aus, dass Griechenland, Portugal, Irland, Italien, Spanien sowie Zypern Anfang 2014 die Eurozone verlassen werden. Gemäss den Simulationsrechnung würde die Schweizer Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2014 um 1.5 Prozent zurückgehen, anstelle um 1.9 Prozent zu wachsen. <<
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