Logistik und Fördertechnik

Bauberger AG: Kniffliges Einbringen eines 56-Tonnen Generators

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Drei Transportspezialisten im Spiel

Mitte Februar 2012 war es schliesslich so weit. Die 56 Tonnen wiegende Maschine konnte ihre Reise in die Innerschweiz antreten. Geliefert wurde der feuerrote Synchrongenerator mit einem Durchmesser von 3,5 m und einer Länge von 4,8 m von den Lloyd Dynamowerken LDW aus Bremen. Den Transport von Norddeutschland nach Obermatt bei Engelberg besorgte eine internationale Speditionsfirma. Für das Abladen und das Einbringen war die Fanger Kran AG und last but not least die Bauberger AG zuständig. Dass gerade drei Transportspezialisten zum Zuge kamen, zeigen die komplexen Hintergründe des Projektes: Zum einen steckt nicht nur viel Technik, sondern auch kostbare Tradition und kulturhistorischer Wert im Kraftwerk Obermatt, sodass bei der Einbringung der massigen Generatorenmaschine am Gebäude keine Veränderungen vorgenommen werden durften.

Der andere knifflige Aspekt war das Timing: Der Einbau des Generators musste unbedingt im Winter, also vor der Schneeschmelze stattfinden, solange die das Kraftwerk überflutenden Wasserströme ausbleiben. Gleichzeitig mussten die Strassen schwarz geräumt sein, damit der Zehn-Achser die relativ kurvenreiche Strasse nach Engelberg problemlos passieren konnte. Diese beiden Voraussetzungen unter einen Hut zu bringen, war ausgerechnet in diesem Winter mit seinen rekordmässigen Schneemassen und Tiefsttemperaturen kein leichtes Unterfangen. «Eine Woche vor der geplanten Anfahrt hat es nochmals kräftig geschneit, sodass wir bereits an eine Verschiebung des Transports dachten», sagt Rolf Stalder, «doch dann tat sich der Himmel plötzlich auf und das Wetter zeigte sich an den drei betroffenen Tagen von seiner schönen Seite.»

Enge Platzverhältnisseals Herausforderung

Der teilweise von der Polizei eskortierte Transport nach Obermatt klappte tadellos. Der reibungslosen Anfahrt folgte ein perfektes Abladen, Einbringen, Aufrichten und Justieren. «Das Einheben der Maschinen klappte wunderbar. Mit einem Autokran der Fanger Kran AG wurde der Generator zuerst vom Schwerlast-LKW auf einen Spezialanhänger (4-achsig; alle Räder gelenkt) umgeladen und anschliessend hinter das Gebäude gestossen», erzählt Marcel Bach, Geschäftsführer der Bauberger AG, der an der Aktion vor Ort mitarbeitete. «Wir haben den Generator hinter dem Haus mit einer Hubanlage vom Spezialtransporter abgeladen, hängend um 90 Grad gedreht und mit einem 120-Tonnen-Schwerlastfahrwerk ins Gebäude gezogen. Mit einer zweiten Hubanlage und dem Hallenkran wurde der Generator aufgerichtet und schliesslich millimetergenau auf das Fundament abgesetzt.»

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