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Newemag-Kundenevent Bessere Stückkosten dank Automation

| Redakteur: Anne Richter

Auch Kleinunternehmen können sehr wettbewerbsfähig fertigen – automatisiert, rund um die Uhr und sieben Tage die Woche. Tscharner Mechanik präsentierte beim Newemag-Kundenevent seine vollautomatisierte Fertigungszelle mit der Hedelius Acura 65 und der Automationslösung BMO Titanum 180.

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Beim Newemag-Kundenevent am 10.9.2020 präsentierte Tscharner Mechanik seine vollautomatisierte Fertigungszelle mit der Hedelius Acura 65 und der Automationslösung BMO Titanum 180.
Beim Newemag-Kundenevent am 10.9.2020 präsentierte Tscharner Mechanik seine vollautomatisierte Fertigungszelle mit der Hedelius Acura 65 und der Automationslösung BMO Titanum 180.
(Bild: Anne Richter, SMM)

Am 10.9.2020 hat die Newemag AG zu einem Kundenanlass eingeladen. Diesmal nicht an den Firmensitz in Eschenbach, sondern zu einem Kunden, die Tscharner Mechanik AG in Schiers. Die Tscharner Mechanik AG ist ein Kleinunternehmen mit acht Mitarbeitern, das seit der Unternehmensgründung auf Automation setzt. Die letzte Investition des Lohnfertigers, eine vollautomatisierte Fertigungszelle mit 5-Achs-Bearbeitungszentrum Hedelius Acura 65 und Automationslösung BMO Titanum 180 ermöglicht Tscharner Mechanik, 24 Stunden und 7 Tage in der Woche automatisiert zu fertigen und damit sehr wettbewerbsfähig zu sein. Als Schweizer Handelspartner von Hedelius hat Newemag zu Tscharner Mechanik eingeladen, um die Fertigungszelle mit Automationslösung Kunden und potenziellen Kunden vorzustellen. «Wir richten uns mit der Veranstaltung vorrangig an Praktiker, die die Kaufentscheidungen fällen oder auch vorbereiten. Wir wollen den Teilnehmern zeigen, dass mit entsprechender Automation auch Kleinunternehmen in der Lage sind, zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen zu fertigen», berichtet Newemag-Geschäftsführer Pirmin Zehnder.

Automation mit Fokus Flexibilität

Zu diesem Zweck war auch der Geschäftsführer und Gründer von BMO, Frank Biemans, von den Niederlanden ins Prättigau zu Tscharner Mechanik gereist. BMO wurde im Jahr 2005 gegründet und steht für Biemans Metaalbewerking Ospel. Als BMO Automation hat das niederländische Unternehmen ausgewiesene Expertise bei der Automation von CNC-Bearbeitungszentren. Es ist Hersteller und Lieferant von Automatisierungslösungen für die Beladung von CNC-Dreh- und Fräsmaschinen. Dabei steht bei der Produktentwicklung die Flexibilität an oberster Stelle. «Flexibilität und damit schnelle Wechsel sind bei uns wichtiger als andere Kriterien», trägt Frank Biemans vor und ergänzt: «Unser Ziel ist immer, die Rüstzeit gegen Null zu senken.» Zwei Produktlinien hat das inzwischen 40 Mitarbeiter grosse Unternehmen bisher auf den Markt gebracht: die Platinum- und die Titanium-Serie. Für das Jahr 2021 ist mit der Iridium-Serie ein drittes Produkt in Planung.

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Bis heute hat BMO rund 200 Automationslösungen vor allem in der DACH-Region verkauft. Bei Tscharner Mechanik ist mit der BMO Titanium 180 die grösste und umfangreichste Automationslösung im Einsatz. Mit zwei Rüststationen bietet diese Automationslösung ein Maximum an Flexibilität und Produktivität, da immer eine sehr schnelle Bestückung gewährleistet ist.

Auch wenn Automation und Werkzeugmaschine nicht aus einem Haus kommen, bietet Newemag seinen Kunden komplette Lösungen an. «Der Kunde hat dadurch nur einen Ansprechpartner und die Verantwortung ist genau geklärt», berichtet P. Zehnder. Hinzu kommt, dass BMO Partnerschaften mit verschiedenen Werkzeugmaschinen-Herstellern u. a. auch mit Hedelius eingegangen ist. So kann Hedelius Werkzeugmaschinen liefern, die speziell für eine BMO-Automation vorbereitet sind. Aber auch Hedelius unterhält als Werkzeugmaschinenhersteller Partnerschaften mit verschiedenen Anbietern (Erowa und Indumatic) von Automationslösungen und bietet seit Kurzem auch eine eigene Lösung zur Automation an.

SMM Kongress und SMM FertigungsFORUM

18. November 2020, Forum Messe Luzern

Fachwissen für die Fertigungsindustrie

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Treffen Sie die Fertigungsbranche an den SMM Events.
(Bildquelle: VCG-CH)

Möchten Sie sich über die neuesten Trends in der Fertigung informieren oder mehr über Lean Manufacturing erfahren? Dann sollten Sie am 18. November 2020 zur Messe Luzern reisen. Dort findet im Forum der 8. SMM Kongress und parallel dazu das SMM FertigungsFORUM statt. Eine gute Gelegenheit Ihr Netzwerk zu pflegen, aktuelles Branchenwissen zu erhalten und mit Experten zu diskutieren.

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*Die Veranstaltungen finden mit einem Corona-Schutzkonzept statt*

Werkzeugmaschine mit hoher Dynamik und Präzision

Seit sechs Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Newemag und der Hedelius Maschinenfabrik GmbH. Der Werkzeugmaschinenbauer aus dem niedersächsischen Meppen ist ein mittelständiges Familienunternehmen in dritter Generation, das auf vertretbares Wachstum aus eigener Kraft und eine hohe Fertigungstiefe setzt. Um komplexe Werkstücke nicht nur mit hoher Präzision, sondern auch zuverlässig und schnell 5-achsig zerspanen zu können, hat Hedelius die Acura-Baureihe entwickelt und 2016 auf den Markt gebracht. Es handelt sich dabei um Hochleistungsbearbeitungszentren mit Dreh-Schwenktisch-Einheit zur Mehrseiten-Bearbeitung komplexer Werkstücke mit hoher Präzision und Dynamik. Die hohe Präzision der Acura basiert auf einer speziellen Maschinenkonstruktion, die massiv verrippten Vorschubschlitten aus Grauguss reduzieren zudem entstehende Vibrationen. Ein weiteres Highlight der Maschine ist das auf der rechten Maschinenseite integrierte und von vorne hauptzeitparallel zu beladende 65-fach-Werkzeugmagazin mit dem zusätzlichen Standby-Magazin mit bis zu 190 Werkzeugplätzen. Die Spindel mit einer Drehzahl von 24 000 U/min ist prädestiniert für die Bearbeitung von Aluminium. Für hohe Dynamik steht eine standardmässige HSK-­63-Werkzeugaufnahme. Der beidseitig gelagerte Dreh-Schwenktisch des 5-Achs-­Bearbeitungszentrums ist für die Leistungszerspanung mit einer hydraulischen Klemmung an Dreh- und Schwenk­achse ausgerüstet.

Wettbewerbsfähig mit geringeren Stückkosten

Bruno Tscharner ist Gründer und Geschäftsführer der Tscharner Mechanik AG. Er ist gelernter Mechaniker und hat mit Firmengründung von Anfang an auf Automation in der Fertigung gesetzt. Trotz der hohen Investitionskosten sieht er die Möglichkeiten und Potenziale einer vollautomatisierten Fertigungszelle: «Die Anlage erlaubt es uns, zwischen 6500 und 7000 Maschinenstunden zu erzielen. Damit haben wir ganz andere Möglichkeiten zur Kalkulation und sind wesentlich konkurrenzfähiger.» Noch deutlicher ist Newemag-Verkaufsleiter Rolf Jauch: «Automatisierung und mannlose Fertigung sind beste Voraussetzung für Zulieferunternehmen, um die Stückkosten senken zu können.» -ari- SMM

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