Ergänzendes zum Thema
nachgefragt
Hugo Allemann, Geschäftsführer Bystronic Sales AG, beantwortet Fragen des SMM
SMM: Bystronic ist auch in ihrem Heimmarkt Schweiz erfolgreich – wie lautet Ihr Erfolgsrezept?
Hugo Allemann: Kurz gesagt: Top Maschinenqualität, kombiniert mit einem sehr guten Kundendienst. Unsere Produkte geniessen im Markt einen ausgezeichneten Ruf und sind bekannt für hohe Qualität und hohe Zuverlässigkeit. Unsere Kunden produzieren mit ihren Bystronic-Systemen äusserst wirtschaftlich und flexibel. Zwei weitere Merkmale, die mir von unseren Kunden immer wieder als Pluspunkte genannt werden, sind die hohe Verfügbarkeit der Systeme und dass sie sich spielend einfach bedienen lassen. Auch wenig geübte Maschinenbediener erzielen mit unseren Systemen perfekte Schneid- und Biegeergebnisse. Darüber hinaus bietet Bystronic ihren Kunden nicht nur Maschinen, sondern Komplettlösungen für die Prozesskette Schneiden-Biegen. Das beinhaltet Software, Maschinensysteme und Automationslösungen. Die rasche Verfügbarkeit und hohe Kompetenz unserer Servicetechniker und unserer Helpline gibt unseren Kunden Sicherheit für eine termingerechte Fertigung. Bystronic ist rundum ein zuverlässiger und innovativer Partner.
Wie schätzen Sie Ihre kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung in der Schweiz?
H. Allemann: Der starke Schweizer Franken ist für viele unserer Kunden eine echte Herausforderung. Aber – und das ist das Positive – unsere Kunden behaupten sich nach wie vor gut gegen den harten Wettbewerb aus dem Ausland. Für mich ist das ein eindeutiges Indiz dafür, dass unsere Schweizer Kunden ihre Hausaufgaben hinsichtlich einer effizienten Produktion gemacht haben oder in absehbarer Zeit noch machen werden. Zu diesen Hausaufgaben gehört unter anderem, die Prozesse auf ein Höchstmass an Effizienz zu trimmen. Dies bedeutet, dass die Unternehmen weiter investieren, um weiterhin für den starken Wettbewerb gerüstet zu sein. Aus diesem Grund sehen wir unsere kurz- und mittelfristige Geschäftsentwicklung in der Schweiz positiv.
Die Maschinenindustrie leidet massiv unter den Währungsverwerfungen – wohl auch Bystronic? Welche Auswirkungen hat dies auf Ihre Aktivitäten in der Schweiz und wie meistern Sie die entsprechenden Herausforderungen?
H. Allemann: Natürlich spüren wir die Auswirkungen des starken Schweizer Frankens wie jedes andere in der Schweiz produzierende Industrieunternehmen mit internationaler Ausrichtung. Die Auswirkungen betreffen jedoch weniger den Bestellungseingang als den Kostendruck. Somit sind auch wir weiterhin gefordert, unsere Prozesse möglichst effizient auszurichten und die Kosten zu senken.
Unter welchen Voraussetzungen kann der Werkplatz Schweiz für Bystronic auch zukünftig Bestand haben?
H. Allemann: Um den schwieriger gewordenen äusseren Umständen besser begegnen zu können, ist es immens wichtig, auf der technologischen Seite führend zu sein. Bystronic hat sich seit jeher Innovation auf die Fahne geschrieben. Wir bieten weltweit innovative Produkte an, die man sich leisten kann und mit denen unsere Kunden erfolgreich sind, das heisst, mit denen sie Geld verdienen. Deshalb sind Innovation und marktgerechte Preise die besten Grundlagen für einen zukünftigen Werkplatz Schweiz.
Sind Sie zuversichtlich für die Zukunft des Werkplatzes Schweiz im Allgemeinen?
H. Allemann: Die exportorientierte Industrie der Schweiz wird durch den überbewerteten Schweizer Franken stark gefordert. Praktisch jedes Schweizer Unternehmen hat seine Strukturen deshalb angepasst, arbeitet heute effizienter und ist konkurrenzfähiger geworden. Jedoch wurde der Schweizer Franken derart schnell aufgewertet, dass die hiesigen Unternehmen noch etwas mehr Zeit benötigen, um die Produktivität noch weiter zu steigern. Sollten sich die aktuellen Rahmenbedingungen nicht verschlechtern, kann der Werkplatz Schweiz jedoch mit Zuversicht in die Zukunft blicken.