Mehr Prozesssicherheit, Produktivität und Freiräume Bruderer verdoppelt Servoachsenzahl von sechs auf zwölf «BSA»

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Mit der neuen Steuerung «B3» ermöglicht Bruderer bis zu zwölf statt bisher sechs Servoachsen («BSA» - Bruderer-Service-Achsen) im Stanzprozess – für höhere Hubzahlen, mehr Prozesssicherheit und neue Gestaltungsfreiräume im Werkzeugbau.

Ein besonderer Vorteil der «BSA» ist die Funktion der werkzeugintegrierten Bandstraffung, etwa über ein Stachelrad.(Bild:  Bruderer)
Ein besonderer Vorteil der «BSA» ist die Funktion der werkzeugintegrierten Bandstraffung, etwa über ein Stachelrad.
(Bild: Bruderer)

Die «BSA» unterstützen den gesamten Stanzprozess. An erster Stelle steht die Prozesssicherheit: Maschine, Vorschub und Achsen stammen aus einer Hand. Das System verfügt über eine zentrale Steuerung und eine einheitliche Bedienoberfläche. Kombinierbare Überwachungsfunktionen für Drehmoment, Position, Gleichlauf und Freischaltung erhöhen die Zuverlässigkeit.

Gleichzeitig ermöglichen die «BSA» mehr Produktivität: Bandgeschwindigkeit und Hubzahlen lassen sich deutlich steigern. So sind beispielsweise Hubzahlsteigerungen von 450 auf 1000 Hübe pro Minute realisierbar. Die höheren Durchlaufraten senken die Stückkosten.

Die Bruderer «BSA»-Servoachsentechnologie ermöglicht jetzt bis zu zwölf vollintegrierte Antriebe im Stanzprozess.(Bild:  Bruderer)
Die Bruderer «BSA»-Servoachsentechnologie ermöglicht jetzt bis zu zwölf vollintegrierte Antriebe im Stanzprozess.
(Bild: Bruderer)

Werkzeugbauer gewinnen zudem an konstruktiver Freiheit: Komplexere Werkzeuge lassen sich realisieren. Mechanische Achsantriebe lassen sich durch flexible Servolösungen ersetzen, wodurch sich Kosten, Verschleiss und Wartungsaufwand reduzieren.

Die Antriebs- und Steuerungselektronik ist direkt im Bruderer-Steuerungsschrank untergebracht, ein zusätzlicher externer Installationsaufwand entfällt. Die robusten Motoren sind für den zuverlässigen Dauereinsatz ausgelegt und liefern Drehmomente von 1 bis 125 Nm. Sie können optional mit einem Planetengetriebe sowie als wassergekühlte High-Torque-Variante ausgeführt werden.

Charakteristisch für die «BSA»-Technologie ist ihre Gliederung in drei Funktionsklassen. Class-1-Module sind drehzahlgeregelte Bearbeitungsmodule, die etwa werkzeugintegrierte Hartmetallfräser, Gewindeschneider oder Bohrer unabhängig vom Maschinentakt steuern.

Class-2-Module positionieren Stellachsen präzise von Punkt zu Punkt, etwa für automatisiertes Bandeinfädeln oder die automatische Korrektur von Bandführungen, was Einrichtzeiten reduziert.

Class 3 bildet das technologische Kernstück und deckt die meisten «BSA»-Anwendungen ab: Hier steuern die Servoachsen den Bandtransport, allein oder kombiniert mit «BSV»-Servovorschüben, sowie Zuführ- und Abstapeleinheiten, Montage- und Querschieber, Auswerfer und Schleppfinger.

Optional steht für die Bandstraffung ein am «BSA» adaptierbares, hochflexibles Trägersystem zur Verfügung.(Bild:  Bruderer)
Optional steht für die Bandstraffung ein am «BSA» adaptierbares, hochflexibles Trägersystem zur Verfügung.
(Bild: Bruderer)

Ein besonderer Vorteil der «BSA» ist die patentierte, werkzeugintegrierte Bandstraffung, etwa über ein Stachelrad, die für optimierte Stanzgeschwindigkeiten sorgt. Alternativ steht ein externes, am Stanzautomaten angebrachtes und nachrüstbares System zur Verfügung; beide Varianten sind auch mit zusätzlichen
«BSV»-Servovorschüben kombinierbar.

Der zusätzliche ziehende Transport stabilisiert den Stanzprozess, denn er trägt dazu bei, dass das Band jederzeit straff geführt wird. Seinen Einsatz empfiehlt Bruderer insbesondere bei langen Werkzeugen, hohen Hub- und Vorschubgeschwindigkeiten und sehr dünnen Materialien zwischen 0,05 und 0,1 mm. Die von Bruderer entwickelte, patentierte Technologie sorgt beim Bandtransport dafür, dass die Servoachsen in jedem Moment automatisch und präzise auf die Winkelposition des Kurbeltriebs abgestimmt sind – bei variierenden Hubzahlen genauso wie bei wechselnden Vorschüben. Auf diese Weise lassen sich mühelos und prozesssicher die Stanzgeschwindigkeiten optimieren.

Die Anpassung muss pro Werkzeug nur einmal mit wenigen Handgriffen vorgenommen werden. Danach arbeitet das System selbstständig.

(jst)

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