Die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Bucher Industries nahm 2024 erwartungsgemäss ab. Der Auftragseingang reduzierte sich deutlich, die Abschwächung stabilisierte sich jedoch ab Mitte Jahr. Der Umsatz lag ebenfalls unter dem Vorjahresniveau, wobei sich Bucher Municipal vom allgemeinen Trend positiv abgrenzen konnte. Die Betriebsgewinnmarge betrug solide 9.0 Prozent. Das Konzernergebnis mit CHF 228 Mio. und der Gewinn pro Aktie mit CHF 22.15 lagen unter den hohen Vorjahreswerten.
Nach zehn erfolgreichen Jahren als CEO wird Jacques Sanche (rechts) im Jahr 2026 an Matthias Kümmerle (links), aktuell Divisionsleiter von Bucher Emhart Glass, übergeben.
(Bild: Jorma Mueller / Tobias Siebrecht)
Gegenüber dem starken Vorjahr nahm die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Bucher Industries erwartungsgemäss ab. Eine konjunkturelle Abschwächung war speziell in Europa spürbar, während sich die Märkte Nordamerika und Asien besser hielten.
Der Auftragseingang reduzierte sich in vier der fünf Divisionen, wobei die mit der Landwirtschaft verknüpften Bereiche sowie Bucher Emhart Glass vom Abschwung besonders betroffen waren. Sowohl der Markt für Landmaschinen wie auch der für Glasbehälter war von überhöhten Lagerbeständen in den Verkaufskanälen geprägt.
Während die übrigen Divisionen beim Umsatz das Vorjahresniveau nicht erreichen konnten, erzielte Bucher Municipal ein erfreuliches Wachstum. Die Kapazitäten waren insgesamt geringer ausgelastet. Der Auftragsbestand lag mit einer Reichweite von vier Monaten im langjährigen Durchschnitt.
Die initiierten Kostensparmassnahmen wurden an den verschiedenen Standorten konsequent weitergeführt und selektiv ausgeweitet. Die rückläufigen Volumen und die damit zusammenhängende tiefere Kapazitätsauslastung wirkten sich auf die Betriebsgewinnmarge aus, welche solide 9.0 Prozent erreichte. Dies reflektierte sich auch im Konzernergebnis mit CHF 228 Mio. und dem Gewinn pro Aktie mit CHF 22.15.
Die Rendite auf den betrieblichen Nettoaktiven (RONOA) nach Steuern lag mit 14.6 Prozent weiterhin klar über den Kapitalkosten von 8 Prozent, jedoch unter dem Zielwert über einen Konjunkturzyklus von 20 Prozent. Hauptfaktoren waren einerseits das tiefere Betriebsergebnis und andererseits die höheren Investitionen in den Ausbau der Produktionsinfrastruktur sowie in die Modernisierung der Produktionsmittel. Aufgrund der soliden Finanzlage und der langfristigen Ausrichtung des Konzerns wurde konsequent an diesen Investitionen in zukünftiges Wachstum und an den Ausgaben in Forschung und Entwicklung festgehalten. Der betriebliche Free Cashflow betrug CHF 200 Mio. und konnte gegenüber dem Vorjahr trotz tieferem Konzerngewinn aufgrund der vorteilhaften Entwicklung des Nettoumlaufvermögens gesteigert werden. Die Finanzlage bleibt mit einer Nettoliquidität per Ende Jahr von CHF 402 Mio. und einer Eigenkapitalquote von 68 Prozent weiterhin sehr solide.
Langfristigkeit und Nachhaltigkeit als zentrale Werte
Langfristigkeit und nachhaltiges Wirtschaften sind bei Bucher fest verankert. Deshalb optimiert Bucher ständig die Produkte, um sie noch sicherer zu gestalten und um die Umweltauswirkungen ihrer Nutzung zu reduzieren.
So hat Kuhn Group eine Steuerungssoftware entwickelt, die mit Hilfe von Druck- und Positionssensoren Bodenbearbeitungsmaschinen ansteuert, diese sich automatisch einstellen und sich dem Gelände anpassen. Das Resultat ist eine noch präzisere Bodenbearbeitung. Bucher Municipal hat Assistenzsysteme entwickelt, welche die ausgebrachte Split- und Salzmenge optimieren oder auch den Fahrer bei seiner Arbeit entlasten. Bucher Emhart Glass hat weitere Systeme zur Automatisierung der Glasformungsmaschinen entwickelt, um die Prozessstabilität zu erhöhen und den Ausschuss zu verringern.
Auch die Reduktion der eigenen CO2-Emissionen (Scope 1 und 2) ist Bucher ein wichtiges Anliegen. Der Konzern reduzierte seine CO2-Emissionen gegenüber Vorjahr um 15 Prozent. Neben der Inbetriebnahme von energieeffizienteren Gebäuden und Photovoltaikanlagen an verschiedenen Standorten sowie der Modernisierung von Anlagen war die Emissionsreduktion auch auf die Marktabschwächung zurückzuführen. Nach der vorzeitigen Erreichung des gesetzten CO2-Intensitäts-Absenkungsziels von 10 Prozent setzt sich Bucher ein neues Reduktionsziel (Scope 1 und 2) von 25 Prozent bis zum Jahr 2028 im Vergleich zu den Emissionen von 2021.
Interne Nachfolge in der Konzernleitung
Jacques Sanche wird an der Generalversammlung 2026, nach 10 Jahren als CEO von Bucher Industries, zurücktreten und sein Amt an einen internen Nachfolger übergeben. Jacques Sanche hat massgeblich zur Weiterentwicklung und zum profitablen Wachstum des Konzerns beigetragen und wird diese Aufgabe noch bis 2026 unverändert wahrnehmen.
Stand vom 30.10.2020
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Im Sinne einer langfristigen Nachfolgeregelung hat der Verwaltungsrat Matthias Kümmerle, bisher Divisionsleiter von Bucher Emhart Glass, zum neuen CEO nach der Generalversammlung 2026 ernannt. Der 52-jährige Maschinen-Ingenieur der ETH Zürich mit Promotion an der EPFL in Lausanne in Mechatronics, Robotics und Automation Engineering, trat 2011 als Leiter Technologie bei Emhart Glass ein. 2021 übernahm er die Divisionsleitung von Bucher Emhart Glass und wurde zugleich Mitglied der Konzernleitung. In dieser Zeit gelang es ihm, die Marktstellung auszubauen sowie die Profitabilität der Division markant zu steigern. Zudem wurde unter seiner Führung die Automatisierung der Glasformungsmaschinen entscheidend vorangetrieben sowie das Dienstleistungsportfolio der Division weiter ausgebaut. Der Verwaltungsrat ist überzeugt, dass mit Matthias Kümmerle ein hoch qualifizierter Nachfolger als CEO für Bucher Industries gefunden wurde, der das Unternehmen und seine Kultur bereits fundiert kennt. Die Suche nach der Nachfolge für die Divisionsleitung von Bucher Emhart Glass wurde eingeleitet.
Erweiterung des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat von Bucher Industries schlägt der Generalversammlung vom 16. April 2025 Manja Greimeier zur Wahl in den Verwaltungsrat vor. Mit der Wahl von Manja Greimeier wird das Gremium ergänzt und besteht wieder aus sechs Mitgliedern. Die Betriebswirtschaftlerin verfügt über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Sensor- und Kameratechnologie für den Fahrzeugbau, die für Bucher zunehmend an Bedeutung gewinnen. Als erfahrene Führungspersönlichkeit in innovativen und weltweit tätigen Industrieunternehmen wird Manja Greimeier eine wertvolle Ergänzung im Verwaltungsrat von Bucher Industries sein.
Aussichten Konzern 2025
Bucher Industries erwartet, dass die Nachfrage zu Beginn des Jahres weiter vom volatilen Umfeld beeinträchtigt wird, und geht von einer Erholung einiger Märkte ab Mitte Jahr aus. Daher rechnet der Konzern für 2025 mit einem stabilen Umsatz auf vergleichbarer Basis.
Der Konzern geht vom Verkauf eines nicht-betriebsnotwendigen Grundstücks im Verlauf von 2025 aus. Die Veräusserung dürfte die Betriebsgewinnmarge um rund 1.4 Prozentpunkte anheben. Ohne diesen Verkauf erwartet Bucher Industries für 2025 eine Betriebsgewinnmarge auf Vorjahresniveau.