Bystronic: Mit Assistenzfunktion prozesssicher laserschneiden CAM-Software plant prozesssichere Schneidfolge

Von Konrad Mücke 2 min Lesedauer

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Mit dem Softwaremodul «TiltPrevention» erhöht Bystronic die Prozesssicherheit beim Laserschneiden. Die Assistenzfunktion erstellt Schneid­abläufe, die das Risiko «aufstehender» Blechteile minimiert. Vorteile sind weniger Schneidabbrüche und Maschinenstillstände.

Freie, sichere Fahrt ohne Kollisionsrisiko für den Laserkopf: Die Assistenzfunktion «TiltPrevention» plant automatisch optimale Schneidabläufe zum prozesssicheren Laserschneiden kleiner Blechteile.(Bild:  Bystronic)
Freie, sichere Fahrt ohne Kollisionsrisiko für den Laserkopf: Die Assistenzfunktion «TiltPrevention» plant automatisch optimale Schneidabläufe zum prozesssicheren Laserschneiden kleiner Blechteile.
(Bild: Bystronic)

Nach dem Ausschneiden neigen speziell kleinere Blechteile dazu, auf dem Gitter des Tischs umzukippen und «aufzustehen». Das ist riskant und unerwünscht. Die Blechteile können mit dem Schneidkopf kollidieren. Der Schneidverlauf wird abgebrochen. Es gibt Ausschuss, im schlimmsten Fall kostenintensive Schäden an der Laserschneidmaschine oder am Laserschneidkopf. Gekippte Blechteile stören zudem das automatisierte Abräumen. Schräg stehende Blechstücke können die Greifer der Automation nur schwierig oder gar nicht aufnehmen.

Mikrostege umständlich und aufwendig

Bisher versuchte man mit Mikrostegen, das Kippen ausgeschnittener Blechteile zu verhindern. Dabei setzt die Software im Schneidplan kleine Verbindungen zwischen der Kontur des Schneidteils und dem Restgitter. Die Blechstücke bleiben damit nach dem Ausschneiden am umliegenden Blech fixiert. Das verursacht allerdings umständliche Nacharbeit. Die Spuren der Mikrostege sind zu beseitigen. Zudem erschweren Mikrostege das automatisierte Abräumen der ausgeschnittenen Bleche. Oft lösen sich die Blechteile nur schwierig aus der Fixierung.

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Alternativ versuchen Fertigungsbetriebe, mithilfe der CAM-Software die Bahnen des Schneidkopfs geschickt zu programmieren und zu steuern. Dabei meidet der Laserkopf riskante Bereiche, in denen er auf gekippte Blechteile stossen könnte. Allerdings bleiben die grundlegenden Probleme bestehen. Gekippte Blechteile sind nach wie vor riskant für den Laserschneidkopf. Sie können zudem nur schwierig automatisiert abgeräumt werden.

Algorithmus erstellt ideale Schneidabfolge

Mit der Software «TiltPrevention» präsentiert Bystronic nun eine innovative Lösung. Mit der Assistenzfunktion erstellt die Steuerungssoftware BySoft 7 künftig optimierte Schneidpläne. So werden Blechteile vermieden, die kippen beziehungsweise «aufstehen». Umständlich einzusetzende sowie bei der Automation und der Nacharbeit zu berücksichtigende Mikrostege entfallen nahezu komplett.
Das gelingt mit einem ausgeklügelten Algorithmus. Er berechnet das mechanische Verhalten der Blechteile beim Ausschneiden aus der Blechtafel. Dazu berücksichtigt die Assistenzfunktion «TiltPrevention» eine Vielzahl an Parametern. Das betrifft die Dichte des zu schneidenden Werkstoffs, die Geometrie und die Masse der auszuschneidenden Bauteile. Auch den Druck auf die Blechteile durch das Gas, das beim Laserschneiden aus dem Schneidkopf strömt, berechnet die Software. Zudem betrachtet sie die Lage der ausgeschnittenen Blechstücke relativ zum Stützgitter des Schneidrosts und die nutzbaren Auflagepunkte. Anhand der Betrachtungen schlägt die Assistenzfunktion «TiltPrevention» den Einstich- und den Endpunkt des Laserschnitts so vor, dass ein Kippen der Teile nach dem Ausschneiden möglichst vermieden wird. Darüber hinaus plant die Funktion bestmögliche Fahrwege des Schneidkopfes über die Blechtafel. So entsteht eine ideale Schneidabfolge aller auf dem Schneidplan geschachtelten Blechteile. Der Laserschneidkopf fährt dabei so, dass er sich möglichst nicht über bereits ausgeschnittene Blechstücke bewegt.

Individuell optimierbar

Unabhängig von der individuellen Erfahrung im Laserschneiden ermitteln Fertigungsbetriebe mit der Assistenzfunktion «TiltPrevention» von Bystronic künftig stets die ideale Schneidstrategie. Diese kann automatisch in den Schneidplan übernommen werden. Fortgeschrittene Anwender können anhand der generierten Simulation zusätzlich individuell weiter optimieren. Beispielsweise können sie die Blechteile anders als vorgeschlagen schachteln, Einstich- und Endpunkte des Lasers anpassen und bei Bedarf Mikrostege hinzufügen. - kmu - SMM

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