Cargo sous Terrain Cargo sous terrain bekommt zusätzlichen Schub

Autor / Redakteur: Pressemitteilung / Susanne Reinshagen

Das innovative Logistiksystem Cargo sous terrain (CST) steht vor einem entscheidenden Meilenstein: Seit Anfang des Jahres debattiert das Parlament die gesetzliche Grundlage für das Generationenprojekt.

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(Bild: CST)

Die zuständige Parlamentskommission hat ihre Unterstützung für CST bekräftigt, wie aus einer Pressemitteilung der Siemens Schweiz AG zu entnehmen ist. Gleichzeitig sind fünf neue Hauptinvestoren, darunter die Siemens Schweiz AG, dazugekommen, welche die finanzielle Basis verbreitern und Einsitz in den CST-Verwaltungsrat nehmen.

Gesetzliche Grundlage schaffen

Mit dem Bundesgesetz zum unterirdischen Gütertransport (UGüTG) erhält Cargo sous terrain die benötigte gesetzliche Basis, um das Projekt mit gesicherten Rahmenbedingungen verwirklichen zu können. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates (KVF-S) berät aktuell das Geschäft und hat ihre Sympathien für das Projekt unterstrichen. CST hat an einer Anhörung der Kommission teilgenommen und rechnet damit, dass das Geschäft in der Sommersession im Ständerat beschlussreif ist. Parallel ist CST laufend daran, die finanzielle Basis zu verbreitern, was die Schweizer Mehrheit im Aktionariat zusätzlich stärkt. Durch die erfolgreiche Investorenakquise hat sich das verfügbare Kapital innert Jahresfrist um 7,8 Mio. CHF erhöht. Bereits seit längerem gesichert sind 100 Mio. CHF für die Planung bis zur Baubewilligungsreife.

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Was ist Cargo sous Terrain

Cargo sous terrain ist ein Gesamtlogistiksystem für den flexiblen Transport kleinteiliger Güter. Tunnels verbinden Produktions- und Logistikstandorte mit städtischen Zentren. Oberirdisch verteilt CST die transportierten Güter in umweltschonenden Fahrzeugen und leistet damit einen Beitrag zur Reduktion des Verkehrs und der Lärmemissionen.
Die erste Teilstrecke soll ab 2031 den Raum Härkingen-Niederbipp mit Zürich verbinden. Bis 2045 erfolgt dann der Bau der restlichen Abschnitte. CST eignet sich sowohl für die Versorgung wie auch für die Entsorgung (Abfall, Recycling). Der Strom für den Betrieb des Systems stammt zu 100% aus erneuerbaren Energien. Cargo sous terrain ist eine privatwirtschaftliche Initiative. Für den Bau der Infrastruktur und den Betrieb des Tunnels werden keine Subventionen eingesetzt. Um diese weitgehend unterirdische Gütertransportanlage über Kantonsgrenzen hinweg errichten und betreiben zu können, braucht es ein neues Bundesgesetz. Die Vernehmlassung zu diesem Gesetz dauerte von April bis Juli 2019. Im Zuge der fortschreitenden Planung werden die genauen Standorte und Streckenführungen der Hubs und Tunnels im Rahmen eines Sachplanverfahrens in enger Abstimmung mit den Kantonen und unter Einbezug von Gemeinden und Bevölkerung bestimmt.

Parallel zum Gesetzgebungsprozess treibt CST die eigene Projekt- und Produktentwicklung voran. Das strategisch wichtige Teilprojekt Smart City/ Intercity Logistics hat zwei Teilprojekte bis zur Marktreife gebracht und wird mit diesen 2021 am Markt aktiv. Der Bereich Digitization & IT hat mit den Arbeiten an der IT-Plattform von CST begonnen, welche die Basis für die Markteinführung der Citylogistik-Produkte bildet. Ein weiteres wichtiges Element ist die Standortsuche für die künftigen CST-Hubs entlang der ersten Teilstrecke. Daneben bereitet CST in enger Abstimmung die raumplanerischen Prozesse auf Ebene Bund (Sachplan) und Kantone (Richtplan) vor, damit diese gleich nach Inkrafttreten des Gesetzes starten können. Zusätzlich verstärkt und systematisiert CST die bereits systemimmanenten Nachhaltigkeitsaspekte. Neben der Tatsache, dass CST emissionsfreien und damit klimaneutralen Lieferverkehr sicherstellt, bereitet eine Arbeitsgruppe den Bau unter Einhaltung von anerkannten Nachhaltigkeitsstandards vor. Mit diesen konkreten Schritten Richtung Operabilität konkretisiert CST bereits jetzt sein Vorhaben, als nachhaltiges Gesamtlogistiksystem ein wichtiger Teil des Schweizer Logistikalltags zu werden.

Starke Commitments von neuen Investoren

An der Generalversammlung 2021 konnte CST im Rahmen einer von den Aktionären genehmigten Kapitalerhöhung gleich fünf neue Investoren aus dem In- und Ausland begrüssen: die Migros-Pensionskasse, die Genossenschaft Migros Aare, die Siemens Schweiz AG und ERNE AG Bauunternehmung ergänzen das Aktionariat als Schweizer Firmen, während der belgische Drahthersteller Bekaert CST wertvolle Tunnelbauexpertise einbringt. Mit diesen Unternehmen erweitert die CST AG ihr Aktionariat nicht nur finanziell, sondern auch strukturell mit dem Einstieg der ersten Pensionskasse und mit wertvollem Know-how.

Mit Cargo sous terrain gehen wir den nächsten Schritt für einen nachhaltigen Gütertransport in der Schweiz und sind stolz darauf, Teil dieses revolutionären Projekts zu sein..

Alex Beck, Leiter Business Excellence bei Siemens Schweiz und neues VR-Mitglied von CST

Dazu Alex Beck, Leiter Business Excellence bei Siemens Schweiz und neues VR-Mitglied von CST: «Siemens übernimmt in der Schweiz seit mehr als 125 Jahren Verantwortung für unsere Gesellschaft. Mit Pioniergeist setzen wir gemeinsam mit unseren Kunden in den Bereichen Infrastruktur, Mobilität und Energie Digitalisierungslösungen um, die einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten. Mit Cargo sous terrain gehen wir den nächsten Schritt für einen nachhaltigen Gütertransport in der Schweiz und sind stolz darauf, Teil dieses revolutionären Projekts zu sein.» <<

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