Smarte Highlights und nachhaltige Mobilität Ceratizit: Vom Drehwerkzeug bis zur Automation

Von Matthias Böhm 3 min Lesedauer

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Ceratizit präsentiert nicht nur sein Universalwerkzeug zum Schruppen, Schlichten, Konturdrehen, Plan- und Längsdrehen, das Unternehmen hat auch eine ausgeklügelte Automatisierungslösung als weiteren Baustein zur Smart Factory. Mit der Werkstück-Automation R-C2 zeigt das Unternehmen das Bindeglied zwischen Paletten-Automation und Roboter-Direktbeladung.

Damit die «Smart Factory» keine Zukunftsmusik bleiben muss, präsentiert Ceratizit auf der EMO in Hannover digitale Lösungen wie Cerasmart Cockpit und Cerasmart Toolscope.(Bild:  Ceratizit)
Damit die «Smart Factory» keine Zukunftsmusik bleiben muss, präsentiert Ceratizit auf der EMO in Hannover digitale Lösungen wie Cerasmart Cockpit und Cerasmart Toolscope.
(Bild: Ceratizit)

Die Zukunft der Produktion ist smart, so viel steht fest. Doch die Wege zur «Smart Factory» sind vielfältig. Ceratizit ist schon viele Jahre am Puls der digitalen Zerspanungszukunft, beispielsweise mit dem Überwachungs- und Regelungssystem «Cerasmart Toolscope». Das erfasst permanent die im Fertigungsprozess ent­stehenden Signale aus der Zerspanungsmaschine, visualisiert sie und liefert wichtige Informationen zur Prozesskontrolle, zum Maschinenschutz und zur Dokumentation.

Von «Cerasmart Cockpit» zur echten Smart Factory

«Fliessen sie in die richtigen Systeme, können solche im Prozess aufkommenden Daten extrem wertvoll für den Zerspaner sein. Aber nur, wenn sie entsprechend ausgewertet, aufgearbeitet und dem Nutzer so zur Verfügung gestellt werden, bieten sie ihm auch den entsprechenden Mehrwert. Diese Herausforderung decken wir mit unserem ‹Cerasmart Cockpit› bereits sehr erfolgreich ab. Uns darauf auszuruhen, kommt allerdings nicht in Frage: Vielmehr möchten wir weiterhin die Wege in Sachen Digitalisierung und zur echten Smart Factory weiter verbreitern», betont Andreas Kordwig, Director Global Product Management bei Ceratizit.

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Werkstück-Automation «R-C2»

Ausgeklügelte Automatisierungslösungen sind weitere Bausteine zur Smart Factory. Mit der Werkstück-Automation «R-C2» zeigt Ceratizit das Bindeglied zwischen Paletten-Automation und Roboter-Direktbeladung. Denn mit dem «R-C2-Modul» werden die Werkstücke direkt mit dem Schraubstock, der gleichzeitig als Spannmittel fungiert, gegriffen. Das macht einen separaten Greifer überflüssig, vermeidet eventuelle Beschädigungen und spart dem Nutzer zusätzliche Rüstarbeit.

«Freeturn» programmieren – einfach gemacht

Was bis vor wenigen Jahren noch Wunschdenken eines jeden Drehexperten war – ein Universalwerkzeug zum Schruppen, Schlichten, Konturdrehen, Plan- und Längsdrehen – kurbelt längst die Effizienz in den Produktionshallen an: Mit dem revolutionärem High-Dynamic-Turning-Verfahren und den speziell dafür entwickelten «Freeturn-Werkzeugen» hat die Drehtechnologie eine neue Dimension betreten.

«Die nächste Entwicklungsstufe hat nun auch die Programmierung des HDT-­Prozesses erhalten. Schneller und einfacher zum effizienten Prozess? Ein Angebot, das wohl niemand ablehnen kann – unser Toolpath sowie einige andere smarte Lösungen machen es möglich», verrät Dr. Uwe Schleinkofer, Direktor R&D bei Ceratizit.

PCF für Transparenz beim CO2-Fussabdruck

Damit Nachhaltigkeit nicht nur als abstraktes Konstrukt in den Köpfen bleibt, muss vor allem Transparenz geschaffen werden. Ein Wegweiser ist in diesem Zusammenhang der so genannte Product Carbon Footprint (PCF), der die Menge an Treibhausgasen angibt, die bei der Herstellung des Produkts ausgestossen werden.

Dazu hat Ceratizit als erstes Unternehmen in der Branche ein Modell zur Berechnung und Klassifizierung des PCF seiner Hartmetallprodukte vorgelegt. Dieses Klassifizierungsmodell ist ähnlich wie bei der Energieverbrauchskennzeichnung auf Elektrogeräten zu lesen. So können Käufer in Zukunft den PCF eines Produkts auf einen Blick erfassen und auf Basis dieser Daten eine fundierte Entscheidung treffen: Zum Beispiel, Produkte mit einem geringen CO2-Fussabdruck auszuwählen – so wie die Hartmetall-Sorte der Upgrade-­Reihe von Ceratizit.

Mobilität von der Sonnenseite

Wie werden wir uns in Zukunft fortbewegen? Eine Frage mit vielen Antworten – einige davon hilft Ceratizit mit angepassten Werkzeuglösungen für die Automobilindustrie zu lösen. Doch auch abseits der grossen Hersteller wird geforscht und entwickelt, mit welchen Konzepten die Fortbewegung nachhaltig gestaltet werden kann.

Und eben solche «Think Tanks» unterstützt Ceratizit mit Know-how und Werkzeug-Power, wie das Green Team der Universität Stuttgart oder das Projekt «Sonnenwagen». Das aktuelle Fahrzeug, der Covestro Adelie, kann auf dem Ceratizit-­Stand begutachtet werden. Rund um Fragen zu diesem aussergewöhnlichen Solarauto steht auch das Team an Studierenden zur Verfügung. Sie erläutern, wie Covestro Adelie elektrische Energie über die Solarzellen auf seiner Oberfläche gewinnt, welche Herausforderungen im Laufe des Jahres noch anstehen und wie Ceratizit beim Bau des jüngsten Sonnenwagens unterstützen konnte.

Live-Demos und Werkzeug-Highlights

Keine Messe ohne interessante Live-­Demos an einer DMG-Maschine am Stand! «Bei den vergangenen Messen hat sich gezeigt, wie viel Zuspruch unsere Live-­Vorführungen bekommen. Dabei können wir unter anderem unser High Dynamic Turning präsentieren, aber auch das ein oder andere aktuelle Werkzeug-Highlight ‹in action› zeigen», so Steffen Baur,
Head of Product Management bei Ceratizit. (böh) SMM

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