Medizintechnik-Ausstellung Compamed: Innovationen in der Medizintechnik

Redakteur: Anne Richter

>> Kaum eine Branche ist so innovationsgetrieben wie die Medizintechnik. Vom 14. bis 16. November 2012 wird die Compamed – Zuliefermesse auf dem Gebiet der Medizintechnik – wieder parallel zur weltgrössten Medizintechnikausstellung, der Medica in Düsseldorf, stattfinden. Damit ist die gesamte Prozesskette in der Medizintechnik abgedeckt.

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Mehr als die Hälfte aller produzierten Medizinprodukte besteht mittlerweile aus Kunststoff.
Mehr als die Hälfte aller produzierten Medizinprodukte besteht mittlerweile aus Kunststoff.
(Bild: Messe Düsseldorf)

ari. In einer einzigartigen Kombination bilden die Compamed, international führende Markt- und Kommunikationsplattform der Zulieferunternehmen der Medizintechnikindustrie und die Medica, weltgrösste Medizintechnikmesse, die gesamte Prozesskette und das vollständige Angebot medizinischer Produkte, Geräte und Instrumente ab. Vom 14. bis 16. November 2012 erwarten die Veranstalter der Messe Düsseldorf in den Hallen 8a und 8b eine Messebeteiligung mindestens auf dem Niveau des Spitzenwertes des Vorjahres. Das entspricht mehr als 600 Ausstellern aus gut 35 Nationen und etwa 11 300 Quadratmeter gebuchter Fläche. Zusammen werden Compamed und Medica mit rund 4500 Ausstellern wieder das komplette Düsseldorfer Messegelände belegen.

Medica-Aussteller sind Compamed-Besucher

Während sich die Medica mit ihrem Programm an die medizinischen Anwender richtet, bilden Ingenieure, Entwickler und Einkäufer der Medizintechnikindustrie als Aussteller der Medica gleichzeitig den Kern der Besucher der Compamed. Im Jahr 2011 zählten beide Veranstaltungen insgesamt 134 500 Fachbesucher, wovon sich 16 000 gezielt für die Themen der Compamed interessierten.

Partner für alle Prozessphasen: Zulieferer und Hersteller

Der Geschäftsführer der Messe Düsseldorf Joachim Schäfer kommentiert die immer engere Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und Herstellern: «Waren früher die Zulieferer vorrangig Partner für die Produktion bestimmter Bauteile und Komponenten, so werden sie jetzt verstärkt auch in nachgelagerte Prozessphasen der Produktlebenszyklen eingebunden, selbst in den so genannten After-Sales-Service. Aussteller, wie sie sich im Rahmen der Compamed präsentieren, bieten sich als vielfältige Dienstleister an. Teils übernehmen sie das komplette Ersatzteilhandling – von der preisgünstigen Nachproduktion von Bauteilen, ihrer sachgerechten Lagerung über einen mitunter längeren Zeitraum bis hin zur schnellen Lieferung an den Ort des Einbaus. Teils agieren die Zulieferer aber auch gleich als Auftragsfertiger für komplette medizintechnische Geräte und Produkte. Ob EKG-Gerät, Defibrillator oder Labor-Applikation für die schnelle Point-of-Care-Diagnostik, die Zulieferer bieten eine immer länger werdende Liste an fertigen Systemen und Produkten an inklusive komplexer Prüfleistungen zur Qualitätssicherung. Für den Kunden ergibt sich dadurch der Vorteil, sich auf Kernfelder zu spezialisieren, gleichzeitig aber trotzdem ein Komplettangebot anbieten zu können. Denn ambulante wie stationäre Anwender wissen die Lieferung und den Service aus einer Hand zu schätzen.»

Materialinnovationen und Verarbeitungsverfahren im Fokus

Neben den Entwicklungen im Bereich der technischen Bauteile stehen bei der Compamed stets auch Materialinnovationen im Fokus. Das gilt vor allem für Kunststoffe, aus denen mittlerweile mehr als die Hälfte aller produzierten Medizinprodukte besteht. So wurden auf der Compamed 2011 beispielsweise Weichmacher mit besonderem toxikologischem Profil speziell für sensitive Anwendungen mit engem menschlichem Kontakt vorgestellt. Zum Einsatz können sie etwa in Kathetern, Atemmasken und sogar in Blutbeuteln oder Dialyse-Sets kommen. Ausserdem bleiben bei PVC-Artikeln, die den Weichmacher enthalten, auch nach der Sterilisation die technischen Eigenschaften erhalten.

Neben der Materialwahl, bei der natürlich auch Metalle eine bedeutsame Rolle spielen, sind geeignete Verarbeitungsverfahren, Beschichtungstechniken und Verpackungslösungen wichtige Themen bei der Compamed. Die Aussteller bieten mit ihrem Angebotsspektrum die passenden Antworten auf anspruchsvolle Fragestellungen wie z. B. das geeignete Verpackungshandling von im Reinraum hergestellten Produkten.

Foren gewähren Einblick in die Medizintechnik von morgen

In Ergänzung zu den Ausstellerpräsentationen gewähren bei der Compamed auch zwei Foren spannende Einblicke in die Medizintechnik der Zukunft: Das Compamed High-Tech Forum in Halle 8a, das vom IVAM, Fachverband für Mikrotechnik, organisiert wird, und das Compamed Suppliers Forum in Halle 8b, organisiert von der Fachzeitschrift Devicemed mit etwas breiterem Scope. Beide Foren richten sich an hochqualifizierte Spezialisten und führende Experten aus der medizinischen Zulieferindustrie. Sie informieren in ihren Vorträgen über Neues aus den Bereichen Materialien, Produktionstechniken, Nanotechnologie sowie Prozesssteuerung und Global Sourcing.

Das Messeangebot der Compamed umfasst insgesamt die folgenden Schwerpunkt-Bereiche: Komponenten (u. a. Elektronik, Bauteile, Schläuche, Filter, Pumpen, Ventile), Materialien/Werkstoffe, Mikro- und Nanotechnologie, Produktion (u. a. Montage-, Automatisierungs- und Fertigungstechnik, Prozesstechnik, Verpackungen) sowie Prüf- und Testsysteme. <<

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