Durch konsequente Weitergabe von Kostensteigerungen, Verbesserung der Produktivität und tiefere Energiekosten ist es Dätwyler im ersten Halbjahr 2024 gelungen, trotz leicht gesunkener Umsatzerlöse das Betriebsergebnis (EBIT) und die EBIT-Marge zu steigern. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet Dätwyler eine EBIT-Marge über Vorjahr und einen Umsatz im Bereich des Vorjahres.
Dätwyler hat im ersten Halbjahr 2024 trotz schwachem Marktumfeld die Profitabilität verbessert und die Projektpipeline weiter gestärkt.
(Bild: Dätwyler)
Dätwyler war auch im ersten Halbjahr 2024 mit überwiegend schwachen Absatzmärkten und einem anhaltenden Abbau von Sicherheitslagern bei den Healthcare-Kunden konfrontiert. Zudem fehlte im Vergleich zur Vorjahresperiode CHF 7.5 Mio. Umsatz mit Komponenten für Covid-Impfungen. Insgesamt ging der Umsatz auf CHF 572.5 Mio. (Vorjahr: CHF 602.7 Mio.) zurück. Bereinigt um die negativen Währungseffekte entspricht dies einem Rückgang um 2.4 Prozent.
Stärkung der Profitabilität
Trotz weiterhin schwacher Nachfrage und einer daher anhaltenden Unterauslastung an mehreren Produktionsstandorten ist es Dätwyler gelungen, den Betriebsgewinn (EBIT) um 11.6 Prozent auf CHF 67.5 Mio. (Vorjahr: CHF 60.5 Mio.) zu steigern. Entsprechend hat sich die EBIT-Marge um 180 Basispunkte auf 11.8 Prozent (Vorjahr: 10.0 Prozent) verbessert. Aufgrund des höheren EBIT stieg auch das Nettoergebnis auf CHF 38.6 Mio. (Vorjahr: CHF 32.1 Mio.). Der etwas höhere Steueraufwand wurde durch den leicht tieferen Finanzaufwand nahezu ausgeglichen. Das Nettoergebnis pro Aktie erhöhte sich auf CHF 2.27 (Vorjahr: CHF 1.89). Die Gewinnzahlen wurden ebenfalls durch einen starken Schweizer Franken negativ beeinflusst.
Dank der erfolgreichen Umsetzung umfangreicher Optimierungsmassnahmen ist es uns trotz eines schwachen Marktumfeldes gelungen, unsere Profitabilität zu steigern. Wir arbeiten konsequent daran, unsere kommerzielle und operative Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern und treiben unsere vielversprechenden Innovations- und Wachstumsprojekte gezielt voran. Damit legen wir während der aktuellen Marktphase eine solide Grundlage für profitables Wachstum in der Zukunft.
Volker Cwielong, CEO
Erfolgreich bei der Gewinnung von Neugeschäft
Dätwyler nutzt die aktuelle Marktphase, um ihre Strukturen und Prozesse weiter zu optimieren. Die Optimierung der Kostenstrukturen, durchgeführte Preisanpassungen und tiefere Energiekosten bilden die Grundlage für eine verbesserte Gewinnmarge. Auch im ersten Halbjahr 2024 konnte das Unternehmen in allen Business Units erneut aussichtsreiche Projekte mit bestehenden und neuen Kunden gewinnen. Bestärkt davon treibt Dätwyler insbesondere ihre Aktivitäten im Bereich Healthcare und die Transformation zur E-Mobilität mit hoher Priorität voran. Des weiteren investiert Dätwyler konsequent in ihre Innovations- und Wachstumsprojekte. Beispiele dafür sind filmbeschichtete Healthcareprodukte, magnetisch- oder elektroaktive Polymere sowie weiche Trockenelektroden für tragbare Anwendungen. Eine Pilotproduktionslinie im industriellen Massstab für elektroaktive Polymere wird im zweiten Halbjahr 2024 in Betrieb genommen.
Höchster Nachhaltigkeitsstandard und SBTI-Verpflichtung
Dätwyler entwickelt ihre Nachhaltigkeitsmassnahmen kontinuierlich weiter. In der Berichtsperiode wurden die Nachhaltigkeitsleistungen durch die global anerkannte Ratingagentur Ecovadis erstmals mit dem Platinstandard ausgezeichnet. Mit diesem höchsten Standard zählt Dätwyler zu den führenden 1 Prozent von mehr als 130 000 Unternehmen aus 180 Ländern, welche von Ecovadis jährlich bewertet werden. Darüber hinaus hat sich Dätwyler per Ende Juni 2024 dazu verpflichtet, ihr Engagement für die Reduktion ihres ökologischen Fussabdrucks anhand der Science Based Targets Initiative (SBTi) validieren zu lassen. Diese SBTi-Verpflichtung und das Ecovadis-Rating werden von Kunden stark beachtet, insbesondere in der Healthcare-Industrie.
Healthcare Solutions von schwachem Marktumfeld und Lagerabbau betroffen
Die Business Area Healthcare Solutions hat im ersten Halbjahr 2024 erneut ein schwaches Marktumfeld und Auswirkungen des Lagerabbaus bei Kunden gespürt. Der Umsatz fiel demzufolge auf CHF 230.7 Mio. (Vorjahr: CHF 253.8 Mio.) zurück. Währungsbereinigt entspricht dies einem Rückgang um 6.4 Prozent. Die Vorjahresperiode enthielt noch rund CHF 7.5 Mio. Umsatz mit Komponenten für Covid-Impfungen. Ein Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 zeigt, dass der aktuelle Umsatz währungsbereinigt rund 35 Prozent über dem Vorpandemie-Niveau liegt. Dies entspricht einem CAGR von 6.5 Prozent.
Trotz geringerer Umsatzerlöse und einer derzeitigen Unterauslastung der Produktionskapazitäten ist es Dätwyler gelungen, die EBIT-Marge mit 15.4 Prozent (Vorjahr: 15.7 Prozent) auf einem stabilen Niveau zu halten. Dies erklärt sich mit umgesetzten Preisanpassungen, einem leicht verbesserten Produktmix und einem konsequenten Kostenmanagement. Der absolute Betriebsgewinn (EBIT) ging auf CHF 35.6 Mio. (Vorjahr: CHF 39.8 Mio.) zurück. Durch die Weiterentwicklung des Produktportfolios und eine Zusammenarbeit mit den weltweit führenden Glasherstellern und Systemintegratoren baut Dätwyler ihre Marktposition sukzessive aus.
Industrial Solutions mit wesentlicher Margenverbesserung
Der leichte Rückgang bei den Umsatzerlösen in der Business Area Industrial Solutions auf CHF 343.4 Mio. (Vorjahr: CHF 351.8 Mio.) ist im Wesentlichen auf einen negativen Währungseffekt zurückzuführen. Die Business Units Mobility und Food & Beverage haben sich leicht besser als ihre Märkte entwickelt. Die Business Units Connectors und General Industry lagen aufgrund eines langsameren Hochlaufs der E-Mobilität und einem schwachen Marktumfeld in der Öl- und Gasindustrie in den USA hinter den Absatz- und Umsatzzielen zurück. Durch eine konsequente Weitergabe von Kostensteigerungen, die Erhöhung der Produktivität und den nachhaltig tieferen Energiekosten gelang es der Business Area, den Betriebsgewinn (EBIT) um 54.1 Prozent auf CHF 31.9 Mio. (Vorjahr: CHF 20.7 Mio.) zu steigern. Entsprechend verbesserte sich die EBIT-Marge um 340 Basispunkte auf 9.3 Prozent (Vorjahr: 5.9 Prozent).
Stand vom 30.10.2020
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Die Business Unit Mobility konnte im Segment E-Mobilität attraktives Neugeschäft für Anwendungen bei Luftfederungen, Bremssystemen und im Antriebsstrang gewinnen und ihre Pipeline für Komponenten in der Fahrzeugbatterie weiter stärken. Die Business Unit Connectors konnte durch operative Verbesserungen an ihren Produktionsstandorten die Ergebnisbelastung aus niedrigeren Umsatzerlösen zu einem grossen Teil auffangen. Die Business Unit General Industry hat ihr Produktionskonzept weiter optimiert und hat ihre verschiedenen Produktlinien innerhalb der bestehenden Werke neu zugeordnet. Dies wird die Profitabilität verbessern, sobald die nachgefragten Mengen wieder zunehmen. Die Business Unit Food & Beverage ist dank einer starken Positionierung ihrer Kunden wesentlich über dem Marktdurchschnitt gewachsen. Die neue EU-Regulierung zu Verpackungsmaterialien unterstreicht die Bedeutung von Aluminium als ideales Material für Kaffeekapseln.
Ausblick
Kurzfristig sind verlässliche Prognosen in den meisten Märkten nach wie vor schwierig. Dätwyler geht davon aus, dass die schwache Nachfrage sowie der Lagerabbau bei den Healthcare-Kunden im zweiten Halbjahr anhalten werden. Ausnahmen bilden voraussichtlich die Business Units Mobility und Food & Beverage, welche ihren positiven Geschäftsgang im zweiten Halbjahr fortsetzen sollten. Für die Gruppe bedeutet dies, dass sich das zweite Halbjahr wahrscheinlich weitgehend in Übereinstimmung mit dem ersten Halbjahr entwickeln wird. Für das Gesamtjahr 2024 erwartet Dätwyler eine EBIT-Marge über Vorjahr und einen Umsatz im Bereich des Vorjahres.
Mittelfristig ist Dätwyler vom Wachstumspotenzial in ihren Märkten überzeugt. Dank den vorgezogenen Investitionen wird das Unternehmen von Skaleneffekten profitieren, sobald sich die Märkte normalisieren und die abgerufenen Mengen wieder zunehmen. Dätwyler nutzt die aktuelle Marktphase, um ihre kommerzielle und operative Leistungsfähigkeit sowie die Standards weiter zu verbessern. Damit wird das Unternehmen unter anderem Ressourcen freisetzen, um die Kommerzialisierung seiner Innovationsprojekte zu beschleunigen und die Innovationskraft weiter zu stärken. Zahlreiche neue Aufträge von bestehenden und neuen Kunden zeigen, dass die langfristigen Wachstumstreiber in den Märkten intakt sind und dass Dätwyler bevorzugter Entwicklungspartner für systemkritische Elastomerkomponenten ist.