Big Kaiser: digitalisierte Feinbohrköpfe Dank Digitalisierung «smart» feinbohren

Redakteur: Konrad Mücke

Für die Mikrobearbeitung ist der digitale Feinbohrkopf EWE 04-7 von Big Kaiser konzipiert. Mit seiner zukunftsweisenden Technologie sorgt er für höchste Genauigkeit bei komfortabler Bedienung. Damit bewirbt sich der Hersteller um den diesjährigen Award zur Messe Prodex.

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Kompakt und zuverlässig genau: Die digitalisierten Feinbohrköpfe eignen sich vorteilhaft zur Mikrobearbeitung.
Kompakt und zuverlässig genau: Die digitalisierten Feinbohrköpfe eignen sich vorteilhaft zur Mikrobearbeitung.
(Bild: Big Kaiser)

Von der zunehmenden Digitalisierung profitieren zahlreiche Fertigungsbetriebe. Der Schweizer Präzisionswerkzeughersteller Big Kaiser ist überzeugt, dass mechanische Produkte dank digitaler Technologien weiter verbessert werden können. Dies berücksichtigt er beim Entwickeln seiner Produkte, zum Beispiel seiner Feinbohrköpfe. Derart hat der Hersteller diese Werkzeuge bereits deutlich optimiert. So zählt der jüngst vorgestellte Feinbohrkopf EWE Downsize zum einen zu den kleinsten Feinbohrköpfen weltweit. Zum anderen vereinfacht er deutlich die komplexen Prozesse beim Feinbohren mit kleinen Werkzeugen. Mit seinen weitgehend digitalisierten Bedien- und Parametrierabläufen macht er das Feinbohren «smarter».

Kompakt und prozesssicher

Beim Entwickeln des Feinbohrkopfs fokussierten die Spezialisten bei Big Kaiser auf die Prozess­sicherheit. Das Bearbeitungsverfahren sollte zudem vereinfacht und beschleunigt werden. Das ist mit dem kompakten Aufbau und dem separaten Display gelungen. Bedient und parametriert wird der Feinbohrkopf mit einer eigens dafür verwirklichten APP. Diese ist für Smartphones, Tablets und Smart Watches einsetzbar. Über Funk werden die Daten übertragen. Somit lässt sich der digitalisierte Feinbohrkopf sehr einfach, übersichtlich und komfortabel überwachen und konfigurieren. Zudem entsprechen die dafür vorgesehenen Abläufe dem Verhalten und den Gewohnheiten künftiger Nachwuchskräfte. Die Experten des Herstellers sind überzeugt, dass diese Arbeitsabläufe künftig zum Stand der Technik in der Industrie werden.

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Beim Feinbohrkopf EWE Downsize entfällt das Einstecken eines externen Displays oder eines Kabels. Somit kann sich der Operateur ganz darauf konzentrieren, den Feinbohrkopf exakt zu justieren. Besonders vereinfachen dies die auf dem externen Display, zum Beispiel einer Smart Watch, angezeigten Toleranzfelder, deren Farben dynamisch wechseln. Diese einfach erkennbare Darstellung trägt wesentlich dazu bei, prozesssicherer zu arbeiten. Der neu entwickelte Feinbohrkopf EWE 04-7 ist 26 mm lang und hat 19,6 mm Aussendurchmesser. Somit eignet er sich ideal für Werkzeugmaschinen mit Spindeln für Werkzeugaufnahmen ISO 20, HSK-E25 und grösser. Er ist für 0,4 bis 7 mm Bohrungsdurchmesser und bis 16 mm Bohrtiefe ausgelegt. Werkzeughalter lassen sich stufenlos in der Länge einstellen. Mit seinen herausragenden, zukunftsweisenden Merkmalen werde der Feinbohrkopf EWE Downsize vorbildlich sein für weitere Ausführungen von Produkten zur Mikrobearbeitung, so der Schweizer Hersteller.

Um das Vertrauen in die Anwendung des Werkzeugs und den Arbeitsprozess auch bei bereits erfahrenen Anwendern zu stärken, lassen sich die Feinbohrköpfe mit sämtlichem bereits bewährtem Zubehör kombinieren und sogar analog justieren. Dazu verfügt der digitale Feinbohrkopf EWE Downsize nach wie vor über eine Skalaschraube. Mit ihr kann der Bediener wie gewohnt Durchmesser einstel­len.

Nach Bedarf der Anwender entwickeln

Mit seinen Entwicklungen digitalisierter Werkzeugtechnik entspricht der Schweizer Hersteller den Erwartungen in der Industrie. Als Beweis dafür steht zum einen der Gewinn des Prodex Award im Jahr 2016. Zum anderen ist das Unternehmen in den Jahren 2017 und 2018 mit seinen Produkten überdurchschnittlich gewachsen. Dazu sagt CEO Reto Adam: «Für uns ist es wichtig, dass wir nicht nur die Entwicklungen in unserer Industrie verfolgen, sondern auch aus den Wünschen unserer Kunden lernen.» Er ergänzt: «Die Anforderungen, welche unsere Kunden und Partner an uns stellen, werden immer höher und komplexer. Als Schweizer Unternehmen von mittlerer Grösse sind wir jedoch flexibel genug, diesen Erfordernissen in jeder Hinsicht zu entsprechen, sowohl im analogen wie auch im digitalen Prozess. Unsere hauseigene Entwicklungsabteilung trägt einen grossen Anteil dazu bei. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich, dass Kundenwünsche auch langfristig in unser Sortiment aufgenommen werden». - kmu - SMM

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