Trends in der Automobilbranche

Das Auto der Zukunft

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Vor- und Nachteile des gedruckten Autos

Strati wartet mit einigen Vorteilen auf – allen voran die einfachere, mit vier Tagen schnellere Herstellung mit weniger Einzelteilen. Während für die Produktion eines normalen Autos über 20.000 Teile benötigt werden, sind es bei Strati nur 49. Ein weiterer Vorteil: Mit einem Preis von nur fünf Dollar pro 450 Gramm ist das Material vergleichsweise günstig. Dennoch soll es genauso stark und stabil sein wie ein Aluminiumblech. Darüber hinaus ist das Auto individualisierbar – die Kunden können es nach ihren persönlichen Vorstellungen gestalten.

Nachteile von Strati sind vor allem die Tempo- und Platzlimitierung: Mit nur zwei Sitzen ausgestattet, kommt das offene Auto aus dem Drucker gerade einmal auf eine Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite liegt bei 250 Kilometern, der Elektromotor hat 18 PS.

Augmented Reality bei der Navigation: Von der Landkarte zum Navi

Früher waren Landkarten bei Reisen mit dem Auto ein unverzichtbarer Begleiter. Seit den 1990er Jahren lotsen jedoch Navis die Autofahrer von A nach B – im Jahr 2014 feierten sie ihren 25. Geburtstag. Hatte Bosch schon 1983 den Prototypen Eva („Elektronischer Verkehrslotse für Autofahrer“) entwickelt, der sich nur auf die Hildesheimer Innenstadt beschränkte, kam 1989 mit dem TravelPilot das erste serienreife Navigationsgerät für Europa auf den Markt.

Neue Technologien als Konkurrenz für Navigationsgeräte

Neue Technologien machen jedoch den klassischen Navis Druck: So kommt es aufgrund von Smartphone-Apps zu sinkenden Navi-Verkäufen. Denn wenn das ohnehin benötigte Smartphone mit GPS die Offboard- und Onboard-Navigation ermöglicht – oft genauso zuverlässig wie klassische Navigationsgeräte – werden letztere nicht mehr zwingend bei der Autofahrt gebraucht. Hinzu kommt, dass immer mehr Auto-Cockpits standardmässig über integrierte Navis verfügen. Der Zukunftstrend geht zudem hin zu einer Cloud-Anbindung: Hier werden die Autos mit Echtzeit-Informationen aus individuellen lokalen Datenwolken – den Clouds – verknüpft.

Head-up-Displays nutzen die komplette Windschutzscheibe, um Informationen zur Geschwindigkeit oder Navigation so darzustellen, dass die Fahrer weiterhin die Strasse im Blick haben.(Bild:   fotolia.com © ambrozinio (#119321184))
Head-up-Displays nutzen die komplette Windschutzscheibe, um Informationen zur Geschwindigkeit oder Navigation so darzustellen, dass die Fahrer weiterhin die Strasse im Blick haben.
(Bild: fotolia.com © ambrozinio (#119321184))

Darüber hinaus wächst die Bedeutung von Augmented Reality bei der Navigation. Die sogenannten Head-up-Displays sollen es ermöglichen, die Konzentration voll und ganz auf die Strasse zu lenken. Denn hierbei wird die komplette Windschutzscheibe genutzt, um mittels Augmented Reality Informationen zu Verkehrsführung, Route und Abstand zum voranfahrenden Fahrzeug auf die Strasse zu projizieren. Damit begegnen sie dem Problem klassischer Navigationssysteme, bei denen der Blick des Fahrers immer wieder von der Strasse weggelenkt wird. Die korrekte Ausrichtung der Informationen erfolgt über die Ermittlung der Kopfposition des Fahrers. Obwohl die Head-up-Displays schon 2003 eingeführt wurden, sind sie bislang noch nicht sehr verbreitet. Das soll sich jedoch in naher Zukunft ändern: Für 2016/2017 ist die serienmässige Markteinführung geplant. So haben die Autofahrer jederzeit alles im Blick und können sich dennoch problemlos zurechtfinden.

„Smart Car“: Intelligente Sicherheitssysteme

Ein weiterer Aspekt nimmt bei Autos eine immer grössere Bedeutung ein: Die Sicherheit. Auch in diesem Bereich trägt die Digitalisierung dazu bei, bessere, intelligente Sicherheitssysteme zu entwickeln, um für mehr Sicherheit der Autofahrer zu sorgen.

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