Reibwerkzeug Das Reiben revolutioniert

Redakteur: Matthias Böhm

>> Die CircoTec-RX-Reibahlen des Schweizer Herstellers Urma haben das Reiben revolutioniert. Sagten Experten früher, dass Reibahlen grundsätzlich lang bauen müssen, um genügend Führung zu haben, setzt Urma auf extrem kurz bauende modulare Reibköpfe. So kurz, dass sie aussehen wie Scheibenfräser. Doch einmal ausprobiert, sagt ein Produktionsleiter zu dem Reibahlen-Konzept: «Es ist eine der wenigen wirklichen Pionierleistungen der letzten Jahre im Werkzeugbereich.»

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Sah anfänglich nicht nur für den Laien wie ein Scheibenfräser aus: die extrem schmal bauenden CircoTec-RX-Reibahlen-Wechselköpfe, die in 1 bis 2 Minuten auf den Werkzeugträger fixfertig verschraubt sind.
Sah anfänglich nicht nur für den Laien wie ein Scheibenfräser aus: die extrem schmal bauenden CircoTec-RX-Reibahlen-Wechselköpfe, die in 1 bis 2 Minuten auf den Werkzeugträger fixfertig verschraubt sind.
(Bild: Urma)

böh. Dass es zu einer Schweizer Pionierleistung im Reiben kam, ist unter anderem dem «Kopf» der Urma AG, Gilbert Zumsteg, Leiter Technik, Konstruktion und Entwicklung, zu verdanken: «Ich stellte fest, dass die Reibwerkzeuge in der ganzen Branche sehr ähnlich sind und sich darunter viele gelötete Werkzeuge oder Vollhartmetall-Werkzeuge befinden, bei welchen auch der Schaft aus Hartwerkstoff besteht. Da hatte ich das Gefühl, dass hier etwas zu ändern wäre». Doch bis aus der Idee, dass etwas grundlegend anders gemacht werden müsse, ein neues – vom Markt angenommenes Erfolgs-Werkzeug wird – ist es ein langer Weg. Als es so weit war, war das neue Konzept der CircoTec-RX-Reibahlen derart ungewöhnlich, dass einige Anwender dachten, Urma stelle plötzlich Scheibenfräser her, so kurz bauten sie die Reibköpfe. Nachdem die anfängliche Skepsis der Experten und Anwender verflogen war, machte sich die neue Reibahlen-Generation auf einen echten Siegeszug.

Höchste Ansprüche an Wechselköpfe

Speziell an den CircoTec-RX-Reibahlen ist u.a., dass sie sich durch einen modularen Aufbau mit Wechselkopfsystem auszeichnen. Wechselköpfe sind zwar kein Killerkriterium im Reiben, aber äusserst anspruchsvoll in der Verwirklichung, weil die Präzision mit jeder zusätzlichen Schnittstelle im Werkzeugsystem geringer wird. Und auf die kommt es beim Reiben an. Deshalb galt es, eine Schnittstelle zu entwickeln, die den extremen Präzisionsanforderungen im Reiben genügt. Dementsprechend anspruchsvoll ist das Klemm- und Positionierprinzip der modularen Reibschneiden. Die stets gleich kurzen, lediglich 4,3 mm dicken – respektive langen – Schneiden werden über einen ultrapräzisen Innenkegel auf dem Schneidenträger innerhalb positioniert. Wichtig hierbei ist zudem zu erwähnen, dass der Grundträger als auch der Reibkopf nicht spezifisch aufeinander abgestimmt sein muss. Dieses ist eines von vielen Puzzleteilen, die dem Reibsystem zum Erfolg verhalfen.

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