Interview, Giuseppe Barile / GF der DMG MORI SEIKI Schweiz AG «Das wichtigste Zukunftsthema ist Industrie 4.0»

Redakteur: Matthias Böhm

DMG MORI SEIKI Schweiz AG gehört zu den ganz Grossen der Schweizer Fertigungstechnik. Das zeigt sich auch an der Prodex, wo 13 Werkzeugmaschinen aus dem Portfolio des deutsch-japanischen WZM-Herstellers ausgestellt werden. Im Interview sagt Giuseppe Barile, Geschäftsführer DMG MORI SEIKI Schweiz AG, in welche Richtung sich die Fertigungstechnik entwickeln wird.

Firmen zum Thema

«‚Celos‘ ermöglicht es sämtliche verfügbaren Planungs-, Prozess- und Maschinendaten an der Maschine zu bearbeiten.» Giuseppe Barile, Geschäftsführer, DMG MORI SEIKI Schweiz AG
«‚Celos‘ ermöglicht es sämtliche verfügbaren Planungs-, Prozess- und Maschinendaten an der Maschine zu bearbeiten.» Giuseppe Barile, Geschäftsführer, DMG MORI SEIKI Schweiz AG
(Bild: DMG Mori Seiki)

SMM: Was sind die Schwerpunkte des Messeauftritts?

Giuseppe Barile: Insgesamt präsentierten wir auf unserem Messestand 13 Hightech-Maschinen, darunter sieben Exponate mit «Celos». Mit «Celos» haben wir ein einzigartiges Produkt entwickelt, das es ermöglicht, von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt sämtliche verfügbaren Planungs-, Prozess- und Maschinendaten an der Maschine zu bearbeiten, was die Effizienz erhöht und ganzheitlich die Produktivität steigert. Dazu kann der Mitarbeiter über die Multi-Touch-Oberfläche vor Ort an der Maschine Daten verwalten, dokumentieren und visualisieren. Ausgerüstet mit insgesamt 12 Celos APPs, lassen sich dadurch komplexe Aufgaben sehr einfach erledigen. Darüber hinaus ermöglicht Celos eine individuelle Konfiguration von Aufträgen. Und das Umrüsten der Maschine sowie das Bearbeiten von Aufträgen wird menügeführt im Dialog zwischen Mensch und Maschine erarbeitet, die beide wieder enger zusammenrücken.

Welche Maschinen können Sie hervorheben aus Ihrem Produktportfolio?

G. Barile: Maschinenseitig präsentieren wir dem Besucher einen repräsentativen Querschnitt unseres Produktportfolios. Die herausragenden Möglichkeiten im Universaldrehen repräsentiert die «NLX 2500SY/700». Aus unserem Spektrum der Turn-&-Mill-Bearbeitungszentren zeigen wir die «CTX beta 800 TC» und die «NTX 1000 2nd Generation», während die «Sprint 20|5» gemeinsam mit der «Sprint 50» unsere Kompetenz im Produktionsdrehen dokumentiert.

Im Bereich der Fräs-Technologie reicht das Spektrum der Exponate von den Universal-Fräsmaschinen «DMU 40 eVo» und «DMU 80 P Duoblock 4. Generation» über das Vertikalzentrum «DMC 850 V» und das Horizontal-Bearbeitungszentrum «NHX 4000 2nd Generation» bis zur hochpräzisen Ultrasonic-Maschine «Ultrasonic 30 linear».

Und wie verhält es sich mit Ihren Einstiegmaschinen?

G. Barile: Komplettiert wird unser Prodex-Auftritt durch gleich drei Exponate aus der Ecoline-Familie, namentlich die Universal-Drehmaschine «ecoTurn 450», die Universal-Fräsmaschine «ecoMill 50» sowie das hochproduktive Kompakt-Bearbeitungszentrum «Milltap 700».

Worin sehen Sie im Moment die entscheidenden technischen und strategischen Entwicklungen in der Werkzeugmaschinenbranche?

G. Barile: Das sowohl technisch als auch strategisch wichtigste Zukunftsthema derzeit ist Industrie 4.0, mit dem sich auch der Werkzeugmaschinenbau auseinandersetzen muss. «Celos» als Schlüsselelement in diesem Zusammenhang habe ich bereits erwähnt. Ein zweiter wichtiger Industrie-4.0-Trend ist die Herstellung von Einzelteilen in Serie und damit die verstärkte Automation von Fertigungsprozessen. Hier bieten wir mit den 360°-Lösungen von DMG MORI Systems schon heute die gesamte Bandbreite möglicher Automatisierungslösungen komplett aus einer Hand – von der Standalone-Fertigungszelle bis hin zu TurnKey-Projekten mit Technologie, Werkzeugmaschine, Automation und Peripherie beispielsweise für anspruchsvolle Automotivekunden. <<

(ID:43017876)