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Neue Technologien – neue Anforderungen
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet das Schleuderbetonwerk und Demag. So finden sich in den Werkhallen noch alte Fehr-Krane (Fehr wurde 1991 von Demag übernommen), die heute dank guter Wartung noch genauso funktionieren wie vor 40 Jahren. Was sich seither jedoch verändert hat, sind die Ansprüche an die technologischen Eigenschaften von Produkten und Maschinen. Sacac muss sich heute vor allem den neuen Anforderungen des Marktes stellen, insbesondere was die Höhe der Stützen anbelangt. Das erfordert ein umfangreiches Know-how in der Betontechnologie und im Bereich der Verfahrenstechnik. Bis zu 30 Meter lange Produkte werden heute mit dem Schleuderverfahren hergestellt. Das ist gleichzeitig einer der Wettbewerbsvorteile, erklärt uns Sandro Mariani, Leiter Technik bei Sacac. Um diese Längen bewerkstelligen zu können, bedarf es einer gewissen Infrastruktur. Zum einen müssen die Hallen eine entsprechende Höhe aufweisen, vor allem aber müssen diese Ausmasse auch beherrschbar sein.
Vorhandene Hallenarchitektur als Herausforderung
Beim Umbau der Produktion im Bereich SCC war das Know-how von Demag gefragt, denn die Anforderungen waren hoch. Die erste Herausforderung war die vorhandene Hallenarchitektur. Anders als beim Schleudern, wo man das Produkt liegend herstellt, wird der selbstverdichtende Beton (SCC) in stehenden Schalungen verarbeitet. Die Hallenhöhe muss dazu komplett ausgenutzt werden. Der Kran musste also so nahe wie möglich an das Fachwerk gebaut werden, um einen optimalen Hakenweg zu gewährleisten. Zusätzlich durfte der bereits bestehende 25-Tonnen-Demag-Kran nicht behindert werden, was nicht ganz einfach zu lösen war, denn der Platz war knapp.
Das Team der Demag Cranes & Components AG entschied sich für zwei Zweiträger-Laufkrane vom Typ ZKKE mit Kastenträgern, mit einer Traglast von 5 Tonnen, einer Spannweite von 14,9 m, einer Hubhöhe von 7348 mm und einer Kranbahnlänge von 20 m. Die erforderliche Hakenhöhe konnte durch das Aufbocken des Kranhauptträgers ermöglicht werden. Die Unterkante des Kranträgers wurde um 1284 mm zur Oberkante der Kranbahnschiene erhöht und die Struktur mit einem Kran mit Elektroseilzug und Zweischienenlaufkatze ausgestattet. «Zudem waren die Geschwindigkeiten von 0,5 bis 9 Meter pro Minute, mit der Pro-Hub-Funktion sogar 13 Meter pro Minute, schlagende Argumente, sich für einen Demag-Kran zu entscheiden», erklärt Sandro Mariani.
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