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Alle sprechen von Industrie 4.0 und ignorieren dabei das Problem der Industriespionage. Wie sehen Sie das als Konzernmitglied?
A. Achermann: Die Einführung der Servotechnologie durch Schuler im Jahr 2007 ist ein Beispiel für den Wandel von aufwändigen mechanischen Lösungen zu vereinfachten mechanischen Systemen mit intelligenten Steuerungen, deren Intelligenz auf der digitalen Ebene steckt. Damit wurde die Basis für Industrie 4.0 im Pressenbau gelegt. Grundsätzlich wächst die Bedeutung von Daten, insbesondere Produktionsdaten, und deren Auswertung im Maschinen- und Anlagenbau. Diese Daten können durch eine Verschlüsselung wirksam geschützt werden. Das grössere Risiko liegt meiner Meinung nach darin, dass unsere Heimatmärkte Schweiz und Europa nicht optimal auf diese Transformation vorbereitet sind. Problematisch sind vor allem fehlende Standards für Software und Schnittstellen, der Mangel an ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern und die fehlende Infrastruktur, etwa in Form von leistungsfähigen Leitungen für grosse Datenmengen.
Wie lösen Sie die Diskrepanz zwischen einem Massenprodukt für die Automobilindustrie und einer individuellen Anfertigung?
A. Achermann: Wir lösen die Diskrepanz mit dem oben genannten Basisprogramm, das wir anhand eines Baukastensystems individualisieren können.
Zum Schluss, wie halten Sie Ihre Mitarbeiter motiviert?
A. Achermann: Unsere Mitarbeiter sind hoch motiviert und sehr loyal zur Firma. Wir pflegen bei uns eine eigenständige und offene Firmenkultur, welche seinesgleichen sucht. Am Schluss ist es ein Wechselspiel zwischen Leistung erbringen und Leistung erfahren. Dieses Gleichgewicht wird bei uns grossgeschrieben. <<
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