Restrukturierungen

Der Faktor „Mitarbeiter“ bei Umstrukturierungen

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So individuell jede Restrukturierung auch ist, sind die Maßnahmen grundsätzlich die gleichen: Kosten und Kapitalbindung senken, Umsatz steigern – und das über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg und in allen wichtigen Abteilungen. Maßnahmen, die erfolgversprechend sind und trotzdem oft nicht den gewünschten Effekt bringen. Denn statt das Unternehmen als lebendiges Ganzes einzubeziehen, werden nur Teilaspekte optimiert, die Mitarbeiter und andere Interessengruppen vernachlässigt.

Management muss aktuelle Situation offen darlegen

Damit eine Restrukturierung nachhaltig erfolgreich ist, muss der Krisenmanager alle Interessengruppen von Beginn an in den Prozess mit einbeziehen – vor allem bei multinationalen Unternehmen lässt sich so die Größe und Vielfältigkeit der Organisation besser und dauerhaft in den Griff bekommen. Einbindung bedeutet eine ehrliche und offene Darlegung der aktuellen Situation und die Einbindung aller relevanten Interessengruppen bei den wichtigen Entscheidungen.

Der ideale Krisenmanager muss souveräner Teamspieler sein, der einerseits mit Ruhe und Fingerspitzengefühl die Fäden zusammenhält, andererseits sehr bestimmt und geradlinig in seinem Vorgehen und seinen Entscheidungen ist.

Folgende fünf Punkte sind während des Prozesses entscheidend: Erstens, gewinnen Sie die Mitarbeiter! Oft schwelt es in Unternehmen, wenn eine Restrukturierung ansteht: Resignation, Unmut, aber auch Angst vor einer ungewissen Zukunft machen sich breit. Das zu überwinden, ist die erste Herausforderung des Krisenmanagers und der erfolgskritische Moment zu Beginn einer Restrukturierung. Das Ziel muss sein, dass sich nach der harten Phase die Mitarbeiter wieder verantwortlich und motiviert fühlen.

Wolkiges Technokratengeschwafel unbedingt vermeiden

Das Management spricht bei Versammlungen beispielsweise floskelhaft von „für den Wettbewerb nötigen Strukturanpassungen“ und einer „zukunftsorientierten Aufstellung“. Der erfahrene Krisenmanager dagegen wagt sich in die Büros und Produktionsstätten und informiert die Mitarbeiter persönlich im Klartext: „Innovative Technik und neue Wettbewerber drängen auf den Markt, die Preise fallen, der Umsatz bricht deswegen um ein Drittel ein.

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