Der neue Gebirgshelikopter AW Da Vinci

Redakteur: Redaktion SMM

Die auf den Gebirgsbasen der Rega seit 1992 eingesetzten Rettungshelikopter des Typs Agusta A 109 K2 werden im laufenden Jahr durch Helis der neusten Generation vom Typ Agusta Westland Da Vinci ersetzt. Dieser Schritt ist notwendig: Die Zahl der jährlichen Flugstunden hat sich in den letzen zwanzig Jahren beinahe verdoppelt – bei heute kleinerer Flotte. Grösserer Verschleiss und kürzere Wartungsintervalle sind die Folge. Die Beschaffung des neuen Helikopters trägt diesen Entwicklungen Rechnung.

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Der technische Fortschritt verläuft auch im Bereich der Helikopterfliegerei rasant: So sind beispielsweise die Wartungskosten bei Helikoptern der neusten Generation tiefer als bei der bisherigen Flotte. Die Lärmemissionen sind trotz gleichzeitiger Leistungssteigerung geringer. Es gehört deshalb zur Investitionspolitik der Rega, die Helikopterflotte in Zyklen von zirka 15 Jahren zu erneuern. Die im September 2006 abgeschlossene intensive Evaluationsphase führte zu einem, speziell auf die Gebirgsrettung der Rega ausgerichteten Helikopter. Die Herstellerfirma Agusta Westland in Italien entwickelte den Da Vinci gemäss den strengen, klar definierten Vorgaben der Rega. Insgesamt werden elf Stück dieses Helis beschafft.

Ambitiöses Anforderungsprofil

Das hoch gesteckte Einsatzprofil der Rega umfasst unter anderem folgende Anforderungen:- zweimotoriger Antrieb- elektronisch gesteuerte Triebwerke (FADEC)- Operationshöhe mit Einsatzgewicht bis 4500 Meter über Meer (bei ISA +20 °C)- maximale Höhe 6000 Meter über Meer- grössere Kabine als das Vorgängermodell- Glascockpit (volldigitaler, vierachsiger Autopilot, Enhanced Vision - Infrarotkamera Hinderniswarnsystem FLOICE, Traffic-Warnsystem TCAS )- Rettungswinde mit 90 m Seillänge / Tragfähigkeit 270 kg (gegenüber 50 m und 204 kg beim Vorgängermodell)- möglichst geringe Lärmemissionen- modernstes medizinisches Konzept.In den Jahren 1991 bis 1995 hatte die Rega fünfzehn Helikopter des Typs Agusta A 109 K2 beschafft. Sie ersetzten damals die zwölf Alouette III SA 319 B und die drei Bölkow BO105 CBS. Die Helikopterflotte bestand in der Folge nur noch aus einem Typ, bis im Jahr 2003 die Flachlandbasen Lausanne, Bern, Basel und Zürich mit Helikoptern des Typs Eurocopter EC 145 ausgerüstet wurden.Mit der Übergabe der neuen AW Da Vinci an die Gebirgsbasen Locarno, St.Gallen, Untervaz, Wilderswil, Erstfeld sowie Samedan wird nun der zweite Teil der Flottenerneuerung realisiert.

nformationwww.rega.ch Hier finden sich auch Informationen zur Gönnerschaft.

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