Der perfekten Werkstofflösung auf der Spur
Um so effizient wie möglich zu produzieren, benötigen Werkzeug- und Formenbauer perfekt auf ihre spezifischen Anwendungen zugeschnittene Stähle. So viel zur Theorie. Denn die passgenaue Auswahl eines neuen Werk-stoffs inklusive weiterführender Bearbeitungsleistungen gleicht in der Praxis nicht selten dem Zusammensetzen eines komplizierten Puzzles. Die enge Zusammenarbeit von Anwendern und Werkzeugstahl-Lieferanten ist dabei erfahrungsgemäss besonders Erfolg versprechend
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Die Werkstoffauswahl hängt vom Verwen-dungszweck ab. Diese simple Formel hat für den Werkzeug- und Formenbau eine besonders grosse Bedeutung, weiss Olaf Matter, Leiter des Geschäftsbereichs Werkzeugstahl bei Schmolz und Bicken-bach: «Den Unternehmen stehen unter-schiedlichste Stahlsorten, Qualitäten, Ausführungen und Bearbeitungsleistun-gen zur Auswahl», sagt er. «Für jeden Ver-wendungszweck gibt es die passende Lö-sung.» Im Umkehrschluss bedeutet dies aller-dings auch, dass die Verwendung eines weniger geeigneten Stahls zu suboptima-len Ergebnissen führen kann, beispiels-weise bei den Maschinenrüst- und -stand-zeiten. Mehr noch als bei anderen Werk-stoffen ist bei der Beschaffung von Werk-zeugstählen Experten-Know-how gefragt ? sowohl auf der Anwender- ? als auch auf der Lieferantenseite. Schliesslich führen bereits minimale Unterschiede in der Ma-terialverwendung zum Einsatz ganz unter-schiedlicher Werkzeugstähle.
Werkstoffeigenschaften und Anwendungsbedingungen
Grundsätzlich werden Werkzeugstähle in vier Kategorien unterteilt: Kalt- bzw. Warmarbeitsstähle, Kunststoffformenstäh-le und Schnellarbeitsstähle. Vor der Auswahl der geeigneten Stahllösung stehen viele grundsätzliche Fragen: Innerhalb welches Temperaturbereichs wird das Werkzeug eingesetzt? Welchen Belastungen muss es standhalten? Welcher Verschleisswiderstand ist notwendig? Wie ist die Gefahr von spannungsbedingten Rissbildungen einzuschätzen? Die Antworten auf diese und viele wei-tere Fragen geben Aufschluss über die in-dividuellen Eigenschaften, die der Stahl für den jeweiligen Anwendungsfall aufweisen muss. Dazu zählen beispielsweise die wirt-schaftliche Spanbarkeit und ein hoher Ver-schleisswiderstand ebenso wie gute Tem-peraturleitfähigkeit, gute Härtbarkeit sowie gute Polier- und Ätzfähigkeit. «Welche Kombination von Werkstoffeigenschaften im Einzelnen zum besten Ergebnis führt, muss für jede Anwendung neu definiert werden», erläutert Frank Hopp, Vertriebs-leiter Werkzeugstahl bei Schmolz und Bi-ckenbach.
