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An vier Standorten entstehen Demonstratoren und Pilotanwendungen
Doch forschen ohne Praxisbezug hätte nur eingeschränkte Relevanz. Deshalb entstehen bis 2016 an vier Standorten in Deutschland Demonstratoren und Pilotanwendungen. Mit ihnen soll es gelingen, Lösungsvorschläge schneller in die Praxis zu überführen und Schlüsselbranchen für die Themenstellungen und Ergebnisse zu sensibilisieren.
Doch wie könnte die Fabrik der Zukunft aussehen? Welche Maschinen werden benötigt? Und wie müssen die Prozesse gestaltet sein? Zukünftig werden Pilotanwendungen an den Fraunhofer-Instituten in Stuttgart (Produktionstechnik und Automatisierung), in Dortmund (Materialfluss und Logistik) und in Berlin (Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik) dies verdeutlichen.
Ressourceneffiziente Technik und energieeffiziente Produktionsanlagen
„Am Fraunhofer-IWU in Chemnitz ist einer dieser Demonstratoren bereits in der finalen Anlaufphase: die E3-Forschungsfabrik Ressourceneffiziente Produktion, erklärt Putz. Dort werden neue Technologien und Verfahren sowie fabrikplanerische Konzepte für die nachhaltige Fertigung entwickelt und gemeinsam mit Industriepartnern aus dem Automobil- und Maschinenbau sowie dem Flugzeugbau erprobt.
Die Summe von circa 20 Mio. Euro umfasst Investitionen in Gebäude- und Anlagentechnik. Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundes, des Freistaates Sachsen und der EU finanziert sowie von diversen Industriepartnern kofinanziert. Auf der Hannover-Messe soll die Forschungsfabrik nach circa zweieinhalb Jahren Bauzeit erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Steigende Energiekosten, die demografische Entwicklung, das sich verändernde Mobilitätsbedürfnis, die Chancen und Risiken der Informationsgesellschaft oder auch die zunehmende Automatisierung in der Produktion – die Herausforderungen, mit denen sich Wissenschaft, Forschung und Industrie auseinandersetzen müssen, sind vielschichtig und komplex. Das Forschungskonzept der E3-Produktion ist eine Antwort auf die globalen Megatrends. Neu daran ist die klare Fokussierung auf eine nachhaltige Wertschöpfung und daraus folgend eine ganzheitliche Betrachtung der wesentlichen Komponenten des Systems Produktion: Rohstoff/Werkstoff, Energie, Information und Mensch.
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