Kollaborative Roboter von Fanuc

Die nächste Stufe der Automation

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Theoretisch von Anfang an immer ein Pluspunkt der Konzeption kollaborativer Fertigungseinheiten: die Platzersparnis. Käme man mit den Kosten für einen Schutzzaun noch irgendwie hin, ist Platz knapp, wenn Sicherheitsabstände von Mensch und Roboter eingehalten werden sollen. Simulationen per Roboguide zeigen, dass kombinierte Arbeitsplätze möglich sind. Vergleichsweise einfach in den Griff zu bekommen sind sogenannte kollaborative Zellen, die «zur Aussenwelt hin» auf drei Seiten einen Schutzzaun haben und lediglich zum Werker hin offen sind. Schutzmassnahmen wie DCS von Fanuc bieten den erforderlichen Schutz. Aber auch bei völlig ohne Zaun konzipierten Arbeitsplätzen kann DCS durch die individuelle Festlegung von Sicherheitszonen ein zusätzlicher Schutz sein.

Die einfachen Lösungen sind die besten

Mag sein, dass in Messepräsentation mehr Technik hineingepackt wird, als man in der Praxis braucht. Aber «weglassen» ist einfacher, als bei einer Kundenanfrage erst neu entwickeln zu müssen. Wer «Bin Picking» beherrscht, dem sind auch einfache Anwendungen wie Pakete stapeln zuzutrauen.

Dass bei Aufgaben, die kollaborativ gelöst werden sollen, einzelne Aspekte gewichtet werden, ist ganz normal und unterscheidet sich lediglich im Bewertungsmassstab von üblichen Roboteraufgaben. Dabei stehen zweifellos ergonomische Aspekte im Vordergrund. Die klassischen Argumente, die für eine Automatisierung sprechen, gelten auch für Aufgaben, die mit kollaborativen Robotern gelöst werden sollen. Anfragen von Kunden unterschiedlicher Branchen zeigen, dass es meist um ergonomische Aspekte geht. Da ist der Roboter einfach kräftiger, präziser und dauerhaft gleichmässig belastbar.

Wirkt auf den Roboter eine festgelegte Kraft, stoppt er. Wird der untere Grenzwert überschritten, stoppt er, startet aber das laufende Programm wieder automatisch. Wird jedoch der obere Schwellwert erreicht, muss der Roboter über einen der beiden Taster am Roboter manuell gestartet werden. Dieser Grenzwert beträgt 150 N. Programminformationen gehen bei den kollaborativen Robotern durch einen solchen Stopp nicht verloren.

Auch darüber muss gesprochen werden: Welche passiven Sicherheitsmassnahmen bietet ein CR-35iA? Bei diesen Robotern hat Fanuc zwei Funktionen realisiert, die das Arbeiten erleichtern (push to escape) oder die helfen, Verletzungen zu vermeiden (retract motion). Die Funktion «push to escape» gibt es auch für Standardroboter. Damit kann der Roboter recht einfach wahlweise über Achse 1 zur Seite oder über Achse 2 nach oben geschoben werden. Würde der Werker zwischen einem feststehenden Körper und dem Roboter eingeklemmt, führte der Roboter eine Bewegung entgegen der bisherigen Bewegungsrichtung aus.

Für zusätzliche Akzeptanz hat beim CR-35iA mit seiner durchaus imposanten Erscheinung das sogenannte «Softcover», die weiche Schutzhülle, gesorgt. Bei den neuen CR-7iA-Robotern hat man auf das Softcover verzichtet. Sie sind nur noch an der grünen Lackierung erkennbar und von den Standardrobotern der LR-Mate-Serie zu unterscheiden. SMM

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