DMG-Mori-Hausausstellung 2018

Digitalisierte Produktion und Automationslösungen

| Redakteur: Anne Richter

Mit der NTX 3000 präsentiert DMG Mori als Weltneuheit eine neue Baugrösse seiner leistungsstarken Dreh-Fräszentren.
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Mit der NTX 3000 präsentiert DMG Mori als Weltneuheit eine neue Baugrösse seiner leistungsstarken Dreh-Fräszentren. (Bild: Anne Richter, SMM)

DMG Mori hat auf seiner Hausausstellung 2018 in Pfronten seine Lösungen für digitalisierte Produktion und ganzheitliche Automation vorgestellt. Insgesamt hat das Unternehmen 70 Hightech-Maschinen gezeigt, darunter die neue NTX 3000 zur Dreh-Fräs-Komplettbearbeitung grosser Werkstücke.

Eines der zentralen Themen der DMG-Mori-Hausausstellung vom 30. Januar bis 3. Februar 2018 bei Deckel Maho in Pfronten war die digitale Transformation im Werk­zeug­maschinenbau. Das Unternehmen folgt dabei einer Bottom-up-Strategie vom Bearbeitungsprozess über digitale Workflows zur durchgängig vernetzten digitalen Fabrik – von der Celos-Maschine über Celos-Manufacturing bis zur Digital Factory. In der Gesamtheit der Innovationen und Zukunftsinitiativen strebt DMG Mori einen digitalen Werkzeugkasten an, der sowohl kleineren Betrieben einen einfachen und harmonischen Einstieg in die Digitalisierung ermöglicht als auch grosse Unternehmen durchgängig und modular bedienen kann.

Workflows durchgängig digitalisiert

Eine wichtige Komponente der digitalisierten Produktion ist für DMG Mori das App-basierte Steuerungs- und Bedien­umfeld Celos. Bereits über 10 000 ausgelieferte Maschinen sind mit Celos ausgestattet. Mit der Celos-Version 5.0 steht ab dem Frühjahr 2018 die Durchgängigkeit von digitalen Workflows im Fokus – von der Planung über die Vorbereitung in die Fertigung bis zum Monitoring. So können mit dem Celos-App-Package Digital Planning Aufträge unter Berücksichtigung verschiedenster Abhängigkeiten effizient organisiert werden. Ein weiteres Workflow-­Package ist das Digital Tooling. Alle für den Fertigungsprozess notwendigen Werk­zeug­informationen lassen sich damit zentral verwalten: bei der NC-Programmierung und Simulation ebenso wie beim Rüsten, Einlesen und Beladen. Für mehr Transparenz in der Produktion visualisiert das App-Package Digital Monitoring alle wesentlichen Informationen der digitalen Fabrik.

Es bietet die Erfassung, Speicherung, Analyse und Visualisierung von Maschinen­sensordaten und ermöglicht anschlies­send die Analyse einer oder mehrerer Maschinen, z. B. zur Früherkennung von Maschinenstörungen, und visualisiert die aktuelle Maschinenverfügbarkeit und -effektivität.

Mit Adamos zum Turnkey-Provider

Für den weiteren digitalen Ausbau hat DMG Mori gemeinsam mit Partnern aus Maschinenbau und IT die IIoT-Initiative Adamos gegründet. Im Kern der globalen Adamos-Initiative geht es darum, im gleichberechtigten Miteinander die digitale Zukunft des Maschinenbaus zu gestalten. Bei Adamos arbeitet DMG Mori mit starken Partnern wie Dürr, Zeiss, ASM, Engel und der Software AG zusammen. Kurzfristig werden über 100 Kunden an die neue IIoT-Plattform angeschlossen und alle Maschinen von DMG Mori über vollständige Konnektivität verfügen.

Informationsfluss beschleunigen und optimieren

Als weiteren Meilenstein seiner Digitalisierungsstrategie sieht DMG Mori die Werkbliq GmbH aus Bielefeld mit ihrem 20-köpfigen Team, die der Werkzeug­maschinenbauer zum Jahresende 2017 übernommen hat. Werkbliq bietet eine herstellerübergreifende Plattform, auf der alle Beteiligten im Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Mithilfe von individuellen Dashboards erhalten Maschinenbetreiber auf Knopfdruck alle wichtigen Informationen und Kennziffern auf der Werkbliq-Benutzeroberfläche. «So wird der gesamte Wartungs- und Instandhaltungsprozess digitalisiert und deutlich beschleunigt», sagt Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG Mori AG.

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