Virtuelles Design Effizienter zum Produkt

Redakteur: Luca Meister

Was sollten Unternehmen beachten, die ihre Design-Prozesse durch virtuelle Techniken unterstützen möchten? Welche Möglichkeiten gibt es und wo liegen die Grenzen? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach den Ratgeber «Virtuelle Techniken im Design» veröffentlicht. Der Ratgeber basiert auf den Ergebnissen einer Befragung von Unternehmen, die heute bereits Virtuelle Techniken im Design einsetzen.

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Immersives Sketching in einer CAVE.
Immersives Sketching in einer CAVE.
(Bild: Fraunhofer IPK)

mei. Der Ratgeber soll interessierten Unternehmen bei der Orientierung im Themenfeld Virtuelles Design helfen, indem er es ihnen ermöglicht, von erfahrenen Experten zu lernen. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen nutzen heute nur unterdurchschnittlich häufig Virtuelle Techniken in ihren Designprozessen. Eines der Haupthindernisse ist ein Informationsdefizit. Der Ratgeber «Virtuelle Techniken im Design» trägt daher Wissen zu Systemen, Anwendungsfeldern, Barrieren und Nutzenpotenzialen zusammen und gibt es strukturiert an die Leser weiter.

Die Befragung wurde von Unternehmen unterstützt, die zu den Vorreitern im Virtuellen Design gehören, wie Bernd Kussmaul, Bertrandt, BSH Hausgeräte, Daimler, John Deere, Hilti, Kärcher, MAN, Miele und Porsche. Aus dem Bereich Forschung und Entwicklung haben das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), die Fachhochschule Köln, die ESI Group sowie Lightshape teilgenommen.

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Status quo

Seit dem Aufkommen kommerziell erhältlicher Virtual-Reality-(VR-)Systeme Anfang der 1990er-Jahre wurde versucht, diese Technologie auch für Design-Anwendungen nutzbar zu machen. Zu Beginn ging es noch schwerpunktmässig darum, realistische, bald fotorealistische Visualisierungen digitaler Prototypen als Teil der Entwicklungs-Feedbackschleife zu etablieren. Bald wurde versucht, VR nicht nur als Ausgabe-medium, sondern auch als Eingabemedium im Designprozess einzusetzen.

Der nun erstellte Ratgeber verknüpft eingangs die Themen Design und Virtuelle Techniken. Anschliessend erfolgt eine Betrachtung des Status quo der Technologien, die zur 3D-Modellierung sowie für das haptische und akustische Design eingesetzt werden, wie 3D-Direktmodellierung, 2D-Desktop-Sketching, Grafik-Tablets und Sketchpads. Zuletzt erfolgt im Ratgeber eine Betrachtung der Anforderungen an Arbeitsabläufe sowie der möglichen Hindernisse einer Implementierung des virtuellen Designs.

Nutzenpotenziale

Die grössten Nutzenpotenziale für Virtuelle Techniken sind laut den befragten Unternehmen insbesondere die Beschleunigung des Design-Prozesses, ein verbessertes Variantenmanagement, eine reduzierte Zahl von Entwicklungszyklen, höhere Zufriedenheit mit dem Design-Ergebnis sowie Vorteile in Bereichen, die der Entwicklung nachgelagert sind, wie beispielsweise dem Marketing. Beim haptischen Prototyping führen 3D-Menschmodelle und tangible User-Interfaces die Liste an, während zur 3D-Visualisierung vornehmlich Desktop-3D-Visualisierung eingesetzt wird. Teurere immersive Systeme wie Grossprojektionen, Powewalls oder CAVEs sind noch immer selten.

Der Ratgeber mit den kompletten Ergebnissen der Befragung kann als PDF kostenfrei unter dem folgenden Link heruntergeladen werden: www.vdc-fellbach.de/downloads/studien.

Das zugehörige Whitepaper «Immersive Design» fokussiert stärker die technologischen Möglichkeiten von heute und morgen. Es kann unter folgendem Link kostenfrei heruntergeladen werden: www.
vdc-fellbachde/downloads/whitepaper. <<

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