Effizienz: Mehr als ein Öko-Trend

Redakteur: Hermann Jörg

>> Im Hinblick auf die Brisanz des Themas Energiesparen spricht alles dafür, Maschinen und Apparate leichter und kompakter auszuführen. Es gilt, den gewünschten Nutzen mit geringstem Energieeinsatz zu erreichen. Dieser Anforderung entsprechen die kompakten Antriebskomponenten des Unternehmens Jenny Science AG, sie ermöglichen eine leichtere und platzsparendere Bauweise und damit letztlich eine höhere Effizienz.

Firmen zum Thema

3-Achsen-Flächenausleger: Dank Master/Slave-Funktionalität ist kein übergeordneter Positionscontroller notwendig. (Bild: Jenny Science)
3-Achsen-Flächenausleger: Dank Master/Slave-Funktionalität ist kein übergeordneter Positionscontroller notwendig. (Bild: Jenny Science)

joe. Alle reden vom Energiesparen – das Thema hat zwar hohe Brisanz in Politik und Wirtschaft – aber Effizienz geht weiter. Man muss nicht nur den Verbraucher betrachten, sondern auch Erzeuger, Aufbereiter und Verteiler. Effizienz bedeutet, den gewünschten Nutzen mit geringstem Aufwand zu erreichen. Am Anfang steht der Nutzen. Wenn beispielsweise 100 g leichte Teile bewegt werden sollen und dazu grosse, schwere Antriebssysteme eingesetzt werden, so ist das in hohem Masse ineffizient, auch wenn diese Antriebssysteme 98 % Wirkungsgrad haben. Das unnötige Beschleunigen und Verzögern von «Leermasse» verbraucht den grössten Teil der Energie.

Basisparameter für maximale Effizienz

In den Fabrikationsbetrieben sieht man häufig relativ grosse und schwere Montagemaschinen und Automaten, die kleine Teile von nur wenigen Gramm bewegen und verarbeiten. Teilegrösse und Automatengrösse stehen hier in keinem Verhältnis. Das ist ineffizient, es wird zu viel unnötiges Gewicht (meist die Antriebssysteme selber) mitbewegt und die Maschinen benötigen zu viel Platz. In der Folge sind dafür grosse Räumlichkeiten gefragt, welche wiederum beheizt und klimatisiert werden müssen. Es werden unnötige Ressourcen verbraucht. Dies schlägt sich direkt auf die Produktions- und Investitionskosten nieder. Alles spricht also dafür, Maschinen und Apparate leichter, mit kleineren Abmessungen auszuführen.

Bildergalerie

Mit den Antriebskomponenten des Unternehmens Jenny Science lassen sich Automaten leichter und platzsparender bauen. Daraus resultieren kleinere Fabrikationshallen, höhere Produktivität und geringere Kosten. Mit anderen Worten: höhere Effizienz.

Volle Leistung auf engstem Raum

Zu den vorrangigen Zielen bei der Entwicklung der Linax-Linearmotor-Achsen zählen minimaler Platzbedarf und wenig Gewicht. Diese Kombination bildet die Grundlage für niedrigen Ressourcenverbrauch in Verbindung mit einer überragenden Dynamik. Die Jenny Science AG kämpft daher mit grossem Aufwand gegen jedes Gramm Gewicht.

Eine Spitzenvortriebskraft von 180 N bei einem Schlittengewicht von nur 960 g und eine Einbaulänge, die lediglich 130 mm grösser ist als der Fahrweg; das sind neue Benchmarks in Sachen Effizienz. Diese Achsen erbringen den Beweis für die Gültigkeit eines Sonderweges, der auf der Eigenentwicklung von Kernkomponenten wie dem Linearmotor basiert. Diese neue Generation Linearmotoren erbringt bei praktisch gleichem Platzbedarf 50% mehr Leistung. Der Linearmotor arbeitet über magnetische Kräfte direkt in Linie mit der linearen Bewegung. Die Vorteile liegen auf der Hand: lange Lebensdauer, kein Verschleiss und kein Umkehrspiel. Dazu kommt noch das Beste: Die Achsen lassen sich untereinander baukastenmässig kombinieren.

Positionieren ohne Positionscontroller

Um mehrere Achsen unabhängig voneinander zu positionieren, ist typischerweise ein übergeordneter Positionscontroller notwendig. Nicht so bei den neuen Xenax-Xvi-75V8-Servocontrollern. Der Servocontroller mit der Nr. 1 ist der Master. Auf diesem, und nur auf diesem, erfolgt die Ablaufprogrammierung. Der Master erkennt über den schnellen, effizienten I2C-Bus seine Slaves automatisch. Bis zu 4 Slaves können von einem Master aus angesteuert werden. Dieses System ist daher prädestiniert für Pick&Place-Applikationen mit Drehachse. Es arbeitet völlig autonom und kann im einfachsten Fall direkt über digitale I/O gestartet und gestoppt werden. <<

(ID:28112340)