Das Unitop ist ein Kassettenlager in geschlossener Blockbauweise. Charakteristisch ist das auf dem Lagerblock fahrende Regalbediengerät (RBG), das einen schnellen und mühelosen Zugriff auf die selbsttragenden Kassetten ermöglicht. Das vollautomatische System arbeitet mit minimalem Personalbedarf äusserst wirtschaftlich und zuverlässig. «Die Hubwerke sind mit Präzisions-Rollenketten ausgestattet und damit sehr verschleiss- und wartungsarm», erläutert Klaus Seifermann, Verkäufer bei Kasto. Ein weiterer Vorteil des Lagers ist seine hohe Flexibilität: «Dank des Baukastensystems lassen sich Höhen zwischen 4 und 25 Meter realisieren», bemerkt Klaus Seifermann.
Qualität, die überzeugt
Bei einem Besuch in Achern konnte sich Rösler ein Bild von der Expertise sowie der Qualität der Lager-Lösung machen. «Das Unitop hat uns besonders durch seinen soliden Aufbau begeistert», berichtet Henkel. «Im Vergleich mit anderen Anbietern hatte Kasto hier die Nase vorn – das hat uns letztendlich überzeugt.» Die anschliessende Planungs- und Bauphase verlief dann auch reibungslos: In erstaunlich kurzer Zeit installierte der Lagertechnik-Spezialist das neue System; das Langgut wurde solange auf einer freien Logistikfläche zwischengelagert. Im Mai 2015 ging das Überfahrlager in Betrieb – und läuft seitdem einwandfrei, wie Johannes Kufner betont.
Das Unitop verfügt über 351 Kassetten in zwei verschiedenen Höhen mit 6500 Millimetern Länge und drei Tonnen Traglast. Damit fasst es insgesamt 1053 Tonnen Material – rund 20 Prozent mehr als die beiden bisherigen Kragarmlager zusammen, und das auf nicht einmal der Hälfte der Fläche. «Wir haben damit jede Menge Platz gewonnen, den wir nun für zusätzliche Fertigungsmaschinen nutzen können», freut sich Henkel. Hinzu kommt das wesentlich einfachere Handling: Nach dem Prinzip Ware-zum-Mann bringt das RBG die Kassetten auf Knopfdruck automatisch zu einer der zwei vorhandenen Auslagerstationen. Hier können die Mitarbeiter das Material von Hand oder per Hallenkran entnehmen und einer der Sägemaschinen zuführen. Für die Einlagerung des Langguts hat Kasto eine separate Station installiert.
Integriert und leicht bedienbar
Mit Trennstäben lässt sich der Platz in den Kassetten beliebig aufteilen, so dass Rösler problemlos mehr als 1100 verschiedene Materialien mit Querschnitten zwischen fünf und 300 Millimetern bevorraten kann. Jede Kassette verfügt über einen Barcode und ist eindeutig identifizierbar, inklusive ihres Inhalts – das sorgt für hohe Transparenz. Zudem ist das Lager über eine spezielle Schnittstelle an das unternehmensweite ERP-System von SAP angebunden. Zuständig dafür war der Stuttgarter Intralogistik- und Software-Spezialist Viastore. «Die Ein- und Auslagerbefehle erfolgen über die Bedienpulte direkt in SAP und werden in Fahrbefehle für das Lager übersetzt», erklärt Kasto-Fachmann Klaus Seifermann. «Das erleichtert sowohl die Bedienung als auch die Übersicht über alle Bestände.»
Sollte es doch einmal Schwierigkeiten oder Optimierungsbedarf geben, können die Kasto-Experten per Fernwartung online auf die Anlage zugreifen, Parameter verändern oder Störungen beheben. Das sei bislang aber nicht nötig gewesen, berichtet Johannes Kufner: «Sowohl im täglichen Betrieb wie auch bei der routinemässigen Wartung ist das Unitop-Lager äusserst pflegeleicht.» Fehler seien so gut wie keine aufgetreten.
Papierlose Fertigung
Auch Bereichsleiter Marcus Henkel ist mit dem automatischen Lager rundum zufrieden: «Wir konnten damit unsere Produktionsversorgung wesentlich kompakter, effizienter und übersichtlicher gestalten.» Für die Mitarbeiter haben sich die Prozesse erheblich vereinfacht – nicht nur körperlich, sondern auch organisatorisch: «Wir haben mithilfe der neuen Technik eine papierlose Fertigung eingeführt», erklärt Henkel. Alle eingelagerten Materialien sind auf Knopfdruck in kürzester Zeit verfügbar und lassen sich über SAP jederzeit rückverfolgen. -mei- SMM
Stand vom 30.10.2020
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