Integra investiert in Picomax 56 Mill von Fehlmann Eine Fräsmaschine mit sozialem Auftrag

Von Manfred Lerch 3 min Lesedauer

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Um die Chancen von Jugendlichen und Erwachsenen mit kognitiven, körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen auf eine spätere berufliche Eingliederung zu verbessern, hat die Stiftung im Freiamt, Integra, in eine Präzisions-Fräsmaschine Picomax 56 Mill von Fehlmann investiert.

Zeitgemässe Ausbildung: Mit der Picomax 56 Mill von Fehlmann können die Auszubildenden der Integra auch mit höheren Drehzahlen arbeiten und neue Technologien, wie z.B. das trochoidale Fräsen, anwenden.(Bild:  Fehlmann)
Zeitgemässe Ausbildung: Mit der Picomax 56 Mill von Fehlmann können die Auszubildenden der Integra auch mit höheren Drehzahlen arbeiten und neue Technologien, wie z.B. das trochoidale Fräsen, anwenden.
(Bild: Fehlmann)

Ein fester Grundsatz bei der Integra ist es, eine hochwertige Ausbildung anzubieten, um den Lernenden noch bessere Chancen für eine spätere berufliche Integration zu ermöglichen. Aktuell werden im Bereich Mechanik die 2-jährigen Ausbildungen Praktiker/in PrA Mechanik und Mechanikpraktiker/in EBA angeboten. Integra erweitert dieses Angebot zukünftig um das Berufsbild Produktionsmechaniker/in EFZ. Die Ausbildung im Bereich Fräsen erfolgte bisher hauptsächlich auf den Fräs- und Bohrmaschinen Picomax 54 und Picomax 21 von Fehlmann.

Zeitgemässe Ausbildung

Trotz dieser Markentreue machten sich Stefan Christen, Leiter Mechanik bei Integra, und Berufsbildner Simon Senn letztes Jahr auf die Suche nach einer neuen Maschine. Ziel war es, anhand eines Pflichtenheftes eine Maschine zu finden, auf der sowohl konventionell und im dritten Lehrjahr programmiert als auch CNC gefräst werden kann. In die engere Wahl kamen eine Universal-Fräsmaschine, die aber aus Sicht der Integra ein veraltetes Maschinenkonzept aufwies, und die Fehlmann Picomax 56 Mill, eine moderne Maschine, die Bewährtes übernimmt und mit der Heidenhain-Steuerung TNC 620 programmierbar ist.

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Ganz so einfach haben es sich die Verantwortlichen der Integra bei der Auswahl dann aber doch nicht gemacht. Dazu Stefan Christen: «Wir haben sehr genau darauf geachtet, wie die Picomax 56 Mill fräst, wie präzise und kompakt sie ist, wie modern sie wirkt. Und natürlich stand auch die Arbeitssicherheit im Vordergrund, die bei der Maschine sehr professionell und vor allem auch praxisgerecht umgesetzt wurde. Nun stand bei der Maschine, die wir in der Endauswahl hatten, noch das massive Fräsen im Vordergrund, dabei sind die Zeiten der grossen Messerköpfe und Walzenstirnfräser vorbei. Mit der Picomax 56 Mill können wir mit höheren Drehzahlen arbeiten und neue Technologien wie das Trochoidalfräsen einsetzen. Auch das ist zeitgemässe Ausbildung. Das wäre mit der anderen Maschine nicht möglich gewesen».

Im Vorfeld der Investition haben sich die Verantwortlichen zudem bei namhaften Ausbildungsinstitutionen umgehört. Swissmechanic, Sektion Graubünden, hat beispielsweise 2022 in sieben Picomax 56 Mill investiert und war damit äusserst zufrieden. Jürg Solenthaler, Verkauf Schweiz bei Fehlmann, sieht diese Maschine als ideal für die Ausbildung: «Diese Fräsmaschine basiert auf dem Konzept der Picomax 56 Top, wurde aber speziell für die Ausbildung optimiert und weiter vereinfacht. Das heisst, mit dem «Mill-Paket» sind wir bewusst einen Schritt zurückgegangen, um sie einfacher, überschaubarer und bedienerfreundlicher zu gestalten». Konkret bedeutet dies, dass die Fräsmaschine durch einfaches Drehen eines zusätzlichen Schlüsselschalters vom CNC- in den konventionellen Betrieb umgestellt werden kann. Sie bietet zudem drei parallel aktive mechanisch-elektronische Handräder für die X-, Y- und Z-Achse-Grundfunktionen für konventionelles Fräsen, Bohren und Gewindeschneiden.

Respekt und Stolz

Seit Februar ist die Maschine in Wohlen im Einsatz und fertigt völlig problemlos und absolut zuverlässig. Simon Senn freut sich über den Einsatz der Maschine in der Ausbildung: «Man spürt, dass die Lernenden Respekt vor der Maschine haben, aber auch stolz sind, damit arbeiten zu können. Für uns als Stiftung ist das ein grosser Erfolg. Das Schönste aber ist: Ich stelle auch bei den Auszubildenden einen Unterschied zu vorher fest. Wenn sie die Maschinen mit dem grossen Farbbildschirm und der Multi-Touch-Bedienung zum ersten Mal sehen, sind sie sichtlich beeindruckt. Die ersten Gehversuche machen unsere Auszubildenden an der Picomax 21-M mit der Achspositionierung in X und Y. Dann geht es aber schnell weiter an die Picomax 56 Mill».

Einfachere Fräs- und Bohrarbeiten können mit den Mill-Funktionen ausgeführt werden. Für die CNC-Ausbildung steht der volle Funktionsumfang der TNC 620 bis hin zur möglichen Anbindung an ein CAM-System zur Verfügung.

Die Verantwortlichen sind sich einig: Die Maschine motiviert die Auszubildenden vor allem durch die perfekte Ergonomie und die tolle Optik. Beeindruckend sind sicherlich auch der schnelle Werkzeugwechsel, die flüssigkeitsgekühlte und drehmomentstarke Motorspindel für das Fräsen bis 12 000 min-1, eine Vielzahl von Zyklen zum Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden und Gewindefräsen sowie der äusserst ruhige Maschinenlauf bei hohen Drehzahlen und die damit verbundene angenehme Geräuschemission. Alles in allem eine Maschine, die dem sehr hohen Ausbildungserfolg der Integra gerecht wird. (neu) SMM

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