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InnovationsForum Automation 2017: Lenze Bachofen AG Einstieg der OEMs in eigene IoT-Services

| Redakteur: Silvano Böni

Maschinen- und Anlagenbauer, die auf Automatisierungstechnik von Lenze setzen, können künftig noch einfacher Online- und Remote-Services anbieten. Der Hersteller ist eine Kooperation mit dem Datenexperten ei3 eingegangen, der eine Kombination aus Fernanalyse und Fernwartung als White-Label-Produkt bereitstellt.

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Dank Unterstützung von Lenze lassen sich mit der Cloud-Lösung Vor-Ort-Einsätze um bis zu 80 Prozent reduzieren.
Dank Unterstützung von Lenze lassen sich mit der Cloud-Lösung Vor-Ort-Einsätze um bis zu 80 Prozent reduzieren.
(Bild: Lenze Bachofen)

Im Rahmen eines Service-Vertrags kann der Maschinenbauer sämtliche Daten sammeln, auf die Lenze-Controller Zugriff haben, diese auswerten und dem Kunden zur Verfügung stellen. Sei es als aktuelles Dashboard, in Form von Reportings und Kennzahlen oder als Grundlage einer Beratung zur Optimierung von Anlagen und Prozessen. Darüber hinaus eignet sich die Lösung auch zu Ferndiagnosen und -services, bis hin zu Fernwartung und Predictive-Maintenance-Angeboten.

Hoher Sicherheitsstandard garantiert

«Wir wollen unseren Partnern ermöglichen, schnell und komfortabel ein eigenes digitales Geschäft aufzubauen, die Beziehung zu ihren Kunden zu festigen und diesen Mehrwerte anzubieten, die ihre Marge verbessern», erläutert David Krampe, Senior Marketing Manager bei Lenze. Mit ei3 habe man dafür einen kompetenten, zuverlässigen Partner gefunden. Der Datenspezialist mit Sitz in New York ist seit 1999 im Geschäft mit der Industrie. Mehr als 15 000 Anlagen in über 90 Ländern laufen mit seiner Lösung.

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Die Daten von der Maschine werden per OPC UA an eine Appliance innerhalb des Produktionsnetzwerks übertragen. Von nun an läuft die Kommunikation ausschliesslich verschlüsselt auf einem hohen Sicherheitsniveau. Gespeichert werden die Daten in ei3-eigenen, regionalen Datencentern. Davon gibt es bislang fünf, eines in den USA und je zwei in Europa und in Asien. Damit wird sichergestellt, dass die Daten der lokalen Kunden das Land nicht verlassen. Eine Zertifizierung der Dekra bestätigt, dass sämtliche europäischen Datenschutz-Standards erfüllt werden.

Einfache Anwendung – keine Big-Data- Kenntnisse nötig

Faktisch handelt es sich somit um eine Private Cloud, in der Big-Data-Services angeboten werden. Der Zugang dazu ist jedoch besonders einfach: «Die Lösungen von ei3 haben sich seit vielen Jahren am Markt erfolgreich etabliert. Unser Partner stellt diese für die OEMs bereits vorkonfiguriert zur Verfügung – as easy as that», lobt Roger Meier, Leiter Applikation + Support, das Modell der Amerikaner. Der Maschinenbauer muss also keinerlei IT- oder Big-Data-Kenntnisse mitbringen. Er konfiguriert lediglich die gewünschten Datenpunkte in der benötigten Applikation, und schon beginnt die Datensammlung.

«Natürlich braucht es einen gewissen Datenbestand, bevor man zu Erkenntnissen aus Big-Data-Analysen kommt», so Roger Meier weiter. Wichtig sei jedoch, dass die Datensammlung schnell beginnen kann und die üblichen Kennzahlen und Auswertungen wie OEE, Auslastung und Verfügbarkeit oder Track&Trace sofort zur Verfügung stehen.

OEM kann Ferndiagnose und Fernwartung nutzen

Ebenso einfach kann der OEM nach der Einrichtung die Ferndiagnose und die Fernwartung nutzen. Vor-Ort-Einsätze können dadurch nach den Erfahrungen des Ingenieurs um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

David Krampe betont: «Natürlich muss Lenze dafür sorgen, dass wir verschiedene Standards bedienen und unsere Steuerungen beispielsweise auch mit Microsoft Azure, den Amazon Web Services (AWS) und anderen zusammenspielen. Aber hier haben wir eine Lösung, die es unseren Partnern besonders einfach macht, in das zukunftsorientierte Geschäft mit eigenen Online-Services und datenbasierenden Mehrwerten einzusteigen.» SMM

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