Studie von Bain & Company Energieeffizienz ist der Wettbewerbsfaktor der Zukunft

>> Energieeffizienz ist heute Pflicht. Unternehmen kommen nicht mehr darum herum, sich diesem Thema zu widmen, denn Energie ist ein wichtiger Kostentreiber geworden, den es zu beeinflussen gilt. Aber nicht nur auf die Kosten haben Energieeffizienzprogramme positive Auswirkungen, auch Unternehmensimage und Innovationskraft werden dadurch positiv beeinflusst, wie die Studie von der Managementberatung Bain & Company zeigt.

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Bain hat neun Hebel für eine erfolgreiche und dauerhafte Umsetzung eines Energieeffizienzprogramms identifiziert, die sich über drei Bereiche erstrecken: Kernproduktionsprozesse, Infrastruktur und Wertschöpfungskette sowie Organisation und Mitarbeiter.
Bain hat neun Hebel für eine erfolgreiche und dauerhafte Umsetzung eines Energieeffizienzprogramms identifiziert, die sich über drei Bereiche erstrecken: Kernproduktionsprozesse, Infrastruktur und Wertschöpfungskette sowie Organisation und Mitarbeiter.
(Bild: Bain & Company)

Noch vor wenigen Jahren war Energieeffizienz Angelegenheit des Werksleiters, heute ist das Thema Chefsache. Führende Produktionsunternehmen zeigen schon heute, dass Energieeffizienz enorme Potenziale freisetzen kann. Wer direkte und indirekte Energiekosten senkt, kann seine Profitabilität nachhaltig steigern. Die Vorreiter bestätigen, dass eine höhere Sensibilität für das Thema Energieeffizienz im Unternehmen häufig zu neuen Produkten und Dienstleistungen führt, und damit zu mehr Umsatz. Energieeffizienzprogramme verbessern zudem die Arbeitgeberattraktivität, die Mitarbeiterzufriedenheit und die Nachhaltigkeit. Die aktuelle Studie „Hidden Treasure – Why energy efficiency deserves a second look“ der internationalen Managementberatung Bain & Company zeigt, wie Unternehmen mit neun Hebeln ihre Energieeffizienz steigern können – von der technischen Optimierung der Produktionsprozesse bis zur Mobilisierung der Mitarbeiter.

Energieeffizienz ist Chefsache

Im Jahr 2002 startete der Chemiekonzern BASF ein umfassendes Energieeffizienzprogramm – zunächst mit dem Ziel, Kosten zu senken. Bald zeigte sich, dass Energieeffizienz nicht nur eine technische Aufgabe ist, sondern auch eine kulturelle. Denn viele Massnahmen benötigen die Mitarbeit auf allen Hierarchieebenen. Heute ist Energieeffizienz ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens und prägt das Selbstverständnis sowie die Kultur von BASF. Das Thema steht unter der Führung des CEO und wird weltweit in zahlreichen Initiativen umgesetzt – und immer mehr Mitarbeiter identifizieren sich mit den Energiesparzielen. Wie weit das gehen kann, zeigt die jüngst von und für BASF-Mitarbeiter herausgegebene Broschüre zum Energiesparen zu Hause und am Arbeitsplatz.

„Was wir bei BASF sehen, spiegelt die allgemeine Entwicklung wider. Das Thema Energieeffizienz ist aus der Kostensenkungsecke herausgetreten“, berichtet Oliver Strähle, Studienautor und Leiter der Industrie-Praxisgruppe von Bain & Company im deutschsprachigen Raum. „Achtsam mit Energie umzugehen und den richtigen Energiemix zur richtigen Zeit zu beziehen, ist heute Teil des Selbstverständnisses und der Kultur energieeffizienter Unternehmen.“ Denn Energieeffizienz steigert die Attraktivität als Arbeitgeber, prägt das Unternehmensimage und ist Teil der gesellschaftlichen Verantwortung. Gleichzeitig steigern Energieeffizienzprogramme den Gewinn und kurbeln die Umsätze an – durch neue energieeffiziente Produkte und mit neuen Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz bei den eigenen Kunden.

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