Europa Forum Luzern 2014

Energiestrategie fordert energieintensive Branchen

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Politiker und die Verwaltung wollen sich profilieren, ihren Einfluss ausbauen und sich ein Denkmal setzen! Dabei bleiben oft die Fakten und der gesunde Menschenverstand auf der Strecke. Die Leidtragenden sind dann vor allem Unternehmen der energieintensiven Industrien, da sie am stärksten betroffen sind. Als Beispiel sei hier der überstürzte Entscheid des Bundesrats und des Parlaments zum Kernkraftausstieg nach Fukushima erwähnt. Übrigens hat unser Nachbar Frankreich immer noch 58 Kernreaktoren in Betrieb und macht keine Anstalten, dies zu reduzieren.

Konjunkturelles Umfeld gefährdet Energieeffizienz

Es gibt bei energieintensiven Branchen immer Verbesserungs- und Optimierungsmöglichkeiten im Energieverbrauch und auch in der Wärmerückgewinnung. Am einfachsten ist es, immer die Energieeffizienz zu verbessern, wenn in eine Fabrik investiert wird. Neue Motoren, Pumpen, etc. sind immer effizienter als alte Anlagen und Aggregate. Für Investitionen benötigt man aber die entsprechenden Mittel. Leider sind zurzeit aber vor allem das konjunkturelle Umfeld und der Eurokurs so, dass diese Mittel kaum erwirtschaftet, noch extern beschafft werden können. Die Basis-Industrie hat in der Politik und bei den Medien leider keine Lobby. Oft wird vergessen, dass diese Industrien unter anderem eine wichtige Recyclingfunktion übernehmen (Altglas-, Altmetall-, Altpapier-Verarbeitung) und sich mit unseren strengen Umweltauflagen im internationalen Vergleich schon „cleantech“ repräsentieren. In diesem Umfeld sind Investoren sehr zurückhaltend. <<

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